Camping mit Hund: Der Ultimative Leitfaden für ein Unvergessliches Abenteuer

Camping mit Hund: Der Ultimative Leitfaden für ein Unvergessliches Abenteuer

Camping mit Hund

Der Ultimative Leitfaden für ein Unvergessliches Abenteuer

Camping mit Hund kann ein großartiges Erlebnis sein. Wie viele Camper haben auch wir mittlerweile einen Hund. Wenn du unsere Geschichte schon länger verfolgst, weißt du sicherlich, dass unsere Fellnase auf unserer Reise als Welpe zu uns kam. Wie sich das für einen zukünftigen Reisehund gehört durfte sie dann auch gleich mit ihrer neuen Reisefamilie die restlichen fünf Monate unserer Langzeitreise im Wohnmobil verbringen.

Wie sehr Dilara unser damaliges Familiensystem durcheinander gebracht hat und welche anfänglichen Probleme und Herausforderungen wir Hunde-Neulinge damals mit einem wilden Straßenhund hatten, erzähle ich humorvoll, authentisch aber auch schonungslos ehrlich im letzten Kapitel unseres neuen Buches Vanegade Über abenteuerlustige Eltern und Reisekinder.

Inzwischen ist unsere Hündin erwachsen und wir möchten sie keinen Tag mehr missen. Das Reisen im Wohnmobil ist für sie kein Problem mehr, sie scheint den noch engeren Kontakt zu ihrer Familie richtig zu genießen. Camping mit Hund ist eigentlich ganz einfach, wenn man es richtig plant und vorbereitet. Dein vierbeiniger Freund wird die neue Umgebung, die frische Luft und die gemeinsamen Abenteuer lieben. In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um einen entspannten und sicheren Campingtrip mit deinem Hund zu planen.

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Dilara unser Reisehund hält die Umgebung stets genau im Blick

Die richtige Vorbereitung zum Campen mit Hund

Gesundheitscheck beim Tierarzt

Vor der Reise ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich. Vergewissere dich, dass dein Hund gesund und geimpft ist. Ein Heimtierausweis für deinen Liebling ist im Ausland sehr empfehlenswert bzw. sogar vorgeschrieben: Damit der Ausweis deinem Hund zugeordnet werden kann, muss deine Fellnase mit der Nummer im Ausweis gekennzeichnet, also tätowiert oder gechipt sein. Siehe dazu: Infos vom BMEL Ministerium

Zu beachten ist auch, dass man bei Reisen in Länder außerhalb der EU für die Wiedereinreise in EU-Länder teilweise einen Tollwut-Antikörperausweis benötigt. Da wir viel reisen und auch in Zukunft außerhalb der EU unterwegs sein werden, haben wir uns vorsorglich einen solchen Antikörperausweis machen lassen. Dieser kostet ca. 100 Euro und ist lebenslang gültig, solange die Tollwutimpfung immer rechtzeitig nachgeholt wird.

Denk auch an Entwurmung und Schutz gegen Zecken und Flöhe. Zecken sind bei Hunden immer ein Thema, aber auch gegen Flöhe solltest du deinen Hund schützen, vor allem wenn du dich in Ländern aufhältst, in denen es Straßenhunde gibt. Diese sind leider oft ungepflegt und haben oft Ungeziefer.

Selbstverständlich gehört auch die regelmäßige Entwurmung zu den Pflichten eines Hundebesitzers, wobei einige Länder eine verstärkte Bandwurmbehandlung vor der Einreise verlangen. Dazu gehören Irland, Malta und Finnland. Auch durch Finnland sind wir mit Dilara gereist.

Für uns das wichtigste an Bord, der auslaufsichere Wassernapf

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LumoLeaf Wassernapf für Hunde, 2L, Anti-Schwapp Fressnapf Hund Unterwegs mit Kohlefilter, Hundenapf Reise Trinknapf Wasserspender
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  • Aktivkohlefilter – filtert Haare, Staub & sorgt für frisches Wasser.
  • Auslaufsicher & spritzfrei – schwimmende Platte verhindert Verschütten.
  • Perfekt für die Fahrt – idealer Wassernapf für Auto, Wohnmobil & Reisen.
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Unser Hund Dilara liebt das gemütliche Feuer mindestens so sehr wie wir.

