Caro & Mathias: Wenn es das Schicksal anders will – Wie aus Reisenden Holz Nomaden wurden

Caro & Mathias: Wenn es das Schicksal anders will – Wie aus Reisenden Holz Nomaden wurden

Wenn es das Schicksal anders will

Wie aus den Reisenden Caro & Mathias Tiny House Experten wurden

Caro und Mathias haben gemeinsam mit ihrer Tochter Wilma das konventionelle Leben hinter sich gelassen und sich auf ein Abenteuer eingelassen, das sie in ein mobiles Zuhause und in eine neue berufliche Richtung geführt hat. Was als langer Roadtrip mit dem Wohnmobil begann, wurde zur Grundlage für „Holz Nomade“ – ihr Unternehmen, das sich auf den Bau und die Beratung rund um Tiny Houses spezialisiert hat.
Ihre Geschichte zeigt, wie das Leben mit seinen Wendungen und Herausforderungen überraschende Möglichkeiten eröffnet. So führte ihr Weg schließlich zu der Idee, ihr Wissen in einem umfassenden Tiny House  Online-Kurs „Holz Stolz“ weiterzugeben.

Caro & Mathias mit ihrer Tochter Wilma

Stellt euch doch mal vor wer ihr seid und was ihr macht?

Wir sind Caro und Mathias mit unserer kleinen Tochter Wilma. Wir sind Langzeitreisende in unserem Wohnmobil. Caro kommt aus dem Projektmanagement, hat Wirtschaftsrecht studiert, im Marketing für eine Hotelkette und ein großes Festival gearbeitet und war zuletzt bei einem Bildungsträger beschäftigt.

Mathias ist gelernter Zimmermann und hat einige Jahre bei seinem letzten Arbeitgeber gearbeitet. Bis ihm die Arbeitsstunden einfach zu viel wurden.
Da sind wir auch schon beim Thema. Uns ist alles zu viel geworden, deswegen haben wir uns auf den Weg gemacht. Die Zeit als Familie und als Paar war einfach zu kurz gekommen.

„Unterwegs haben wir alles in Frage gestellt und nach unserer Rückkehr haben wir Fakten geschaffen.“

Seit wann seid ihr unterwegs und was war euer Plan?

Wir sind im Juli 2019 in unser Wohnmobil umgezogen und Ende 2019 dann auf Reise gegangen. Unser Plan war immer, sobald unser zweites Kind da ist, wollen wir mit dem Wohnmobil, das wir schon hatten, ein Jahr durch Europa reisen. Im Jahr 2019 hat sich dann herausgestellt, dass wir kein weiteres Kind bekommen können, das war und ist ein schwieriges Thema für uns. Caro hat damals den Arbeitgeber gewechselt. Sie war zu der Zeit sehr karriereorientiert und wollte eine Führungsposition. Sie war beruflich viel unterwegs. Als sie dann tatsächlich fast den 2. Geburtstag von Wilma vergessen hat, haben wir uns gefragt, wie es weitergehen kann.
Als Caro dann auch noch krank wurde, haben wir Urlaub genommen und sind mit unserem Wohnmobil losgefahren. Unterwegs haben wir alles in Frage gestellt und nach unserer Rückkehr haben wir Fakten geschaffen. Wir haben unsere Wohnung gekündigt, unser Auto und alles andere verkauft und sind fest in unser Wohnmobil eingezogen. Wir haben dann 3,5 Monate im Wohnmobil auf einem Parkplatz in unserer Heimatstadt gelebt, um noch etwas Geld zu sparen. Wir haben Elternzeit beantragt und sind dann im Dezember 2019 zu unserer Reise aufgebrochen.

Caro & Mathias mit ihrem Wohnmobil

Auch das gehört zum Reisen - Reparaturen am Straßenrand

„Wir haben dann 3,5 Monate im Wohnmobil auf einem Parkplatz in unserer Heimatstadt gelebt..“

Welche Länder habt ihr bereits bereist?

Frankreich, Spanien, Marokko, Italien, Schweden, Portugal, Mexiko USA
Aber der Reihe nach: Wir haben langsam angefangen und sind nach Frankreich gefahren, immer mehrere Tage an einem Ort. In Spanien beschlossen wir, nach Marokko zu fahren. Dort war es ganz anders als in Europa und wir hatten einen kleinen Kulturschock. Kinder haben unser Wohnmobil mit Steinen beworfen und es gab immer wieder anstrengende Situationen. Aber die Landschaft hat uns sehr gut gefallen. Dann kam Corona und wir haben es in letzter Sekunde und mit viel Glück zurück nach Europa geschafft. Wir sind dann wieder nach Deutschland gefahren und haben bei Caros Mutter auf dem Grundstück gewohnt. Als es wieder möglich war, haben wir uns wieder auf den Weg nach Italien gemacht. Zwischenzeitlich wurde Mathias während der Elternzeit von seinem Arbeitgeber gekündigt. Caros Elternzeit lief aus. Deshalb sind wir nach Deutschland zurückgekehrt. Caro wurde dann auch gekündigt, was sie sich insgeheim auch gewünscht hatte.

Wie sollte es dann weitergehen mit der neu gewonnenen „Freiheit“?

Wir hatten die Idee, einen Campingplatz zu eröffnen. Die Idee entstand, weil wir hier in Deutschland kaum kleine, gemütliche Campingplätze finden konnten. In der Nähe von Caros Elternhaus gab es einen Platz, der dafür geeignet schien. Allerdings wollten wir auf diesem Platz auch ein kleines Häuschen haben, in dem wir auch hätten wohnen können. Über Ebay haben wir dann einen alten 12 Meter langen Zirkus – Toilettenwagen gefunden. Den haben wir spontan gekauft und mit einer Spedition in das Dorf gebracht, wo der Campingplatz entstehen sollte.
Nun galt es den Zirkuswagen auszubauen. Hier kam Mathias‘ Erfahrung der letzten 15 Jahre im Holzrahmenbau zum Tragen. Gleichzeitig kümmerten wir uns um die Genehmigung des Campingplatzes. Letztendlich scheiterte das Projekt Campingplatz an der Akzeptanz in der Gemeinde.

Mathias beim Ausbau des Zirkuswagens

Beim Ausbau des Zirkuswagens zum Tinyhouse macht sich Mathias Erfahrung als Zimmermann bezahlt

Ihre große Leidenschaft der Tiny House Bau

Hattet ihr einen Plan B?

Während des Bauens des Zirkuswagens merkten wir, dass wir mit dem Reisen noch gar nicht fertig sind. Wir brauchten gar keine Home Base, wir wollten eigentlich viel lieber wieder los reisen.

„Wir wollten unsere Erfahrungen mit dem Bau von Tiny Houses weitergeben“

Wie ist dann die Idee für euer Unternehmen den Holz Nomaden entstanden?

Wir mussten das Projekt Zirkuswagen zu Ende bringen, denn wir brauchten das Geld, das wir durch den Verkauf erwirtschaften konnten. Während des Umbaus gründeten wir unsere Firma „den Holz Nomade. Wir wollten unsere Erfahrungen mit dem Bau von Tiny Houses weitergeben. Wir hatten nun Erfahrung damit. Wir konnten nun zeigen, dass wir handwerklich wirklich in der Lage sind, solche Tiny Houses zu bauen, auch dass wir selbst auf so kleinem Raum, nämlich im Wohnmobil, gelebt haben, hat uns geholfen, glaubwürdig zu sein. Wir haben unsere Dienstleistung, das Bauen von Tiny Häusern, im Internet angeboten und tatsächlich ging es los. Wir bekamen Aufträge und Anfragen.

„Innerhalb von fünf Monaten hatten wir drei Tiny Häuser gebaut“

Ende 2020 haben wir mit dem Bau des Zirkuswagens begonnen und im März 2021 haben wir unser erstes großes Projekt angenommen und kurz darauf das zweite. Innerhalb von fünf Monaten hatten wir drei Tiny Häuser gebaut. Wir waren also wieder im Hamsterrad von zu viel Arbeit und zu wenig Zeit. Unser Plan war dann, immer ein halbes Jahr zu reisen und ein halbes Jahr zu arbeiten.

Die ersten Tiny House Aufträge ließen nicht lange auf sich warten

Der Profi beim Möbelbau

Konntet ihr so dann eure weitere Reise finanzieren?

Im August 2021 sind wir über Schweden zum Nordkap gefahren. Wir waren zwei Monate unterwegs und haben die Reise genossen. Der Winter stand vor der Tür und wir hatten noch keinen neuen Auftrag, also überlegten wir, wo wir hinfahren könnten. Mathias wollte schon immer in die USA und dort einen Roadtrip machen.

„Also verschifften wir das Wohnmobil nach Mexiko.“

Wir waren richtig ins Reisen gekommen und wollten das Reisen mit der Arbeit verbinden. Caro wollte als virtuelle Assistentin von unterwegs arbeiten, aber das hat nicht geklappt. So war irgendwann in den USA die Reisekasse leer. Wir haben kurz überlegt, ob wir zurück nach Deutschland gehen sollen. Aber das war für uns keine Option, egal wie scheiße es uns zwischenzeitlich finanziell ging, es war keine Option zurück in unser anderes Leben zu gehen. Unsere Entscheidung fiel bewusst aufs Reisen, auch um mehr Zeit für Wilma zu haben.

Dann seid ihr aber doch nach Deutschland zurück gekommen?

 

Im Juli 2022 sind wir aus Amerika zurückgekommen, weil unser Geld aufgebraucht war, wir hatten noch überlegt, das Wohnmobil dort zu lassen, haben es dann aber zurück verschifft. Wir hatten ein neues Projekt in Bayern akquiriert, daraus sollte dann ein Anschlussprojekt werden, das aber nicht zustande kam. Dann sind wir wieder losgefahren und haben Frankreich durchquert und hatten keinen richtigen Plan. Es war schade, dass das letzte bereits zugesagte Projekt nicht geklappt hat, denn wir hätten das Geld dringend gebraucht. Wir hatten einige schwierige Phasen und mussten aushalten, dass wir immer knapp bei Kasse waren. Aber wir wollten trotzdem nicht in den normalen Alltag zurückkehren.

Warum war dies keine Option und wie findet eure Tochter das Ganze?

Wir haben uns gegen das System und auch gegen das Schulsystem entschieden. Wilma kann selbst entscheiden, ob sie in die Schule gehen oder frei lernen will. Lernen findet immer und überall statt. Für uns Eltern ist das oft ein schwieriger Prozess, auch weil wir anders aufgewachsen sind, eben ganz normal mit Schule und festem Wohnort.

2021 erfüllten die drei sich einen Traum und verschifften das Wohnmobil nach Nordamerika

In den USA holen Caro und Mathias neue Inspiration

Wie macht ihr es mit den Kontakten für Wilma?