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Camping mit Hund – Die passende Ausrüstung

Für einen Hund zu packen braucht fast so viel Planung und Zeit wie für die Kindersachen😊 Aber es nützt ja nichts, wenn dein Hund zum Beispiel gerade im Fellwechsel ist und du unterwegs feststellst, dass du seine Bürste vergessen hast. Also nimm dir die Zeit und packe auch für deinen Vierbeiner mit Bedacht.

 

Hier ist unsere ultimative Packliste für deinen Hund, damit du nichts vergisst:

  • Hundebett * oder Hundeliege*: Für einen bequemen Schlafplatz sowohl im Wohnmobil als auch für bequemes liegen vor dem Wohnmobil.
  • Auslaufsicherer Wassernapf*: Ist der ultimative Tipp im Wohnmobil, so kann auch während der Fahrt nichts auslaufen.
  • Faltbarer Futternapf*: Ideal für unterwegs auf Wanderungen oder Radtouren oder auch als Futternapf im Wohnmobil unschlagbar.
  • Trinkflasche für unterwegs*: Es ist nicht immer ein Gewässer in der Nähe aus dem dein Hund trinken kann.
  • Futter und Wasser: Ausreichend für die gesamte Reise. Nimm genügend vom gewohnten Futter für die gesamte Reise mit. Oder gewöhne deinen Hund rechtzeitig an Futter das du auch im Ausland kaufen kannst. Denke an eine gutschließende Futteraufbewahrung*, wenn du nicht ständig dem Geruch des Hundefutters ausgesetzt sein möchtest.
  • Leckerchen: mit den Lieblingsleckerlies macht deinem vierbeiniger Freund doch alles gleich noch viel mehr Spaß.
  • Leine und Geschirr: Zum Gassi gehen in der Stadt und wenn der Hund bei uns gehen muss, mögen wir am liebsten Lederleinen. Diese fühlen sich in der Hand einfach besser an als Synthetische Materialien. Denke auch an eine lange Leine um deinen Liebling auf dem Campingplatz anzubinden am besten mit einem Edelstahlhaken bzw. Anlegespirale.* Diese kann flexibel dort in den Biden gedreht werden wo man es gerade braucht. (Das haben wir zu häufig sehr vermisst). Auch ein Ersatz ist empfehlenswert, falls etwas kaputt oder verloren geht. Auch sehr cool, haben wir aber noch nicht getestet, ist diese automatische Leine mit Erdspieß* für draußen.
  • Kotbeutel*: Um die Umwelt sauber zu halten, biologisch abbaubar.
  • Erste-Hilfe-Set*: Für kleinere Verletzungen oder Notfälle, besonders bei längeren Wanderungen sehr zu empfehlen.
  • Spielzeug*: Zur Beschäftigung und Entspannung. Unsere Dilara liebt Zerrspiele, deswegen haben wir immer Zergel aus Seilen dabei. Auch einem Ball hinterherhetzen liebt sie. In der Hundeschule haben wir den Dummy* schätzen gelernt, damit kann man wunderbar Suchspiele machen, die deinen Liebling durch die Kopfarbeit schön müde macht.
  • Schmutzfangmatte:* Ist optimal wenn dein Hund an Regentagen oder nach Spielen im Wasser nass ist. Sie saugt ein Vielfaches ihres Eigengewichts und trocknet relativ schnell wieder. Durch die Wasserdichte Unterseite bleibt das Hundebett trocken.
  • Mikrofaserhandtuch: zum abtrocknen der Pfoten oder des gesamten Hundes an Regentagen. Mikrofaserhandtücher trocknen schneller als Frottiertücher, was beim Campen sehr viel wert ist.
  • Adressband fürs Halsband*: Falls dein Schatz mal ausbüchst kann dich der Finder schnellstmöglich kontaktieren. Es gibt hierbei Anhänger fürs Halsband oder bereits personalisierte Halsbänder. Der Nachteil hierbei ist jedoch, sollte sich deine Telefonnummer ändern, lässt sich das auf dem Halsband nicht so einfach anpassen.
  • GPS Tracker*: So kannst du deinen Hund orten, wenn er seine Runde alleine dreht. Besonders sinnvoll im Ausland, wenn sich der Hund im fremden Gelände nicht auskennt.
  • Floh und Zeckenmittel*: Es gibt nichts unangenehmeres als Ungeziefer und im Wohnmobil erst recht.
  • Bürste*: Besonders beim Fellwechsel ist tägliches Bürsten angebracht. Durch den Knopf auf der Rückseite kann man das Fell schnell aus der Bürste entfernen.
  • Fahrradkorb oder Fahrradanhänger*: Ein Hundefahradanhänger ist eine super Erfindung, den so können auch längere Radtouren gemacht werden, die dein Hund nicht komplett nebenher laufen könnte. Allerdings musst du mit deinem Hund vor der ersten Tour ausführlich üben. Dein Hund sollte positives mit dem Hänger verbinden und sich während der Fahrt ruhig verhalten, besonders bei großen Hunden kann es sonst schnell gefährlich werden. Kleine Hunde können auch in einem Fahrradkorb für Hunde transportiert werden.
  • Eine Hundetransportbox * oder Auto- Geschirr für Hunde: Ein Hund muss während der Fahrt gesichert werden, entweder in einer Hunde box oder für kleinere Hunde ist auch ein Anschnallgurt * möglich.
  • Maulkorb* in manchen Situationen empfiehlt sich ein Maulkorb. Beispielsweise wenn dein Liebling zu der Sorte gehört der alles frisst was er findet, oder wenn er im Kontakt mit anderen Hunden etwas zu offensiv ist. Oder etwa beim benutzen öffentlicher Verkehrsmittel. Es empfiehlt sich den Hund an den Maulkorb zu gewöhnen, auch hier sollte er den Maulkorb mit positiven Erlebnissen verbinden.

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  • Automatisch aufrollbar – kein Verheddern & kein Stolpern mehr im Camp.
  • Sicherer Auslauf – kontrollierte Freiheit für Ihren Hund beim Camping & Outdoor
  • Extrem robust & wetterfest – langlebiges Stahlkabel für den Außeneinsatz.
  • Zuverlässige Karabinerhaken – sichere Befestigung an Pfahl oder Wohnmobil.
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Dilara ist total gerne im Fahrradanhänger mitgefahren als sie noch kleiner war. Inzwischen ist sie dafür zu groß und schwer.

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Zur Fixierung vor dem Wohnmobil empfiehlt sich eine stabile, lange Leine mit Erdspieß.

Training und Gewöhnung

Vor dem ersten Campingurlaub mit Hund solltest du dich vergewissern, dass dein Hund das Autofahren verträgt und gelassen mitmacht. Dein Hund braucht sowohl im Wohnmobil als auch zu Hause einen Rückzugsort, an dem er ungestört liegen kann. Richte ihm eine ruhige Ecke ein. Überlege dir vorher, wie du deinen Hund im Wohnmobil sichern kannst. Denn das ist nicht nur Vorschrift, sondern dient auch dem Schutz deines Vierbeiners im Falle eines Unfalls. Je nach Größe und Gewicht des Hundes kommt ein Hundegeschirr zum Anschnallen oder eine Hundetransportbox in Frage. Gewöhne deinen Hund frühzeitig an das Anschnallen oder an die Transportbox, damit dein Urlaub nicht von Anfang an zum Desaster wird, weil dein Liebling sich nicht anschnallen lassen will. Sinnvoll ist es auch, wenn dein Hund die Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ beherrscht, das erleichtert dir das Handling auf dem Campingplatz oder Stellplatz und sorgt für mehr Sicherheit für alle, wenn dein Hund dir folgt.