Als wir aufgebrochen sind, war Wilma zweieinhalb Jahre alt, jetzt sind wir schon fünf Jahre unterwegs. Bis jetzt waren wir ihre engsten Bezugspersonen. Jetzt, wo sie älter wird, sucht sie ihre Kontakte auch außerhalb. Es müssen nicht unbedingt Gleichaltrige sein, mit denen sie Freundschaft schließt. Es ergibt sich einfach und sie sucht sich ihre Freunde selbst aus. Kinder sind unterschiedlich, manche brauchen ständig andere Kinder um sich herum, andere genießen ihre Ruhe. Kontakte zu Kindern ergeben sich eigentlich immer und überall.
Wir haben auch versucht, uns mehr mit anderen reisenden Familien zu vernetzen und sind zu speziellen Communities gefahren, wo es Projekte mit anderen Freilernern gibt, aber wie das Leben so spielt, hat Wilma auf dem Weg zu dieser Veranstaltung andere Freunde gefunden und das angemeldete Projekt war somit hinfällig. Es war schön zu sehen, wie sie selbst diese Situation gesucht hat. Das hat uns gezeigt, dass man andere Familien nicht suchen muss, man trifft sie einfach.

„Das hat uns gezeigt, dass man andere Familien nicht suchen muss, man trifft sie einfach.“

Was sind eurer Meinung nach die größten Gewinne, die Reisekinder unterwegs erfahren können?

Wilma kann sich selbst beschäftigen und ihre Interessen ausleben, das ist ein großes Privileg. In der Schule wird den Kindern vorgegeben, was zu tun ist. Als wir letztes Jahr in Deutschland waren, hat Wilma auch eine deutsche Schule besucht und war einen Tag dort und hat am Unterricht teilgenommen. Sie hat gesagt, das Beste an der Schule sind die Pausen.
In Deutsch sollte man eine Katze malen. Wilma hat aber einen Hund gemalt und die Lehrerin hat dann gesagt, ja Deutsch ist nicht deins. Das war auch das erste, was Wilma gesagt hat, als wir sie abgeholt haben, deutsch ist wohl nicht meins. Daraufhin hat Caro gesagt was für ein Blödsinn, du sprichst deutsch, du erzählst auf deutsch. Das hat Caro auch in der Schule zurückgemeldet, wie man ein Kind an einem Tag so demotivieren kann. Wilma kann sich trotzdem vorstellen, auch mal zur Schule zu gehen, aber es muss nicht in Deutschland sein.

Ein Leben für die Freiheit

Was sind die Herausforderungen einer Langzeitreise mit Kind?

Wir haben unseren Deschooling-Prozess durchlaufen. Wilma kennt die Schule nicht, aber wir Erwachsenen müssen uns von der Vorstellung lösen, dass man nur etwas wird, wenn man in der Schule war. Wilma hat zum Beispiel noch kein Interesse am Lesen und sie konnte auch lange nicht Fahrrad fahren, aber als es wichtig für sie wurde, hat sie es in zwei Tagen gelernt. Genauso war es mit dem Schwimmen. Wir sind zuversichtlich, dass es mit dem Lesen auch so sein wird.
Es ist auch eine Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen und allen gerecht zu werden, unserer Firma, dem Reisen und der Familie. Im Moment sind wir dabei, wieder in eine Alltagsroutine zu kommen, die wir in Portugal etwas verloren haben.

Anstatt nach Deutschland seid ihr dann nach Portugal gefahren?

Ja, wir haben beschlossen, von Frankreich nach Portugal zu gehen. Dort haben wir dann Anfang 2023 Urlaub gegen Hand gemacht. Das hat Spaß gemacht und wir sind wieder in so einen kreativen Prozess gekommen. Wir haben dann über das letzte Projekt, das nicht zustande gekommen ist, nachgedacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass nicht jeder so sehr unsere handwerkliche Arbeit braucht, sondern dass viele eher eine Anleitung haben wollen, wie man ein Tiny House baut. So kamen wir auf die Idee, einen Online-Kurs zu entwickeln. In dem wir den Leuten die Grundlagen vermitteln, um selbst ein Tiny House zu bauen.

Während wir diesen Kurs entwickelt haben, hat sich ein neues Projekt in Norddeutschland ergeben. Anfang 2023 sind wir dann nach Deutschland zurückgekehrt um dieses Bauprojekt und den Online Kurs zu starten. Zuerst dachten wir, dass wir diesen Auftrag nutzen könnten, um das Videomaterial für den Onlinekurs zu produzieren, aber das hat sich als zeitlich sehr schwierig herausgestellt, also haben wir nach dem Hausbauprojekt ein weiteres Tiny House gebaut, das wir komplett dokumentiert, gefilmt und Anleitungen geschrieben haben. Caro hat sich währenddessen auch weitergebildet, wie man solche Onlinekurse erstellt. Das zweite Haus haben wir dann auch verkauft und waren dadurch finanziell wieder ganz gut aufgestellt.

Wilma ist Freilernerin und lern ganz Natürlich und hat Zeit ihren Interessen nachzugehen

Unterwegs ergeben sich häufig spontan tolle Gelegenheiten

Was sind eure zukünftigen Pläne und Projekte im Bereich Tiny Houses und Selbstbau?

Wir haben immer wieder Häuser gebaut und verkauft. Es gab noch einige andere Projekte, bevor wir im Winter 2023 wieder nach Portugal gefahren sind, um aktiv an Holz Stolz, unserem Onlinekurs, zu arbeiten. Dieser ist dann im April 2024 an den Start gegangen. Das ist ein Onlinekurs, der einen an die Hand nimmt und genau erklärt, was man machen muss, um ein Tiny House zu bauen. Man bekommt ein Zeichenprogramm, erfährt wo man die Materialien günstig kaufen kann und bekommt persönliche Tipps. Man kann Fragen stellen, es gibt wöchentliche Q&As, es gibt eine Telegrammgruppe und Interviews mit Experten aus dem Bereich Sanitär Fengshui etc.

Der Kurs ist ein Rundum-Sorglos-Paket mit voller Betreuung zu einem erschwinglichen Preis. Der Kurs ist deutschsprachig, was aber nicht bedeutet, dass die Teilnehmer in Deutschland leben müssen. In anderen Ländern gibt es andere Voraussetzungen, z.B. welches Holz verwendet werden soll und welche Materialien zur Verfügung stehen, daher ist die Telegramm Community ein weiterer hilfreicher Baustein dieses Kurses. Wir sind auch dabei, ein Handbuch über den Bau von Tiny Houses zu schreiben.

Caro und Mathias haben einen eigenen Tiny House Online Kurs namens "Holz Stolz" entwickelt

Was sind eure zukünftigen Reisepläne?

Für uns ist es wichtig, unsere Träume zu leben, und das haben wir die letzten 5 Jahre getan. Im Juni 2024 haben wir unser Wohnmobil verkauft und sind in die USA geflogen. Dort wollen wir einen Schulbus kaufen, umbauen und damit reisen. Mit dem Ausbau des Busses möchten wir uns ein weiteres Standbein zum Holz Nomaden  und Holz Stolz aufbauen.

Welchen Tipp oder Ratschlag habt ihr für unsere Leser?

Den einzigen Tipp oder Ratschlag, welchen wir gern teilen möchten: Sei mutig den ersten Schritt zu tun, alles andere findet sich. Lass dich nicht von deinen Träumen abhalten. Es ist immer wieder schön zu sehen, was weltweit entsteht mit Menschen, die eine Vision haben.

„Sei mutig den ersten Schritt zu tun, alles andere findet sich.“

Danke euch zwei für das nette Interview!

Besucht das Instagram Profil der zwei unter @Holznomade und deren Website: tinyhouseselbstbauen.de/

 

Jetzt bist du gefragt

Ihr kennt auch Vanegades die Teil unserer Interview Reihe werden sollten, oder seid gar selbst welche?

Schreibt uns gerne in die Kommentare oder kontaktiert uns unter: kontakt@vanegade.de

Reisetipps Rumänien – Ein Land voller Überraschungen

Reisetipps Rumänien – Ein Land voller Überraschungen

Reisetipps Rumänien – Ein Land voller Überraschungen

Tipps und Wissenswertes für die Reise mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten!

Hast du schon mal daran gedacht, Rumänien zu besuchen? Dieses faszinierende Land im Südosten Europas stand bei unserer großen Europareise ganz oben auf unserer Reise Wunschliste. Wir hatten eine wunderbar nostalgische Vorstellung von dem Land, das von atemberaubenden Landschaften, beeindruckenden Schlössern bis hin zu lebendigen Städten durchzogen ist – und wir wurden nicht enttäuscht. Rumänien ist ein echtes Juwel und definitiv einen Besuch wert. Rumänien grenzt an Ungarn, Serbien, Bulgarien, die Ukraine, Moldawien und das Schwarze Meer. Das Land ist bekannt für seine vielfältige Kultur, reiche Geschichte und gastfreundlichen Menschen. Egal ob für einen Campingurlaub, einen Wohnmobil Roadtrip oder ein Urlaub mit Hotels, Rumänien bietet was für jeden Reisetyp. Hier sind unsere Reisetipps Rumänien!

Die beste Reisezeit für Rumänien

Die Monate Mai bis Oktober sind ideal zum Baden und Entspannen an der Schwarzmeerküste. Auch die abwechslungsreichen Landschaften und Städte lassen sich in dieser Zeit gut erkunden. Aber auch im Winter gibt es in Rumänien viel zu erleben, denn dieser ist perfekt für Skifahrer und Snowboarder. Außerdem solltest du beachten, wenn du die spektakuläre Alpinstraße Transfăgărășan befahren möchtest, dass diese nur von Juli bis Oktober geöffnet ist.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Wir kamen und in Rumänien vor wie auf einer Zeitreise. Alles ist etwas beschaulicher und altertümlicher

Anreise und Flug nach Bulgarien

Anreise: Rumänien ist mit dem Flugzeug gut zu erreichen und Bukarest, die Hauptstadt Rumäniens, verfügt über einen internationalen Flughafen. Die Flugzeit von Berlin nach Bukarest beträgt ca. 2 Stunden. Mit dem Auto sind es von Berlin nach Bukarest etwa 1800 Kilometer.

Günstig nach Rumänien: Die besten Flughäfen für Sparfüchse

Wenn Du Rumänien entdecken willst, ohne tief in die Tasche zu greifen, gibt es ein paar clevere Flugoptionen. Rumänien hat mehrere Flughäfen, die von Billigfluggesellschaften angeflogen werden und Dir ermöglichen, das Land preiswert zu erreichen.

  1. Bukarest (Henri Coandă International Airport): Der größte Flughafen des Landes wird von vielen Low-Cost-Carriern wie Wizz Air und Ryanair angeflogen. Bukarest ist ein idealer Startpunkt mit viel Geschichte und einem pulsierenden Nachtleben.
  2. Cluj-Napoca (Avram Iancu International Airport): Perfekt für einen Besuch in Transsilvanien bzw. Siebenbürgen. Cluj-Napoca ist bekannt für seine lebendige Kulturszene und seine Nähe zu den Karpaten und Draculas Burg.
  3. Timișoara (Traian Vuia International Airport): Dieses charmante „kleine Wien“ bietet günstige Verbindungen und ist bekannt für seine historischen Gebäude und Parks.
  4. Iași (Iași International Airport): Ideal für den Osten Rumäniens. Iași ist die Kulturhauptstadt der Moldau-Region und bietet eine Vielzahl an historischen Sehenswürdigkeiten.