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    Gemeinsam die Natur und die Umgebung entdecken macht am meisten Spaß

    Die richtige Wahl des Campingplatzes

    Hundefreundliche Campingplätze

    Nicht alle Campingplätze erlauben Hunde. Erkundige dich vorher, ob Hunde erlaubt sind und welche Regeln gelten. Viele Campingplätze bieten spezielle Hundebereiche oder sogar Hundeduschen an. Für alle Beteiligten und vor allem für dich ist es am angenehmsten, wenn dein Hund gut sozialisiert ist und nicht ständig einen Anfall bekommt, sobald er einen Artgenossen sieht. Respektiere die Campingplatzordnung. In vielen Bereichen gilt Leinenpflicht. Freilaufzonen bieten deinem Hund die Möglichkeit sich auszutoben und mit Artgenossen zu spielen. Übrigens: Hast du eine Hundehaftpflichtversicherung? Diese springt ein, wenn dein Hund etwas kaputt macht, einen Unfall verursacht oder einen anderen Hund beißt.

    Achte darauf, dass der Campingplatz in einer hundefreundlichen Umgebung liegt. Wälder, Seen oder Wanderwege sind ideal für gemeinsame Abenteuer. Prüfe auch, ob es in der Nähe Tierärzte für den Notfall gibt. Im Wald und auf Wiesen lauern Zecken und andere Parasiten. Schütze deinen Hund mit geeigneten Präparaten und kontrolliere ihn regelmäßig. Achte auch auf mögliche Begegnungen mit Wildtieren und führe deinen Hund in deren Nähe immer an der Leine.

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      Klar, hier an der Ostsee in Lettland haben nicht nur wir die Umgebung genossen.

      Mit dem Hund im Wohnmobil unterwegs

      Aktivitäten und Beschäftigung mit dem Hund beim Camping

      Wandern eignet sich hervorragend für Camping mit Hund. Wähle Routen, die für deinen Hund geeignet sind und achte darauf, dass du genügend Pausen und Wasser zur Verfügung hast. Viele Hunde schwimmen gerne. Erkundige dich nach hundefreundlichen Badestellen. Nimm wassertaugliches Spielzeug wie Wasserbälle oder Frisbees mit. Radfahren ist auch mit Hund möglich, es gibt mittlerweile viele Transportmöglichkeiten wie Fahrradanhänger oder Fahrradkörbe für Hunde (siehe Ausrüstung oben).

      Nach einem aktiven Tag gibt es nichts Schöneres, als gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen. Achte darauf, dass dein Hund sicher ist und nicht in die Nähe des Feuers kommt.

      Die Übernachtung im Wohnmobil oder Zelt

      Ein Wohnmobil bietet mehr Komfort und Sicherheit für deinen Hund. Richte ihm einen festen Schlafplatz ein und sorge dafür, dass er sich nicht verletzen kann, wenn du fährst. Beim Zelten solltest du darauf achten, dass dein Hund genug Platz hat und vor Kälte und Nässe geschützt ist. Ein isolierendes Hundebett und eine warme Decke sind hier unverzichtbar.

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        Abends gemeinsam das Lagerfeuer genießen

        Notfallmaßnahmen und Erste Hilfe

        Auch beim besten Campingausflug kann mal etwas schiefgehen. Kenne die nächstgelegenen Tierärzte und habe die Telefonnummern griffbereit. Ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set sollte immer dabei sein. Lerne die Grundlagen der Ersten Hilfe für Hunde. Dazu gehören das Versorgen von Wunden, das Entfernen von Zecken und das Erkennen von Symptomen einer Überhitzung oder Vergiftung.

        Rücksichtnahme und Umweltbewusstsein

        Achte darauf, dass dein Hund die Umwelt nicht verschmutzt. Nutze biologisch abbaubare Kotbeutel und entsorge sie ordnungsgemäß. Halte auch den Campingplatz sauber und hinterlasse ihn so, wie du ihn vorgefunden hast. Nicht jeder ist ein Hundefreund. Respektiere die Privatsphäre und den Raum anderer Camper. Vermeide es, dass dein Hund ständig bellt oder andere belästigt.