Alle diese Flughäfen bieten günstige und bequeme Möglichkeiten, nach Rumänien zu gelangen. Buche rechtzeitig und halte Ausschau nach Angeboten, um das Beste aus Deinem Reisebudget herauszuholen. Viel Spaß beim Entdecken Rumäniens!

Unterkünfte in Rumänien

Von luxuriösen Hotels über charmante Pensionen bis hin zu rustikalen Gasthäusern – Rumänien bietet eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geschmack und Geldbeutel. Auch Campingplätze findet man fast überall im Land. Wie fast überall haben wir mit unserem Wohnmobil frei gestanden. Soweit wir wissen, ist das in Rumänien nicht verboten. Wir haben damit, wie bisher nirgendwo, auch in Rumänien keine Probleme gehabt.

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Kulinarische Höhepunkte in Rumänien

Rumänien bietet eine Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten. Von herzhaften Eintöpfen bis hin zu traditionellen Süßspeisen
Hauptgericht
Die rumänische Küche ist deftig und fleischlastig. Das wohl bekannteste Gericht ist Sarmale, eine Füllung aus Hackfleisch, Reis und Dill, die mit Kohlblättern umwickelt wird. Gefüllte Paprika, in Rumänien Ardei umpluți genannt, ist ebenfalls ein traditionelles Gericht, für dessen Zubereitung entkernte Paprikaschoten verwendet werden. Als Füllung wird meist Reis oder Hackfleisch gewählt.
Nachspeise
Papanași ist eine Art Krapfen, der aus Mehl und Backpulver in Fett gebacken und mit Sauerrahm, Marmelade und Früchten serviert wird.
Wer in Rumänien ist, sollte sich die Zeit nehmen, diese traditionellen Köstlichkeiten selbst zu probieren.

Familienerlebnisse in Rumänien: Reisen mit Kindern

Rumänien ist ein fantastisches Reiseziel für Familien, das sowohl Abenteuer als auch Kultur bietet. Das Land ist nicht nur reich an Geschichte und beeindruckender Natur, sondern auch erstaunlich kinderfreundlich.

Die malerische Landschaft ist ideal für Outdoor-Aktivitäten aller Art. Die vielen geheimnisvollen Wälder Rumäniens bieten Kindern Platz zum Spielen und Toben. Für kleine Naturliebhaber bietet Rumänien eine Vielzahl von Wildtieren und Vogelarten, die man in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten kann. Wir hatten das Glück, Bären in freier Wildbahn beobachten zu können. In Rumänien gibt es unglaublich viele Burgen und Schlösser zu entdecken. Rumänien ist ein Land mit viel Geschichte und Kultur. Kinder können hier auf spannende Weise lernen. Außerdem finden sich gerade in Städten immer hervorragende Spielplätze zum austoben nach einer Besichtigung.

Aufregende Städte

Beginne deine Reise in Bukarest, wo Museen wie das Museum of Senses, das Eisenbahnmuseeum oder das Schokoladenmuseeum Kinderaugen zum Leuchten bringen. Die Hauptstadt bietet zahlreiche Parks und kinderfreundliche Cafés, in denen sich die Kleinen austoben können.

Natur und Outdoor-Aktivitäten

Siebenbürgen ist ein Muss für kleine Entdecker. Macht abwechslungsreiche Wanderungen, entdeckt urige alte Dörfer und erblickt mit etwas Glück einen Bären in freier Wildbahn. Die Karpaten bieten zahlreiche Wanderwege, die auch für Familien geeignet sind. Erkundet das mystische Schloss Bran, bekannt als Draculas Schloss. Mehr Tipps weiter unten.

Strandurlaub

Die Schwarzmeerküste ist ideal für Familien, die Sonne und Meer genießen wollen. Orte wie Mamaia und Albena bieten flache Strände, kinderfreundliche Ferienanlagen und viele Freizeitangebote wie Wasserparks und Minigolf.

Tradition und Kultur

Ein Besuch in den malerischen Dörfern der Region Maramureș ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Hier können Kinder traditionelles Handwerk entdecken und lernen, wie das Leben vor vielen Jahren war. Die gastfreundlichen Einheimischen heißen die Familien herzlich willkommen und machen den Aufenthalt unvergesslich.

Die Mischung aus Natur, Kultur und Abenteuer lässt garantiert keine Langeweile aufkommen. Also, Koffer packen und auf zu einem unvergesslichen Familienabenteuer in Rumänien!

Eine Familie mit ihren Fahrrädern in Sibiu

Sibiu auch bekannt als Hermannstadt, macht spaß mit dem Fahrrad zu erkunden, dank vieler Radwege

Unsere Reise Highlights und Reisetipps Rumänien

  1. Transsilvanien
  2. Sibiu
  3. Herkulesbad (Băile Herculane)

Siebenbürgen – Das Land der Mythen und Legenden

Siebenbürgen oder auch Transsilvanien ist zweifellos die bekannteste Region Rumäniens. Berühmt geworden durch die Legende von Dracula, bietet diese Region jedoch weit mehr als nur Gruselgeschichten. Besuche das beeindruckende Schloss Bran, das oft als Draculas Schloss bezeichnet wird, und lasse dich von seiner mystischen Atmosphäre verzaubern.

Transsilvanien ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier treffen rumänische, ungarische und deutsche Einflüsse aufeinander, was sich in der Architektur, den Traditionen und der Küche widerspiegelt. Die mittelalterlichen Städte wie Brașov, Sibiu und Sighișoara sind perfekte Beispiele dafür. Schlendere durch die engen Gassen, bestaune die gut erhaltenen Festungen und genieße den Charme vergangener Zeiten.

Natürlich darf ein Besuch in Schloss Bran, besser bekannt als Draculas Schloss, nicht fehlen. Auch wenn Vlad der Pfähler, der historische Dracula, vermutlich nie hier gelebt hat, ist das Schloss ein absolutes Highlight. Es thront majestätisch auf einem Felsen und bietet einen grandiosen Ausblick auf die umliegenden Wälder und Berge. Im Inneren könnt ihr eine Menge über die Legenden und die Geschichte der Region erfahren.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Sibiu auch bekannt als Hermannstadt

Sibiu, gegründet im 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern, beeindruckt mit gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäuden und gepflasterten Straßen. Ein absolutes Highlight ist der Große Platz (Piața Mare), das Zentrum der Altstadt. Nicht weit entfernt liegt der Kleine Platz (Piața Mică) mit der berühmten Lügenbrücke. Diese Legende besagt, dass die Brücke zusammenbrechen würde, wenn jemand eine Lüge erzählt, während er sie überquert.

Ein weiterer Höhepunkt ist die evangelische Stadtpfarrkirche, deren Turm einen atemberaubenden Blick über die Stadt bietet. Der Aufstieg lohnt sich, denn die Aussicht auf die roten Dächer und die umliegenden Karpaten ist unvergesslich.

Während unseres Aufenthaltes in Sibiu besuchten wir den Astra Nationalmuseumskomplex, ein Freilichtmuseum, das traditionelle rumänische Dörfer und Handwerke zeigt. Der Museumskomplex liegt in einem wunderschönen Waldgebiet und ist ideal für einen entspannten Tagesausflug. Allerdings ist das Gelände recht weitläufig und leider waren bei unserem Besuch viele der Ausstellungshäuser wegen erhöhter Diebstahl- und Vandalismusgefahr geschlossen, wie uns auf Nachfrage mitgeteilt wurde. Das fanden wir sehr schade, denn gerade der Besuch der Ausstellungshäuser macht den Reiz eines Freilichtmuseums aus.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen
Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen
Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Ein Blick in die Altstadt von Sibiu

Ocna Sibiului: Das Salzparadies von Rumänien

Versteckt in der idyllischen Landschaft Siebenbürgens, nur wenige Kilometer von der historischen Stadt Sibiu entfernt, liegt Ocna Sibiului – ein malerischer Kurort, der für seine heilenden Salzseen und seine entspannte Atmosphäre bekannt ist. 

Ocna Sibiului, oft auch als „Salzbad“ bekannt, hat eine lange und faszinierende Geschichte. Bereits seit der Römerzeit wird in dieser Region Salz abgebaut. Die Salzvorkommen und die daraus resultierenden Seen sind das Ergebnis von Jahrtausenden der Salzgewinnung und natürlichen Erosion. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die Seen zu einem beliebten Kur- und Erholungsgebiet, da man die heilenden Eigenschaften des salzhaltigen Wassers entdeckte.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte Ocna Sibiului seine Blütezeit als Kurort. Zahlreiche Badehäuser und Sanatorien wurden errichtet, um den Zustrom an Besuchern zu bewältigen, die aus ganz Europa kamen, um die gesundheitlichen Vorteile der Salzseen zu nutzen. Heute kombiniert der Ort geschickt seine historische Bedeutung mit modernen Annehmlichkeiten, um ein einzigartiges Wellness-Erlebnis zu bieten.

Insgesamt gibt es hier über ein Dutzend Seen, die durch den Einsturz alter Salzminen entstanden sind. Jeder See hat eine unterschiedliche Salzkonzentration, was verschiedene gesundheitliche Vorteile bietet.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Ein Badesee in Ocna Sibiului / Salzburg

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Einer von unzähligen Salzseen

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Transfăgărășan die atemberaubende Panoramastraße

Die Transfăgărășan ist eine der beeindruckendsten und aufregendsten Straßen Europas. Diese spektakuläre Alpinstraße schlängelt sich durch die rumänischen Karpaten und verbindet die Regionen Wallachei und Transsilvanien. Wenn Du auf der Suche nach einem unvergesslichen Roadtrip-Erlebnis bist, dann ist die Transfăgărășan genau das Richtige für Dich!

Die Transfăgărășan ist rund 90 Kilometer lang und erreicht eine maximale Höhe von 2.042 Metern. Die Straße wurde in den 1970er Jahren unter dem Regime von Nicolae Ceaușescu gebaut und diente ursprünglich militärischen Zwecken. Heute ist sie ein Paradies für Auto-, Motorrad- und Radfahrer, die atemberaubende Ausblicke lieben. Bitte beachte, dass die Straße nur von Juli bis Oktober befahrbar ist. Wir waren im Juni in Rumänien und konnten nur ein kleines Stück fahren, da die höheren Bereiche wegen der noch nicht geschmolzenen Schneemassen gesperrt waren. Das war sehr schade, aber zum Trost tauchte mitten auf der wenig befahrenen Straße eine Braunbärin mit ihren zwei Jungen auf, die wir sehr lange beobachten konnten.

Sehenswürdigkeiten die dir auf der Transfăgărășan begegnen

Vidraru-Stausee: Dieser riesige künstliche See ist ein wahres Highlight und lädt zu einer kurzen Pause ein. Der Stausee bietet eine spektakuläre Aussicht und ist ein perfekter Ort für ein Picknick oder einen Spaziergang.

Bâlea-Wasserfall: Einer der höchsten Wasserfälle Rumäniens, der vom Parkplatz aus leicht zu Fuß erreichbar ist. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, das man nicht verpassen sollte.

Bâlea-See: Auf dem höchsten Punkt der Straße gelegen, bietet dieser Gletschersee eine atemberaubende Kulisse. Im Sommer kannst Du hier wandern, während im Winter die Gegend ein beliebtes Ziel für Eisklettern und Snowboarding ist.

Poenari-Festung: Auch als die wahre Dracula-Burg bekannt, thront diese Festung auf einem steilen Hügel. Der Aufstieg über 1.480 Stufen ist anstrengend, aber die Aussicht und die historische Bedeutung machen es absolut lohnenswert.

Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

Am Straßenrand entdeckten wir eine Bärenmutter

Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

Wir konnten den Bär mehrere Minuten beobachten, bis sie wieder im Wald verschwand

Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

Im Juni war die Transfagarasan noch gesperrt

Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

Die Kinder haben sich aber über den Schnee gefreut

Panoramastraße Transalpina

Ebenfalls touristisch bedeutsam und wunderschön gelegen ist die Alpinstraße „Transalpina“. Mit einer Höhe von über 2.100 Metern windet sich diese spektakuläre Bergstraße durch die Karpaten und bietet einige der beeindruckendsten Ausblicke, die man sich vorstellen kann. Die Fahrt ist ein echtes Abenteuer, besonders im Wohnmobil – jede Kurve bringt neue, malerische Landschaften und die eine oder andere Überraschung. Die Straßenverhältnisse sind gut, aber es gibt auch einige steile Abschnitte und enge Kurven, die volle Aufmerksamkeit erfordern. Oben angekommen, erwartet Dich eine Panorama-Aussicht, die Dich für alle Anstrengungen belohnt. Ein absolutes Muss für jeden Roadtrip-Fan!

Schloss Bran: Das mystische Zuhause von Dracula

Eingebettet in die malerischen Karpaten Rumäniens erhebt sich das Schloss Bran, auch bekannt als Draculas Schloss, majestätisch über die umliegenden Wälder. Mit seinen spitzen Türmen, steilen Dächern und düsteren Gängen hat das Schloss eine faszinierende Ausstrahlung, die Besucher aus aller Welt in ihren Bann zieht. Daher gehört da sSchloss Bran natürlich zu den Top Reisetipps Rumänien.

Die Legende von Dracula

Schloss Bran ist wohl am bekanntesten als Heimat von Bram Stokers fiktivem Vampir Dracula. Obwohl der irische Schriftsteller das Schloss nie selbst besucht hat, nutzte er Beschreibungen und Geschichten aus der Region, um die unheimliche Heimat seines Protagonisten zu erschaffen. Tatsächlich gibt es keinen historischen Beweis dafür, dass Vlad III (auch bekannt als Vlad der Pfähler oder Vlad Dracula), der Stokers Dracula inspirierte, jemals auf Schloss Bran gelebt hat. Dennoch hat die Legende das Schloss berühmt gemacht und es zu einer Pilgerstätte für Dracula-Fans aus aller Welt werden lassen. Unser Tipp: Komm so früh wie möglich, um dem Besucheransturm zu entgehen.

Die Geschichte von Schloss Bran reicht weit zurück. Erbaut im Jahr 1377, diente es ursprünglich als Festung zum Schutz der Handelsroute zwischen Siebenbürgen und der Walachei. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer und wurde immer wieder erweitert und renoviert. Im frühen 20. Jahrhundert wurde es zur königlichen Residenz von Königin Maria von Rumänien, die es in ein gemütliches Zuhause verwandelte und viele persönliche Gegenstände und Möbel hinterließ, die heute noch besichtigt werden können.

Der Rundgang durch die Burg führt einen durch zahlreiche schön ausgetattete Räume, teils auch mit Ausstellungen zum Thema Vampire und der Entsteheung der Dracula Romane. Am Ende gint es noch eine Ausstellung mit einem Folterkerker und zahlreichen FOlterwerkzeugen, dies haben wir aber unseren Kinde rerspart. Hier gehts zur offilziellen Seite der Burg Bran mit allen Infos!

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Schloss Bran - Das Graf Dracula Schloss

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Blick auf den Innenhof von Schloss Bran

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Graf Vlad Tepes (Der Pfähler)

Die Festung von Făgăraș

Zwischen Sibiu und Brasov thront die Cetatea Făgărașului – die Festung von Făgăraș – als ein beeindruckendes Zeugnis der mittelalterlichen Verteidigungsarchitektur Rumäniens.

Die Festung von Făgăraș wurde im frühen 14. Jahrhundert von den ungarischen Königen als strategischer Vorposten errichtet, um das südliche Transsilvanien zu verteidigen. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Festung zahlreiche Umbauten und Erweiterungen, die sie zu einer der mächtigsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen Rumäniens machten.

Im 17. Jahrhundert wurde die Festung von Fürst Mihai Viteazul erweitert und verstärkt, um sie gegen osmanische Angriffe zu schützen. Später diente sie auch als Wohnsitz für die Fürsten von Siebenbürgen und wurde zu einem wichtigen politischen und administrativen Zentrum.

Die Festung besteht aus massiven Steinmauern, Türmen und Bastionen, die strategisch um einen zentralen Innenhof angeordnet sind. Der Zugang zur Festung erfolgt über eine Zugbrücke über einen tiefen Wassergraben, was ihre Verteidigungsfähigkeit im Mittelalter verstärkte.

Die Innenräume der Festung sind ebenso beeindruckend. Du kannst die ehemaligen Waffenkammern, die Kapelle, den Fürstenpalast und andere historische Räume erkunden, die mit Möbeln, Waffen und Kunstwerken aus vergangenen Jahrhunderten ausgestattet sind. Ein Spaziergang entlang der Festungsmauern bietet einen herrlichen Blick über die umliegende Landschaft von Făgăraș.

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Die Festung Făgăraș ist sehr imposant und einen Besuch wert

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Die Waffenkammer der Festung Făgăraș

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Ein Saal in der Festung Făgăraș

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Herkulesbad (Băile Herculane): Ein Historisches Kurparadies in Rumänien

Im Herzen der Karpaten, eingebettet in das malerische Cerna-Tal, liegt das Herkulesbad, bekannt als Băile Herculane. Dieser Kurort, der zu den ältesten in Europa zählt, ist berühmt für seine heilenden Thermalquellen und seine reiche Geschichte

Băile Herculane hat eine beeindruckende Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Der Legende nach wurde der Ort von den Römern gegründet, die die heilenden Eigenschaften der Thermalquellen entdeckten. Sie widmeten die Quellen dem mythologischen Helden Herkules, was dem Ort seinen Namen gab.

Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte Herkulesbad unter der Habsburger Monarchie seine Blütezeit. Die österreichischen Kaiser und der Adel besuchten den Kurort regelmäßig, um die wohltuenden Bäder zu genießen. Zahlreiche elegante Gebäude im Barock- und Jugendstil zeugen noch heute von dieser glanzvollen Epoche. Auch Kaiser Franz und Kaiserin Sisi haben hier gekurt und hielten sich hier immer wieder auf.

Die Heilenden Thermalquellen

Das Herzstück von Băile Herculane sind seine Thermalquellen. Die warmen, mineralreichen Wasserquellen, die Temperaturen von 38 bis 67 Grad Celsius erreichen, sind bekannt für ihre heilenden Eigenschaften. Die Thermalbäder helfen bei der Behandlung verschiedener Beschwerden wie Rheuma, Arthritis, Hautkrankheiten und Atemwegserkrankungen.

Neben den heilenden Bädern bietet Herkulesbad eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für Besucher.

Der Besuch von Herkulesbad ist für uns ein absoluter Reisetipp in Rumänien. Der Ort hat uns absolut fasziniert.

Museum Apollo Bad

Mehr durch Zufall als geplant sind wir in diesem Museum gelandet, dessen Eingang völlig unscheinbar wirkt. Doch das Museum, das einstige Apollobad, hat es in sich. Das Bad wurde im 19. Jahrhundert von den Habsburgern erbaut und besitzt einige Privatbäder für hohe Persönlichkeiten wie die Habsburger Monarchen Kaiser Franz und Sisi. Es ist eine sehr schöne Lichtstimmung in diesen alten Bädern. Das Museum befindet sich hier.

Die Römischen Ruinen

Überall im Ort findest du Überreste römischer Thermen und Badeanlagen, die einen Einblick in die antike Nutzung der Quellen bieten.

Die Habsburger Architektur

Schlendere durch die Straßen des Kurorts und bewundere die prachtvollen Gebäude aus der Habsburger Zeit. Das ehemalige Grand Hotel und das Casino sind nur einige Beispiele für die beeindruckende Architektur.

Nicht nur Liebhaber von Lost Places kommen hier auf ihre Kosten. Der morbide Charme ist faszinierend und erschütternd zugleich.

Wanderungen und Natur

Das Cerna-Tal und die umliegenden Berge bieten zahlreiche Wanderwege und Naturpfade. Besonders beliebt ist die Wanderung zur Domogled-Klamm, die atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft bietet.

Die Grota Haiducilor (Haidukenhöhle)

Diese Höhle, die einst als Versteck für Haiduken (Rebellen) diente, ist ein faszinierender Ort, der Geschichten aus der Region zum Leben erweckt.

Der Cerna-See

Ein idyllischer Ort für einen Tagesausflug, der sich perfekt zum Schwimmen, Angeln oder einfach nur Entspannen am Wasser eignet.

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Das Kurhaus ist aktuell leider nicht zugänglich und dem Verfall preisgegeben.

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Viele Tolle Motive im Apollo BAd

Blick auf die Altstadt von Al-Ula
Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Viel morbider Charme in Herkulesbad

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

Herkulesstatue in Herkulesbad

Diese Highlights wollen wir nächstes Mal anschauen

Die traumhafte Bergwelt der Karpaten

Wandern in den Karpaten, steht bei unserem nächsten Rumänienaufenthalt ganz oben auf unserer to do Liste. Die Karpaten bieten eine unvergleichliche Landschaft, die von dichten Wäldern, tiefen Schluchten, kristallklaren Flüssen und majestätischen Gipfeln geprägt ist. Hier findest du nicht nur die größten Urwälder Europas, sondern auch eine beeindruckende Tierwelt. Mit etwas Glück kannst du Bären, Wölfe, Luchse und sogar Wildkatzen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Besonders der Nationalpark Retezat ist ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber, mit über 20 Gletscherseen und einem Netz von Wanderwegen, die dich durch unberührte Natur führen.

 Die Schlammvulkane von Berca

Dieses ungewöhnliche und faszinierende Reiseziel darf bei unserem nächsten Rumänientripp nicht fehlen. Den die Schlammvulkane von Berca bieten eine beeindruckende und surreale Landschaft, die man so nur an wenigen Orten auf der Welt findet. Die Schlammvulkane von Berca, auch bekannt als „Vulcanii Noroioși“, sind keine Vulkane im klassischen Sinne. Statt Lava speien diese Vulkane kalten Schlamm und Gase an die Oberfläche. Das Phänomen entsteht, wenn Gase aus tiefen geologischen Schichten durch Spalten und Risse im Boden aufsteigen und dabei salzhaltigen Schlamm mit nach oben transportieren. Das Ergebnis sind kleine, hügelartige Formationen, die ständig Schlamm und Gase ausstoßen. Die Distanzen im Land sind nicht zu unterschätzen und bei unserem letzten Aufenthalt war es uns zu weit entfernt.