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        Besondere Tipps für Camping mit älteren Hunden oder Welpen

        Ältere Hunde haben besondere Bedürfnisse. Plane kürzere Wanderungen und mehr Ruhepausen ein. Achte auf bequeme Schlafplätze und vermeide extreme Temperaturen. Welpen brauchen viel Aufmerksamkeit und Erziehung. Camping kann eine gute Gelegenheit sein, um Sozialisierung und Gehorsam zu trainieren. Halte die Ausflüge kurz und sorge für viele Pausen.

        Fazit

        Camping mit Hund ist eine tolle Sache. Wir freuen uns jeden Tag, unsere Hündin bei uns zu haben und tolle Ausflüge mit ihr zu unternehmen, besonders wenn wir mit unserem Wohnmobil unterwegs sind.

        Camping mit Hund ist ein schönes Erlebnis

        Ich erinnere mich an eine Situation, als ich in einer Zoohandlung Kauknochen für Dilara kaufte und eine Frau, die mit mir an der Kasse stand, mich fragte, was wir denn für einen Hund hätten, bei der Größe der Knochen. Ich kam mit ihr ins Gespräch und fragte, ob sie auch einen Hund hätte, sie meinte nein, mit einem Hund wäre man so eingeschränkt und könnte nicht mehr reisen. Mit Blick auf meine beiden Kinder meinte sie dann: „…aber bei Ihnen ist das ja egal, denn mit Kindern ist man schon sehr eingeschränkt.“

        Ich musste schmunzeln und dachte mir, es liegt immer an einem selbst, was man aus seiner Situation macht.

        Wenn du noch mehr Anekdoten von uns und unserer Hündin Dilara erfahren möchtest, empfehle ich dir unser Buch Vanegade über abenteuerlustige Eltern und Reisekinder. Hier nehme ich dich mit auf unsere Langzeitreise Reise durch Europa und die arabische Halbinsel.

        Jetzt bist du gefragt

        Was war dein schönstes Erlebnis mit Hund? Welche Erfahrungen hast du beim Camping gemacht? Schreibt uns doch gerne einen Kommentar!

         

        Vanegade – Über abenteuerlustige Eltern und Reisekinder

        Du möchtest noch mehr über unsere Reise erfahren? Du hast Lust auf weitere Geschichten von unterwegs? Dann schau doch in unser Buch!

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        Tommy und Luisa: Vom Großstadtdschungel ins Vanlife-Paradies

        Tommy und Luisa: Vom Großstadtdschungel ins Vanlife-Paradies

        Tommy und Luisa: Vom Großstadtdschungel ins Vanlife-Paradies

        Neuanfang als Digitale Nomaden im selbst ausgebauten Campervan

        Wir lernten Tommy und Luisa auf der Campingmesse CMT in Stuttgart kennen, wo sie auch einen Vortrag hielten. Die beiden lebenslustigen Vanlifer haben sich für ein Leben voller Flexibilität und Abenteuer entschieden. Mit ihrem selbst ausgebauten Van reisen sie autark durch Europa.

        Tommy und Luisa

        Stellt euch doch mal vor wer ihr seid und was ihr macht.

        Wir sind Tommy und Luisa. Im Herbst 2021 haben wir unser Leben in Berlin hinter uns gelassen. Bye-bye Altbauwohnung, Hello Fulltime-Vanlife! Seitdem reisen wir mit unserem zweiten, selbst ausgebauten Campervan als digitale Nomaden. Wir gehören zur Gruppe der „Slow Traveler“, weil wir die Orte, die uns gefallen, intensiv erkunden und genießen.

        Ihr wohnt seit 2021 im Van, wie ist es dazu gekommen?

        Ich war früher 6 Jahre lang Flugbegleiterin auf der Langstrecke. Irgendwann habe ich mich dann aber wieder nach etwas Bodenständigem gesehnt und bin zurück in einen Bürojob gegangen. Tommy war als Projektleiter für Großveranstaltungen ebenfalls weltweit unterwegs.