Das Donaudelta – Ein einzigartiges Naturwunder

Das Donaudelta ist eines der größten und best erhaltenen Flussdeltas in Europa und ein UNESCO-Weltkulturerbe. Dieses einzigartige Ökosystem ist Heimat einer beeindruckenden Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, darunter zahlreiche seltene Vögel. Eine Bootstour durch die labyrinthartigen Kanäle und Seen soll ein unvergessliches Erlebnis sein und die Möglichkeit bieten, die unberührte Natur hautnah zu erleben. Davon werden wir uns beim nächsten Rumänien Aufenthalt selbst überzeugen.

Die Moldauklöster – Spirituelle Oasen

Die Moldauklöster in der Region Bukowina im Norden Rumäniens sind bekannt für ihre bemalten Außenfassaden, die biblische Szenen und orthodoxe Heilige darstellen. Besonders beeindruckend sind die Klöster Voroneț und Sucevița, die als „Sistina der Ost“ bezeichnet werden. Diese spirituellen Oasen bieten nicht nur religiöse Einsichten, sondern auch einen Einblick in die reiche Kultur und Geschichte Rumäniens. Leider waren wir nicht in dieser Gegend aber beim nächsten Mal, –  ganz bestimmt.

Bukarest – Die lebendige Hauptstadt

Bukarest, auch bekannt als „Paris des Ostens“, ist eine pulsierende Metropole, die moderne Urbanität mit historischen Charme verbindet. Ein absolutes Muss soll der Besuch des Parlamentspalastes sein, das zweitgrößte Verwaltungsgebäude der Welt. Auch ein Spaziergang durch die Altstadt Lipscani mit ihren engen Gassen, gemütlichen Cafés und lebhaften Bars soll sehr lohnenswert sein. sowie die wunderschönen Parks und Gärten wie den Herăstrău-Park.

Die Region Maramureș

Maramures, eine Region im Norden Rumäniens, ist wie eine Reise in die Vergangenheit die bei unserem nächsten Besuch auf jeden Fall besucht werden wird. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, mit traditionellen Holzhäusern, malerischen Dörfern und beeindruckenden Holzkirchen, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Die Gastfreundschaft der Einheimischen ist überwältigend und man wird oft eingeladen, das lokale Leben und die köstlichen hausgemachten Speisen zu genießen. Ein Highlight ist das Dorf Sapanta mit dem „Fröhlichen Friedhof“, wo bunte Grabsteine das Leben der Verstorbenen auf humorvolle Weise darstellen. Wanderungen in den Maramures-Bergen und ein Besuch der traditionellen Märkte runden das Erlebnis ab. Maramures ist ein authentisches Stück Rumänien, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Fazit

Rumänien hat uns begeistert. Wir waren verzaubert von der vielen unberührten Natur und den kleinen Dörfern, die uns wie erhofft einen Hauch von Nostalgie vermittelten. Im Kontrast dazu standen die modernen Städte. Gerne hätten wir noch mehr Zeit in diesem wunderschönen Land verbracht. Wir kommen wieder😉

Wir waren verzaubert von der vielen unberührten Natur und den kleinen Dörfern, die uns wie erhofft einen Hauch von Nostalgie vermittelten.

Weitere Reisetipps und interessante Reiseziele

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Reisehighlights Bulgarien – Ein vielseitiges Reiseziel im Südosten Europas

Reisehighlights Bulgarien – Ein vielseitiges Reiseziel im Südosten Europas

Flagge Bulgarien

Reisetipps Bulgarien – Ein vielseitiges Reiseziel im Südosten Europas

Tipps und Wissenswertes für die Reise mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten!

Insgesamt zweimal führte uns unsere Reise in das für uns bis dahin völlig unbekannte Bulgarien. Wir hatten Zeit, einige Ecken dieses vielfältigen Landes kennen zu lernen. Von den goldenen Stränden der Schwarzmeerküste bis hin zu den majestätischen Gipfeln des Balkangebirges konnten wir uns ein Bild machen. Sowohl die wunderschöne und abwechslungsreiche Natur als auch die Menschen, denen wir in dieser Zeit begegnet sind, haben einen positiven Eindruck bei uns hinterlassen.

Bulgarien hat uns jedes mal aufs neue überrascht und bietet viele wenig bekannte Sehenswürdigkeiten abseits vom Massentourismus – Hier sind unsere Reisetipps Bulgarien!

 

 

Die beste Reisezeit für Bulgarien

Die beste Reisezeit gibt es eigentlich nicht, denn es kommt immer darauf an, was man machen möchte. Wenn man zum Skifahren nach Bulgarien fahren möchte, dann natürlich im Winter und wenn man an der Schwarzmeerküste entspannen möchte, dann am besten im Sommer. Die Städte kann man unserer Meinung nach immer und bei jedem Wetter erkunden, du brauchst nur die richtige Kleidung. Allerdings wollten wir unbedingt zu den sieben Rila-Seen wandern und dafür war der Mai, in dem wir das vorhatten, eigentlich nicht der optimale Zeitpunkt, da in dieser Höhenlage noch Schnee lag. Hier wären die Monate Juni bis September eigentlich besser gewesen.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Bulgarien hat uns immer wieder überrascht

Anreise und Flug nach Bulgarien

Von Stuttgart nach Belogratschik, das im Nordwesten Bulgariens liegt sind es ungefähr 1500 km. Die schnellste Route führt hierbei über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien nach Bulgarien

Mit dem Flugzeug fliegst du in etwas mehr als zwei Stunden von Berlin  nach Sophia.

Die Anreise mit dem Fahrzeug verläuft durch Österreich, Ungarn und Rumänien und somit nur durch EU Grenzen. Streckenmäßig wäre es zwar schneller durch Serbien zu fahren, was jedoch die Ausreise und Wiedereinreiche in die EU bedeutet und sich ziehen kann.

Günstige Flüge nach Bulgarien: Die besten Flughäfen für Sparfüchse

Wenn Du Bulgarien entdecken möchtest, ohne viel Geld auszugeben, gibt es einige clevere Flugoptionen. Mehrere bulgarische Flughäfen werden von Billigfluglinien angeflogen, die Dir eine preiswerte Anreise ermöglichen.

  1. Sofia (Sofia Airport, SOF): Der größte Flughafen Bulgariens wird von vielen Billigfluggesellschaften aus Deutschland angeflogen. Sofia ist mit seiner Mischung aus historischer Architektur und modernem Flair ein idealer Ausgangspunkt.
  2. Burgas (Burgas Airport, BOJ): Für einen Strandurlaub am Schwarzen Meer bietet sich Burgas an. Der Flughafen wird vor allem in der Sommersaison von vielen Billigfliegern angeflogen. Die beliebten Badeorte Sonnenstrand und Nessebar sind von hier aus schnell zu erreichen.
  3. Varna (Varna Airport, VAR): Ebenfalls am Schwarzen Meer gelegen, ist Varna ein weiterer guter Flughafen für einen Strandurlaub. Günstige Flüge aus Deutschland machen Varna zu einem attraktiven Ziel, um Sonne und Meer zu genießen.
  4. Plovdiv (Plovdiv Airport, PDV): Dieser kleinere Flughafen ist ideal, um die kulturelle Hauptstadt Bulgariens zu besuchen. Plovdiv hat ein reiches historisches Erbe und eine lebendige Kunstszene.

Alle diese Flughäfen bieten günstige und bequeme Möglichkeiten, nach Bulgarien zu kommen. Buche rechtzeitig und halte Ausschau nach Sonderangeboten, um das Beste aus deinem Reisebudget herauszuholen. Viel Spaß bei der Erkundung Bulgariens!

Kulinarische Höhepunkte

Die bulgarische Küche gehört zur Balkanküche und ist mediterranen und orientalischen Einflüssen ausgesetzt. Vieles erinnert an die unglaublich leckeren Gerichte, die wir schon in der Türkei gegessen haben.

Vorspeisen:

Tarator ist eine kalte Gurkensuppe mit Walnüssen und Joghurt.

Schopska-Salat ist ein Gurken-Tomatensalat mit Ziegenkäse

Hauptgerichte

Beliebt sind Eintöpfe mit oder ohne Fleisch wie Gjuwetsch oder Kawarma. Im Allgemeinen wird auch viel gedünstetes Gemüse gegessen, wie zum Beispiel gefüllte Paprika, die Palneni-Tschuschki genannt werden. Uns hat es sehr gut geschmeckt und wir können dir nur empfehlen, bei deinem Besuch in Bulgarien auf jeden Fall mal essen zu gehen.

Nachspeisen

Die Nachspeisen sind meist herzhaft, wie zum Beispiel das gefüllte Blätterteiggebäck Baniza, das mit Ziegenkäse gefüllt ist.

Oder die ungefüllten Krapfen Mekiza, die mit Puderzucker oder Schafskäse bestreut werden.

Reisetipps Bulgarien mit Kindern

Bulgarien lockt mit endlosen Sandstränden, die perfekt zum Sandburgenbauen und Planschen im seichten Wasser sind. Bulgarien ist reich an historischen Städten und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die auch für Kinder spannend sind. Museumsbesuche oder UNESCO Weltkulturerbestätten, sind für größere Kinder spannen und tragen ganz nebenbei zur Bildung bei. Denn die Kinder können die Geschichte dabei hautnah erleben und sich wie kleine Abenteurer fühlen. Für Familien, die gerne aktiv sind, bieten die bulgarischen Nationalparks und Bergregionen eine Vielzahl von Möglichkeiten. Auch hier gibt es oft familienfreundliche Routen und gut markierte Wanderwege.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Es gibt viel zu entdecken für groß und klein

Unsere Reise Highlights Bulgarien

  1. Das Rila Kloster
  2. Das Rila Gebirge
  3. Belogratschik
  4. Die Schwarzmeerküste

 

Das Kloster Rila – spiritueller Zufluchtsort

Auf dem Weg von Griechenland nach Rumänien haben wir zum ersten Mal Bulgarien durchquert. Unser erstes Ziel war das Kloster Rila. Das Kloster wurde im ersten Drittel des 10. Jahrhunderts von dem Eremiten Ivan Rilski gegründet und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bei unserem Besuch im Mai war nicht viel los, so dass wir uns in Ruhe umsehen konnten.

Das Rila-Kloster beeindruckt durch seine prachtvolle Architektur. Der zentrale Innenhof wird von bunten Arkaden, kunstvoll gemalten Fresken und Holzbalkonen eingerahmt. Besonders schön ist die Hauptkirche „Geburt der Jungfrau Maria“, deren Innenraum mit herrlichen Fresken und Ikonen geschmückt ist. Die Farben und Details der Gemälde erzählen Geschichten aus der Bibel und der bulgarischen Geschichte und sind Ausdruck der tiefen Spiritualität, die diesen Ort durchdringt.

Zum Klosterkomplex gehört auch der Hrelja-Turm, ein steinerner Wehrturm aus dem 14. Jahrhundert, der das älteste erhaltene Gebäude des Klosters ist. Ein weiterer Höhepunkt ist das Klostermuseum, das zahlreiche Schätze aus der langen Geschichte des Klosters beherbergt. Besonders beeindruckend ist das Kreuz von Rafail, ein kunstvoll geschnitztes Holzkreuz, das in feiner Detailarbeit biblische Szenen darstellt. Es wurde vom Mönch Rafail in zwölfjähriger Arbeit geschaffen und ist ein Meisterwerk der Holzschnitzkunst.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Das wunderschöne Kloster Rila

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Blick vom Parkplatz auf das Kloster Rila

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Prachtvolle Wandbilder laden zum verweilen ein

Das Rila-Gebirge – Ein Paradies für Wanderer

Unsere nächste Station war das Rila-Gebirge, wo wir einige Tage in der Natur verbrachten. Für Abenteuerlustige bietet das Rila-Gebirge zahlreiche Wanderwege, darunter auch die berühmte Sieben-Rila-Seen-Tour. Diese Wanderung wollten wir auch machen. Sie führt zu einer Reihe von Gletscherseen, die in eine spektakuläre Bergkulisse eingebettet sind. Man kann mit dem Lift zur Bergstation fahren und von dort aus die Wanderung beginnen. Die klare Luft und die atemberaubende Aussicht machten diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Leider waren wir etwas zu früh im Jahr hier, nämlich im Mai, so dass noch viel Schnee lag, was die Wanderung sehr anstrengend und beschwerlich machte. Das Rila-Gebirge, das höchste Gebirge der Balkanhalbinsel, liegt nur etwa 70 Kilometer südlich von Sofia und ist ein absolutes Muss für alle Natur- und Wanderfreunde. Atemberaubende Landschaften, dichte Wälder und glasklare Bergseen bieten unzählige Möglichkeiten für Outdoor-Abenteuer.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Das Rila Gebirge in Bulgarien besticht durch tolle Gipfel und viel Natur

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Bulgarien Rila Gebirge - Im Mai lag noch Schnee

Wandern zu den Sieben Rila-Seen

Einer der Höhepunkte unserer Reise war die Wanderung zu den sieben Rilaseen, eine der bekanntesten und schönsten Wanderrouten Bulgariens. Die Gletscherseen liegen auf einer Höhe von 2.100 bis 2.500 Metern und sind durch malerische Pfade miteinander verbunden. Jeder See hat einen eigenen Namen, der seine Form oder Eigenschaften beschreibt, wie z.B. Tränensee, Augensee oder Nierensee. Die Wanderung beginnt in der Nähe der Pionerska Hütte und führt zunächst mit einem Sessellift zur Rilski Ezera Hütte. Dort beginnt der eigentliche Wanderweg.

Weiter in Richtung Norden erreichten wir das hübsche Städtchen Belogratschik, das inmitten einer atemberaubenden Natur liegt und auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Ein Wanderparadies

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Belogratschik und Umgebung

Die Belogratschik-Felsen – Naturwunder in Bulgarien

Die Belogratschik-Felsen sind wohl das bekannteste Wahrzeichen der Region und ein wahres Naturwunder. Diese ungewöhnlichen Felsformationen erstrecken sich über mehrere Kilometer und ragen bis zu 200 Meter in die Höhe. Die Felsen bestehen aus Sandstein und Konglomerat und haben durch Erosion im Laufe der Jahrmillionen bizarre und beeindruckende Formen angenommen.

Wanderung durch die Felslandschaft

Unsere Erkundung der Belogratschik-Felsen begann mit einer Wanderung durch die beeindruckende Landschaft. Der Wanderweg führte uns durch enge Schluchten, über steile Felsvorsprünge und bot immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Natur. Jeder Felsen scheint seine eigene Geschichte zu erzählen, und viele von ihnen tragen Namen wie „Madonna“, „Mönch“ oder „Reiter“, die ihre Formen widerspiegeln.

Ein besonderes Highlight war der Sonnenuntergang über den Felsen. Das Spiel der Farben, wenn die untergehende Sonne die Felsen in warmes Rot und Orange taucht, war ein unvergessliches Erlebnis. Wir empfehlen, einen gemütlichen Platz zu finden und einfach die Schönheit der Natur zu genießen.

Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

Eine Wanderung durch die Felsen von Belogratschik

Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

Felsen von Belogratschik

Die Festung Belogratschik – Geschichte in Stein gemeißelt

Die Festung Belogratschik, auch bekannt als Kaleto, ist ein beeindruckendes historisches Bauwerk, das teilweise in die Felsen integriert ist. Ursprünglich von den Römern erbaut, wurde die Festung im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und verstärkt, zuletzt von den Osmanen im 19. Jahrhundert.

Erkundung der Festung

Ein Besuch der Festung beginnt am Haupttor, das von massiven Steinmauern flankiert wird. Beim Betreten der Anlage fühlten wir uns sofort in eine andere Zeit zurückversetzt. Die verschiedenen Ebenen der Festung sind durch steile Treppen und schmale Pfade verbunden, die uns zu den verschiedenen Verteidigungsanlagen und Aussichtspunkten führten.

Die Aussicht von den höchsten Punkten der Festung ist schlichtweg spektakulär. Wir konnten weit über die umliegenden Wälder und Hügel bis hin zu den fernen Gipfeln des Balkangebirges blicken. Die Kombination aus Geschichte und Natur macht diesen Ort so einzigartig.

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Die Festung von Belogratschik aus der Luft

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Die Festung von Belogratschik ist sehr Beeindruckend

Das Festungsmuseum

Im Inneren der Festung gibt es ein kleines Museum, das die Geschichte der Anlage und der Region beleuchtet. Wir haben hier viele interessante Informationen über die verschiedenen Epochen der Festung und ihre strategische Bedeutung in der Geschichte Bulgariens erfahren. Besonders beeindruckend fanden wir die Ausstellungsstücke aus der Römerzeit und die detaillierten Modelle der Festung.

Die Stadt Belogratschik – Charme und Gastfreundschaft

Nach der Erkundung der Felsen und der Festung verbrachten wir auch einige Zeit in der Stadt Belogratschik. Die Stadt ist klein, aber voller Charme. Die engen Gassen, die traditionellen Häuser und die freundlichen Menschen haben uns sofort in ihren Bann gezogen. So ließen wir den Tag mit einem leckeren Eis ausklingen und deckten uns in einem der kleinen Lebensmittelläden mit dem Nötigsten ein.

Blick auf die Altstadt von Al-Ula

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Weitere Reisetipps und interessante Reiseziele

Die Schwarzmeerküste – Sonne, Strand und Geschichte

Kein Bulgarien-Reisebericht wäre vollständig ohne einen Besuch der Schwarzmeerküste. Unsere zweite Route durch Bulgarien, diesmal Richtung Türkei, führte uns in die Nähe von Burgas. Genauer gesagt in 10 Kilometer entfernten Stadtviertel von Burgas namens Kraimorie. Hier haben wir direkt am Strand geparkt und hatten diesen wunderschönen Strandabschnitt Anfang Oktober ganz für uns alleine. Die Temperaturen und das Meer waren immer noch angenehm warm, so dass wir baden konnten.

Ein Sprung in den Pool des Wadi Quari erfrischt

In der Nachsaison hatten wir den Strand für uns

Ein Sprung in den Pool des Wadi Quari erfrischt

Die Bulgarische Schwarzmeerküste bietet zahlreiche traumhafte Strände

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An diesem Strand südlich von Burgas verbrachten wir einige schöne Tage

Weitere Highlights und Reisetipps Bulgarien

Bulgarien hat so viele Highlights, die wir leider nicht alle erkunden konnten. Folgende Sehenswürdigkeiten möchten wir aber unbedingt bei einem weiteren Aufenthalt besuchen:

Sofia

Die Hauptstadt Bulgariens bietet eine Vielzahl an historischen und kulturellen Attraktionen, darunter die Alexander-Newski-Kathedrale, das Nationaltheater Iwan Wasow und das Nationale Archäologische Museum.

Plowdiw

Eine der ältesten Städte Europas, bekannt für ihr antikes römisches Theater, die Altstadt mit ihren restaurierten Häusern aus der Wiedergeburtszeit und das Ethnographische Museum.

Nessebar

Eine antike Stadt an der Schwarzmeerküste mit dem berühmzen Sonnenstrand, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Altstadt ist bekannt für ihre gut erhaltenen mittelalterlichen Kirchen und Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Nessebar soll ein Labyrinth aus engen Gassen und alten Häusern sein, die Geschichte und Charme ausstrahlen.

Varna

Diese Hafenstadt an der Schwarzmeerküste ist berühmt für ihre Strände und lebhafte Promenade, die zum Flanieren einlädt. Besonders der Meeresgarten, ein großer Park direkt am Meer mit vielen Freizeitmöglichkeiten und wunderschönen Aussichten soll einen Besuch Wert sein. Des Weiteren hat Varna ein Archäologisches Museum mit dem ältesten bekannten Goldschatz der Welt zu bieten. Sowie den in der Nähe gelegenen Steinwald. Unweit von Varne liegt etwas nördlich der berühmte Goldstrand.

Veliko Tarnovo

Die ehemalige Hauptstadt des Zweiten Bulgarischen Reiches, bekannt für die Festung Zarewez und die malerische Altstadt.

Pirin-Nationalpark

Ein weiteres UNESCO-Weltnaturerbe, das großartige Wanderungen, beeindruckende Gipfel und eine vielfältige Tierwelt bietet.

Bojana-Kirche

Diese mittelalterliche Kirche am Stadtrand von Sofia ist berühmt für ihre gut erhaltenen Fresken aus dem 13. Jahrhundert und gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Koprivshtitsa

Eine kleine Stadt, die für ihre gut erhaltenen Gebäude aus der Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt bekannt ist und ein wichtiges Zentrum des bulgarischen kulturellen und historischen Erbes darstellt.

Fazit

Bulgarien hat uns mit seiner Vielfalt, seiner reichen Geschichte und der Schönheit seiner Natur begeistert. Egal ob man in den Bergen wandern oder an den Stränden entspannen möchte – Bulgarien bietet für jeden etwas. Wir werden auf alle Fälle wieder kommen und uns noch mehr von diesem faszinierenden Land anschauen.

Bulgarien hat uns mit seiner Vielfalt, seiner reichen Geschichte und der Schönheit seiner Natur begeistert.

Habt ihr auch schon Bulgarien bereist? Ihr habt noch weitere Tipps? Teilt eure Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!

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Karin und Jérôme : Von der Collage auf die Straße – Über Spontanität und Improvisationstalent

Karin und Jérôme : Von der Collage auf die Straße – Über Spontanität und Improvisationstalent

Karin und Jérôme : Von der Collage auf die Straße

Über Spontanität und Improvisationstalent

Am liebsten sind Karin, Jérôme und ihr Sohn Janosch mit ihrem Oldtimer-Camper VW LT-31 «Sven Hedin» unterwegs. Sie kommen aus der Schweiz und reisen open end. Wir hatten das Glück, die drei im Baltikum persönlich kennen zu lernen und eine tolle Zeit mit ihnen zu verbringen. Daraus ist eine wunderbare Freundschaft mit drei lebensfrohen Menschen entstanden, die uns mit ihrer positiven Art in ihren Bann gezogen haben. Wir freuen uns sehr, sie bei Vanegades dabei zu haben.