        „Keine leichte Entscheidung, schließlich mussten wir beide bei Null anfangen.“

        Durch die Pandemie gab es kaum noch Veranstaltungen, und da er in der Probezeit war, verlor er seinen Job. Uns fehlten unsere Reisen, die zuvor ein großer Bestandteil unserer Berufe waren. Zudem war ich (Luisa) auch mit meinem Bürojob unzufrieden. Der fertig ausgebaute erste Van stand schon bereit, und nach vielen Gesprächen beschlossen wir, Tommys Arbeitslosigkeit als Chance zu nutzen und unser Leben komplett umzukrempeln. Mit Anfang/Mitte 30 war das keine leichte Entscheidung. Schließlich mussten wir beide bei Null anfangen.

        Was ist das Beste an eurem Leben im Van?

        Wir schätzen es sehr, dass wir als Paar so viel Zeit zusammen verbringen dürfen und all die tollen Erlebnisse teilen zu können. Dazu noch die Flexibilität. Wir können jeden Tag neu entscheiden. Zugegeben, manchmal ist es auch eine Herausforderung: Sollen wir bleiben oder weiterfahren? Wohin? Welcher Stellplatz? …

        Außerdem mögen wir es sehr, dass wir durch das Vanlife viel mehr draußen sind und wunderschöne Orte sehen. Das macht uns aktiver.

        Beim Ausbau legten die beiden Wert auf viel Wohnlichkeit

        Ihr habt euren Van ja selber ausgebaut und sogar schon einen Preis dafür erhalten. Erzählt doch mal. Was ist besonders, auf was habt ihr Wert gelegt?

        Beim Ausbau war uns wichtig, alles möglichst praktisch zu gestalten, dabei aber auch wohnlich und gemütlich zu bleiben. Wir wollten zudem möglichst autark sein. Andere Leute bewundern vor allem unser gemütliches Design und die technischen Details, wie die elektronische Schubladenverriegelung, bei der alle Schubladen mit einem Knopfdruck verschlossen werden, oder unsere Warmluft-Standheizung, die wir so verbaut haben, dass sie gleichzeitig eine Fußbodenheizung ist. Dadurch und durch unseren innenliegenden Abwassertank sind wir für alle Jahreszeiten gewappnet und können alle Länder zu allen Jahreszeiten bereisen.

        Ein weiteres kleines eher ungewöhnliches Detail, ist unsere Hängelampe aus Glas- die natürlich während der Fahrt gesichert ist.

        Welche Länder habt ihr bereits bereist?

        Wir reisen gerne langsam und tauchen intensiv in die Orte ein. Deshalb haben wir noch nicht so viele Länder bereist. Bisher waren wir in Schweden, Norwegen, Spanien, Marokko und auf den Kanarischen Inseln (Lanzarote, Teneriffa, Fuerteventura und Gran Canaria).

        365 Tage im Jahr unterwegs - auch der Winter hat seine schöne Seiten

        Für ihren Ausbau gewannen die zwei den Van Builder Award 2023

        Wo hat es euch am besten gefallen und warum?

        Wir schwanken zwischen den Kanaren und Norwegen. Das Klima auf den Kanaren ist perfekt. Außerdem mögen wir die Landschaften und die Vielseitigkeit total. Man hat dort süße Orte, tolle Strände und wunderschöne Berge. Die wechselnde Vegetation gefällt uns sehr.

        „Wir schwanken zwischen den Kanaren und Norwegen“

        In Norwegen ist die Landschaft einfach wunderschön! Wir waren im Herbst/Winter dort und haben auch Schnee erlebt. Dann wird Norwegen zum glitzernden Winterwonderland. Außerdem sieht man dort im Winter natürlich die atemberaubenden Polarlichter.

        Was sind eure zukünftigen Reisepläne?

        Immer wenn wir etwas planen, kommen Dinge dazwischen. Jetzt gerade wurden unsere Pläne auch wieder durcheinandergebracht. Deshalb haben wir einige Ideen, wie z.B. Italien oder Norwegen. Über Weihnachten möchten wir wahrscheinlich 6 Wochen eine Fernreise mit dem Flugzeug machen.