Die drei mit ihrem Camper einem VW LT-31 «Sven Hedin»

Seid ihr dauerhaft unterwegs?

Jérôme: Ja, wir haben keine Wohnung mehr, daher sind wir dauerhaft unterwegs. Im Winter sind wir jeweils für zwei bis drei Monate fest an einem Ort. Aber im Sommer sind wir mit unserem Camper auf Achse.

Seit wann seid Ihr unterwegs?

Karin: Seit Juli 2022

Wie lange war eure längste Reise am Stück?

Karin: Unsere längste Zeit am Stück war letzten Sommer von Mai bis September, das waren fünfeinhalb Monate, die wir im Baltikum und in Skandinavien verbracht haben.

Wie lange wollt ihr noch unterwegs sein?

„Es muss einfach für uns drei passen“

Karin: Am liebsten noch sehr lange.

Jérôme: Ein Ende ist nicht geplant. Mindestens dieses Jahr, also 2024, wollen wir noch unterwegs sein. Und wenn unser Sohn Janosch nächstes Jahr auch noch will, dann werden wir voraussichtlich auch da noch dem Nomadentun fröhnen. Es muss einfach für uns drei passen.

Karin und Jérôme genießen die gemeinsame Zeit mit ihrem Sohn Janosch

Wie seid ihr zum Reisen gekommen und warum reist ihr?

Karin: Ich war krank und hatte Zeit um eine Collage zu machen. Ich mag solche kreativen Arbeiten. Ich habe Bilder aus Zeitschriften ausgeschnitten und ein großes Bild gestaltet. Am Ende war in der Mitte der Umriss eines Wohnmobils zu sehen. So hatte ich das nicht geplant. Ich bin damit zu Jérôme gegangen und habe gesagt, schau mal, wir werden verreisen.

„Am Ende war in der Mitte der Umriss eines Wohnmobils“

Jérôme: Ich hatte mich damals gerade selbstständig gemacht, da kam Reisen für mich nicht in Frage. Aber die Idee vom Unterwegssein schlummerte in mir weiter und so habe ich nach zwei Monaten zu Karin gesagt: „Lass uns loslassen und losziehen.“

Karin: Ich habe mich riesig gefreut, aber wir hatten nur noch zwei Monate Zeit, um unsere große Wohnung zu räumen und zu putzen, einen Camper zu organisieren, alles für diese Reise vorzubereiten und vieles mehr. Ich wusste nicht, wie wir das schaffen sollten, doch es hat alles gut geklappt.

„Lass uns loslassen und losziehen.“

Wie hat euer Sohn Janosch darauf reagiert?

Jérôme: Er ging damals in den Kindergarten und fand die Idee, eine Reise zu machen, toll. Er ist ein großer Autofan und freute sich auf die Straßen und darauf, dass wir ein neues Fahrzeug kaufen wollten.

Was habt ihr mit eurem ganzen Hausstand gemacht?

Karin: Wir haben das meiste eingelagert in einem Kellerraum. Mittlerweile wären es eigentlich nur zwei Kisten mit Dingen, die uns wirklich wichtig sind. Alles andere könnte weg.

Aber ihr seid ja nicht nur mit dem Camper unterwegs, ihr macht ja auch Housesitting oder?

Jérôme: Unser Reisemobil ist nicht besonders Wintertauglich. Deshalb suchen wir uns für den Winter jeweils eine fixe Bleibe.

Karin: Wir sind im Winter gerne in der Schweiz.  Dort leben meine drei erwachsenen Töchter, mit denen wir dann Zeit verbringen können. Letzten Herbst 2023 haben wir uns zusätzlich einen Volvo XC90 gekauft, damit wir im November und Dezember das Winterwunderland von Norwegen bereisen konnten.

Winterwunderland in Norwegen

Wie finanzierst ihr eure Reise, arbeitet ihr von unterwegs aus?

Karin: Ich betreibe die Website frechundfroh.ch mit einen Reiseblog. Hier verkaufe ich aktuell handgestrickte, norwegische Wollpullover. Zudem baue ich gerade mein eigenes Coachingunternehmen auf.

Jérôme: Ich arbeite auch unterwegs weiterhin als selbständiger Webentwickler in meinen Geschäft schwarzpunkt.ch. Meine Kunden sind mir treu geblieben, auch wenn ich nicht mehr vor Ort bin. Als digitaler Nomade setze ich mich mit meinem Laptop auf den Beifahrersitz, oder an einen Picknick-Tisch, arbeite offline oder verbinde mich mit dem Internet mittels mobilem Router.

„Als digitaler Nomade setze ich mich mit meinem Laptop auf den Beifahrersitz“

Karin: Jérôme nutzt oft die Zeit zum Arbeiten während ich am Steuer sitze und Janosch Autos bewundert, die uns entgegenkommen.

Jérôme: Genau, so kann ich die Fahrzeit gut nutzen, um den Diesel, den wir verfahren, gleich wieder zu verdienen.

Jérôme in seinem Büro auf dem Beifahrersitz. Könnte es einen schöneren Arbeitsplatz geben?

Wer auch einen super Notebookhalter fürs Büro im Wohnmobil braucht:

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Ist es nicht auch manchmal schwierig sich auf ständig neue Plätze einzulassen, den Internetempfang sicherzustellen usw.?

Jérôme: Es geht, es wird immer einfacher je länger wir unterwegs sind. Es dauert immer ein bisschen, bis man sich eingerichtet hat, doch dafür hat man die schönsten Arbeitsplätze. Mal sitze ich irgendwo in Schweden in einem Fichtenwald, dann wieder am Meer mit einer besonders tollen Aussicht. Das ist schöner als jeder Schreibtisch zu Hause.

„Das ist schöner als jeder Schreibtisch zu Hause.“

Wie managet ihr das Familienleben von unterwegs, trefft ihr euch regelmäßig mit anderen Familien und wie ist es mit der Schule?

Jérôme: Wir reisen sehr spontan und haben keine konkrete Planung, was wir sehen wollen oder wohin wir genau fahren. Das gibt uns eine gewisse Freiheit, von Tag zu Tag zu entscheiden und auf die Befindlichkeiten aller Rücksicht zu nehmen. Die Begegnungen mit anderen Kindern sind meistens spontan, wenn wir auf einen Campingplatz gehen oder zufällig andere Familien treffen.

Karin: Wir würden auch länger an einem Ort bleiben, wenn Janosch sagt, hier gefällt es mir.

Jérôme: Schulisch sind wir Freilerner, wir haben keinen festen Lehrplan. Janosch ist acht Jahre alt und wäre theoretisch in der 2. Klasse. Wir haben Lernmaterial dabei. Wenn Janosch lernen will, kann er Mathe machen oder schreiben, er findet es auch spannend, Englisch oder Schwedisch zu lernen, dafür haben wir auch Lernhefte. Was wir nicht machen ist zu sagen, eine Stunde am Tag machst du Mathe oder liest du, das haben wir noch nie gemacht. Es geht darum, was ihn interessiert. Janosch lernt eigentlich alles über seine Leidenschaft für Autos. Über die Zahlen und Buchstaben auf den Nummernschildern und über die Automarken hat er lesen und schreiben gelernt. Inzwischen liest er selbst Bücher. Er ist da hineingewachsen, ohne dass wir ihm Lernmaterial aufgedrängt haben. Die kindliche Neugier treibt ihn zum Lernen.

Camper Sven vor atemberaubender Landschaft

Welche Länder habt ihr bereits bereist?

Jérôme: Deutschland, Polen, Tschechien, Litauen, Lettland Estland, Finnland Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Italien.

Wo möchtet Ihr unbedingt noch hinreisen?

Karin: Wieder nach Skandinavien und ins Baltikum. Die Weite von Schweden und Norwegen sind einfach wunderbar und das Baltikum hat etwas Magisches.

Jérôme: Ich würde auch gerne nach Sardinien und an die norwegische Atlantikküste fahren. Die großen Fjorde in Südnorwegen faszinieren mich sehr.

Was war euer schönstes Erlebnis unterwegs?

Jérôme: Eine Hundeschlittenfahrt in Schweden.

Karin: Bei mir war es nach der Schlittenfahrt das Kuscheln mit den Hunden, das war so schön.

Wo hat es euch am besten gefallen und warum?

Karin: Saaremaa, die estnische Insel, hat mir am besten gefallen, weil das Klima durch die Ostsee sehr mild ist, vieles wächst. Überall hat es Gärten und Kunsthandwerk.

Jérôme: Bornholm, die dänische Insel hat mir sehr gut gefallen und auch die Wildnis in Norwegen, das norwegische Inland.

Habt ihr es schon mal bereut aufgebrochen zu sein?

Jérôme: Nein, nicht eine Sekunde. Vor der Reise dachten wir, es wäre schwer zu gehen, aber eigentlich ist es viel schwerer zurückzukommen.

„Vor der Reise dachten wir, es wäre schwer zu gehen, aber eigentlich ist es viel schwerer zurückzukommen.“

Karin: Ja, der Gedanke, dauerhaft irgendwo zu leben, ist im Moment noch nicht möglich.

Jérôme: Wenn man zu zweit ist, ist die Entscheidung weiterzureisen einfach. Aber wenn man Kinder hat, deren Bedürfnisse sich immer wieder ändern, muss man auch öfter überprüfen, ob der Lebensstil, den man führt, noch für alle passt.

Was war euer schlimmstes Erlebnis auf Reise und habt ihr ans Aufgeben gedacht?

Karin: Es gibt immer Höhen und Tiefen. Ansonsten fällt mir nur diese eine Mückennacht in Finnland ein, die wirklich anstrengend war. Das war das erste Mal, dass wir in Skandinavien richtig Stress mit Mücken hatten. Der Camper war gefühlt voller Mücken und wir haben kein Auge zugetan.

Jérôme: Eine nervenaufreibende Sache war, als wir die Fähre von Schweden nach Deutschland gebucht hatten und in kurzer Zeit 500 Kilometer fahren mussten. Als dann noch der Motor überhizte, war das schon etwas abenteuerlich mit dem alten VW-Bus. Doch wir haben es in letzter Sekunde ans Pier geschafft und mit einem „You know, yo’re late!“ wurden wir auf die Fähre gewunken…

Könnt ihr euch vorstellen irgendwo dauerhaft sesshaft zu werden?

Karin: Ja im Baltikum, da würde ich sofort Land kaufen, die Vegetation ist einfach noch intakt, die Kultur ist großartig und die Ostsee nah.

Jérôme: Ich kann mir Norwegen und das Baltikum vorstellen. Wobei ich mich in Norwegen noch freier fühle als zum Beispiel in Lettland.

Welcher Gegenstand darf auf eurer Reise auf keinen Fall fehlen?