        Für die zwei könnte es keinen schöneren Ausblick aus dem Schlafzimmer geben

        Tommy und Luisa am Nordkap

        Wie wählt ihr eure Reiseziele aus und was beeinflusst eure Entscheidungen am meisten?

        Da wir 365 Tage im Jahr reisen, treffen wir auf viele andere Reisende. Wir lassen uns von den Gesprächen inspirieren oder durch Instagram. Da wir dort selber sehr aktiv sind, bekommen wir dort täglich neue Inspiration und Eindrücke zu verschiedenen Zielen.

        Was war euer schönstes Erlebnis unterwegs?

        Oft sind es die Begegnungen mit Menschen. Wenn man unverhofft tolle und entspannte Abende zusammen verbringt. Wenn man die meiste Zeit zu zweit, als Paar unterwegs ist, freut man sich immer, über andere Vanlifer.

        Polarlichter in Norwegen, ein Gänsehautmoment

        Davon abgesehen waren es aber ganz klar, Polarlichter in Norwegen. An einem Abend waren sie unglaublich intensiv. Sie haben so gestrahlt und getanzt, dass wir total geflashed waren und Tränen in den Augen hatten. Dazu waren wir noch ganz allein an einem wirklich tollen Spot. Bucketlist-Moment.

        Wer Polarlichter finden und fotografieren möchte, sollte unbedingt den Guide von Rene Freitag lesen! rene-freitag.com

        Polarlichter Finden und Fotografieren, Schritt für Schritt zum Nordlichterlebnis, inkl. Smartphone Fotografie & Island Tipps
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        • Polarlichter, Northern Lights, Nordlichter, Aurora Borealis – gibt es da Unterschiede?
        • Wo findet man Polarlichter? Wie entstehen Polarlichter? Wann ist die beste Reisezeit?
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        Was war euer schlimmstes Erlebnis auf Reisen?

        Das war in Norwegen. Wir wechselten spät abends noch einmal den Platz, weil es so windig war, dass wir nachts nicht hätten schlafen können. Wir mussten einen kleinen Berg hochfahren. Plötzlich lag Eis auf der Straße. Tommy sagte zu mir: „Ich glaub wir kommen hier nicht hoch!“. In dem Moment ging auch schon nichts mehr. Wir standen diagonal auf der Straße. Hinter uns der Abhang. Zum Glück war nichts los auf der Straße! Wir stiegen aus und fielen fast hin, weil es so glatt war. Wir nahmen die Schneeschnocken (Schneeketten-Alternative) und versuchten sie auf den Vorderreifen zu befestigen.

        „Ein Adrenalinkick auf den wir gern verzichtet hätten.“

        Es war so windig, dass der Van sogar ein paar Zentimeter nach hinten in Richtung Abhang rutschte. Es war wirklich nur ein Mini-Stück, aber ich habe unser Zuhause schon den Abhang runter rutschen sehen. Wir schafften es, die Socken aufzuziehen und rückwärts in einen Feldweg zu fahren der zum Glück weniger Meter hinter uns war. Wir drehten um, krochen mit 3kmh den Berg runter und haben die Situation letztendlich unbeschadet überstanden. Ein Adrenalinkick auf den wir gern verzichtet hätten.

        Welche Herausforderungen habt ihr beim Reisen als Paar gemeistert?

        Natürlich ist es immer eine Herausforderung jeden Tag 24/7 zusammen zu sein. Das ist also eine tägliche Herausforderung die wir meistern.
        Außerdem haben wir es geschafft, ein eigenes gemeinsames Unternehmen zu gründen und uns damit das Reisen zu finanzieren. Das bringt wiederrum die Herausforderung mit sich, sich als Paar nicht zu verlieren und eine gesunde Mischung aus Arbeit, Freizeit und Reisen zu finden.

        Welcher Gegenstand darf auf eurer Reise auf keinen Fall fehlen?