Karin: Meine Wollmütze

Jérôme: Meine Backup-Festplatte trage ich meistens mit mir. Würde mal der Computer abhanden kommen, könnte ich damit meinen Arbeitsplatz innerhalb einiger Stunden wieder herstellen. Das ist sozusagen die Lebensversicherung für’s Geschäft.

Aber eigentlich habe ich viel lieber die Axt in der Hand als die Festplatte in der Tasche. Also Axt und Schnitzmesser. Und vielleicht noch die Angelrute. Damit ist das Freiheitsgefühlt perfekt!

Ein Stück Land im Baltikum oder in Norwegen, das wäre schon etwas.

Welchen Tipp oder Ratschlag habt ihr für unsere Leser?

Jérôme: Wenn ihr euch überlegt, welches Fahrzeug ihr kaufen wollt, dann nehmt doch ein altes, das ist viel gemütlicher als die klassische neue Weißware, vor allem mit Familie. Wenn das Fahrzeug gemütlich ist, hält man es auch mit Kindern an Regentagen im Wohnmobil aus.

Karin: Dann ist man zwar langsamer unterwegs, aber man bekommt mehr von dem mit, was draußen passiert. Das Wichtigste ist, eine Entscheidung zu treffen. Dann kommt alles, wie es kommen muss. Aber man muss eine Entscheidung treffen!

 

Danke euch zwei für das nette Interview!

Besucht das Instagram Profil der zwei unter @frechundfroh und deren Website: frechundfroh.ch

 

Jetzt bist du gefragt

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Schreibt uns gerne in die Kommentare oder kontaktiert uns unter: kontakt@vanegade.de

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Deshalb braucht jeder Camper einen Offroad Kompressor an Bord!

Wer mit Wohnmobil oder Camper unterwegs ist, kommt früher oder später in die Situation, dass es nicht mehr weitergeht. Untergründe wie Schotter, Schlamm, nasse Wiesen und Sand können dazu führen, dass die Räder durchdrehen oder sich sogar festsetzen. Was dann? Besser, du machst dir vor der Reise Gedanken, weißt, was zu tun ist und hast die nötige Ausrüstung dabei. Selbst auf Campingplätzen habe ich schon viele Wohnmobile auf nassen Wiesen gesehen, die nicht mehr vom Fleck kamen.

Das gilt nicht nur für Wohnmobile ohne Allradantrieb, auch 4×4-Camper kommen irgendwann in die Situation, dass die Räder keine Traktion mehr haben.

Hier findest du einen ausführlichen Artikel mit allen Tips und Tricks zum Fahren im Gelände.

Die erste Regel lautet: „Luft raus lassen“

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Hier haben wir uns mal wieder festgefahren, aber mit den richtigen Tricks kommt man raus

Wenn die Räder durchdrehen heißt die erste Regel – Kein Gas mehr geben damit du dich nicht eingräbst und den Reifendruck stark reduzieren, denn das hilft in 80 Prozent der Fälle. Aber wie viel Luft sollte man ablassen? Hier sind meine Empfehlungen für ein 3,5t Wohnmobil:

  • 5 Bar – Standard und vom Hersteller empfohlen (Bzw. prüft eure Betriebsanleitung)
  • 2-3 Bar – Auf Waschbrettpisten und groben Schotterpisten. Wirkt Wunder! (Bei leichteren Fahrzeugen ca. 50-60% vom Standarddruck)
  • 1 Bar – Wenn du dich festgefahren hast. Aber mit diesem Druck nicht zu lange fahren.

Aber warum hilft der verringerte Luftdruck?

Mit dem Wissen, was der verringerten Reifendruck bewirkt, wirst auch du mit deinem 4×2 Wohnmobil viel weiter kommen als du denkst. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung! Ein verringerter Reifendruck ist wahrscheinlich die wirksamste Maßnahme, um eine Festfahren zu vermeiden. Aber wie gesagt, wenn die Räder durchdrehen, sofort vom Gas gehen, damit du dich nicht eingräbst.

Das Prinzip ist denkbar einfach, durch den reduzierten Reifendruck vergrößert sich die Auflagefläche des Reifens, dieser wird weicher und schmiegt sich an den Untergrund an – es entsteht mehr Grip/Traktion. Das Fahrzeuggewicht und damit die Radlast wird auf eine größere Fläche verteilt, die Räder sinken weniger ein. Das liegt aber nicht daran, dass die Reifen breiter geworden sind, sondern vor allem daran, dass sie länger geworden sind. Man kann sich das ungefähr wie eine Raupe an einem Bagger vorstellen. Deshalb ist es von Vorteil, wenn möglich Reifen mit großem Durchmesser zu montieren. Es empfiehlt sich auch, möglichst robuste Reifen mit verstärkten Seitenwänden zu montieren, wie sie ohnehin häufig bei Transporter- oder Campingreifen zu finden sind, da diese den Belastungen bei einem Reifendruck von unter 1 bar deutlich länger standhalten.

    Mit unserem Wohnmobil Wanda in Saudi-Arabien Al Ula

    Und wozu dann der Offroad Kompressor wenn, die Luft raus muss?

    Nachdem man sich mit reduziertem Luftdruck aus der misslichen Lage befreit hat, muss der Luftdruck natürlich wieder angepasst werden. Also auf den vollen Luftdruck für Asphalt oder auf den reduzierten Luftdruck für Schotter. Hier kommt der Offroad Kompressor ins Spiel!

    Um die Reifen wieder aufzupumpen brauchst du einen Kompressor. Am Anfang habe ich so einen Akku-Kompressor genommen, der aber nach kurzer Zeit den Geist aufgegeben hat. Ein guter Offroad Kompressor braucht vor allem Leistung und eine gute Kühlung. Man will ja nicht 2 Stunden warten, bis die Reifen wieder voll sind. Außerdem erreichen viele billige Akku-Kompressoren, die angeboten werden, kaum die hohen Drücke, die in Wohnmobilen oder Wohnwagen benötigt werden.

    Mit so einem Kompressor habe ich gute Erfahrungen gemacht* Diese werden auch von arabischen Offroad-Profis mit ihren Geländewägen eingesetzt. Ich habe meinen in Riad gekauft und war begeistert. in wenigen Minuten sind alle Reifen voll. Sobald ein Kompressor einen 12V-Stecker für den Zigarettenanzünder hat, vergiss ihn! Bei guten Kompressoren fließen locker 30-40A und das benötigt Batterieklemmen. Investiere lieber die paar Euro mehr, das zahlt sich aus, alles andere ist Spielzeug.

    Bei allen Offroad Kompressoren sollte die Bedienungsanleitung beachtet werden, häufig wird auf die maximale Betriebsdauer hingewiesen. Danach muss er abkühlen. Andernfalls nimmt das Gerät auf Dauer Schäden. Nach 20 Minuten Dauerbetrieb sollte der Kompressor wieder abkühlen.

    Tipp: Beim Betrieb immer den Motor laufen lassen, damit die Batterie nicht entladen wird!

    Da am Spiralschlauch nur ein Schraubgewinde als Ventilanschluss angebracht ist, habe ich mir noch für ein paar Euro einen sogenannten Hebelstecker* besorgt. Diese Schnellkupplungen kennt man auch von der Tankstelle usw.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass mit dme Kompressor auch Fahrradreifen, Bälle usw. aufgepumpt werden können.

    Spezial Tipps für Bastler und Verbesserungsmöglichkeiten:

    • Der einzige Nachteil an dem oben genannten Kompressor ist, dass er nicht über einen wie in Europa übliche Druckluft Schnellkupplung verfügt, sondern eine PH20 Kupplung hat.
    • Wenn ihr also auch was anderes anschließen möchtet als den mitgelieferten Spiralschlauch oder eine Schlauchverlängerung nutzen möchtet empfehle ich das ihr an eurem Zubehör eine PH20 Kupplung*.
    • Als Zubehör wäre so ein Set * natürlich eine prima Ergänzung, dann musst du aber die genannte Kupplung am Schlauch tauschen, was ja einfach ist.

    Unsere Empfehlunge (Ich verlinke vergleichbare Modelle, weil diese nicht immer lieferbar sind)

    TIPP
    VEVOR 12V Auto-Kompressor 10 Bar Luftkompressor (170L/Min) Auto Reifenfüller mit Wärmeschutz inkl. 3m Netzkabel und 6m Luftschlauch Ideal für Wohnmobile
    ★★★★★★★★★★ 5,0 (11)
    • Starke Airflow-Leistung – 10 Bar / 170L/min schnelles Aufpumpen von Offroad- & Wohnmobil-Reifen.
    • 12V-Stromversorgung – direkt über die Fahrzeugbatterie nutzbar.
    • Integrierter Überlastungsschutz – sicherer Betrieb auch bei hoher Belastung.
    **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

    Noch stärker
    VEVOR Tragbarer Luftkompressor, Reifenfüller mit automatischer Abschaltfunktion, LCD-Digitalanzeige, 202 L/min, 10,3 bar, Offroad-Luftpumpe
    ★★★★★★★★★★ 4,0 (25)
    • Hohe Förderleistung – starkes & schnelles Aufpumpen großer Reifen. 202 L/min, 10,3 bar,
    • Automatische Abschaltung – stoppt exakt bei Erreichen des Wunschdrucks.
    • 12V Direktanschluss – zuverlässige Power über die Fahrzeugbatterie.
    • Robustes Offroad-Gehäuse – langlebig, sicher & ideal für Camping
    **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

    Alternative
    DEMA 12 Volt Mobiler Kompressor mit Zubehör – Reifenfüller, Spiralschlauch & Tasche 72L/min 10 Bar
    ★★★★★★★★★★ 4,0 (65)
    • Hohe Förderleistung – 72L/min - schnelles Aufpumpen von Wohnmobil- & Van-Reifen.
    • Direktanschluss 12V – starke Performance über Batterieklemmen.
    • Integriertes Manometer – präzise Kontrolle des Reifendrucks jederzeit.
    **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

    Reifendruck messen

    Um den Reifendruck schnell und bequem zu überprüfen und beim Ablassen des Reifendrucks zu wissen, wann der Mindestdruck erreicht ist, lohnt sich ein handliches Reifendruck-Messgerät*. Um die Luft schnell abzulassen drücke ich mit einem dünnen Stift aufs Ventil. Mit so einem Ventileinsatzentferner* geht es natürlich noch schneller und bequemer.

    Unser Tipp

    Vanegade Top Tipp
    TROTEC BY10 Reifendruck-Messgerät 0,35 bis 6,9 Bar, 5 bis 100 PSI
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    • Geld sparen beim Fahren: 0,5 Bar zu wenig erhöht den Spritverbrauch um bis zu 6 %.
    • Erhöhte Sicherheit: Vermeidet Reifenverschleiß, längere Bremswege & instabile Kurven.
    • Integrierte Taschenlampe: Schnelle Ventil- & Zustandskontrolle auch in der Dunkelheit.
    • Universell einsetzbar: Für Schraderventile an Auto, Motorrad, MTB & Kinderfahrrad.
    • Digitale Präzision: Genaue LCD-Anzeige – unkompliziert & unabhängig von Tankstellen.

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