        Schwierige Frage laughing Ich würde sagen die Kamera. Wir lieben es, die Momente einzufangen oder auch kreative Videos zu produzieren.

        Was ist das Verrückteste, dass ihr dabei habt?

        Da mussten wir erst unsere Freunde fragen, weil wir das selbst gar nicht mehr wahrnehmen. Ihre Antwort war: ein Fenstersauger! Natürlich nicht zum Fensterputzen, sondern um morgens das Kondenswasser innen an der Frontscheibe zu entfernen. Funktioniert super und unsere Freunde haben sich gleich auch einen gekauft.

        Wer künftig auch Kondenswasser den Kampf ansagen möchte laughing:

        Gegen Kondenswasser
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        Wie finanziert ihr eure Reise?

        Wir sind beide selbstständig und führen gemeinsam eine Medienagentur. Tommy erstellt Websites und Online-Shops, ich betreue Social-Media-Kanäle für andere Unternehmen und übernehme teilweise noch Kundenaufträge für vorbereitende Buchhaltung. Zudem produzieren wir nicht nur für uns, sondern auch für Unternehmen Content.

        Welchen Tipp oder Ratschlag habt ihr für unsere Leser?

        Oft hören wir von Rentnern, die wir auf Reisen kennenlernen: „Ihr macht es genau richtig! Wir wünschten, wir hätten es damals auch so gemacht.“

        Junge Leute sagen oft: „Wir würden auch gerne, aber unsere Berufe lassen sich nicht digital ausüben.“

        Unser Tipp: Wer den Traum vom Reisen hat und mehr Zeit dafür möchte als nur den Urlaub, sollte es wagen und sollte bereit sein, neue Wege einzuschlagen! Es gibt Möglichkeiten. Tommy (und teilweise auch ich) musste für unseren Traum noch einmal von vorne anfangen. Wenn man es wirklich möchte, gibt es Wege. Traut euch!

         

        Danke euch zwei für das nette Interview!

        Besucht das Instagram Profil der zwei unter @tomyundluisa und deren Website: tommyundluisa.de/

        Jetzt bist du gefragt

        Ihr kennt auch Vanegades die Teil unserer Interview Reihe werden sollten, oder seid gar selbst welche?

        Schreibt uns gerne in die Kommentare oder kontaktiert uns unter: kontakt@vanegade.de

        28 Monate Wohnmobilreise mit Kindern: unser Fazit

        28 Monate Wohnmobilreise mit Kindern: unser Fazit

        28 Monate Reisen mit Kindern im Wohnmobil: Unser Fazit

        Fast zweieinhalb Jahre waren wir zu viert mit unserem Wohnmobil Wanda auf großer Tour durch Europa und auf der arabischen Halbinsel unterwegs. Eine lange Zeit, die unzählige Eindrücke und unvergessliche Erinnerungen in uns hinterlassen hat. Diese Zeit war sehr intensiv, wir erlebten viele spontane Situationen und oft täglich wechselnde Umgebungen. In diesem Artikel möchten wir dir von den Vorteilen, aber auch den Herausforderungen erzählen, die uns auf dieser Reise mit unseren Kindern begleitet haben.

        Die Vorteile

        Familienzusammenhalt stärken

        Eine längere Reise mit Kindern (mit oder ohne Wohnmobil) bietet die einmalige Gelegenheit, als Familie viel Zeit miteinander zu verbringen. Die Entwicklung der Kinder hautnah mitzuerleben, ist ein großes Privileg. Beide Elternteile können sich intensiv um die Kinder kümmern, was die Bindung stärkt. Unsere Kinder sind durch diese Reise noch enger zusammengewachsen und es hat sich eine tiefe Geschwisterfreundschaft entwickelt Sie machten die Erfahrung, sich aufeinander verlassen zu können und im anderen einen echten Wegbegleiter zu haben.

        Bildung unterwegs

        Unterwegs gibt es viele Lernmöglichkeiten, die sich spontan durch Besuche oder Besichtigungen von z.B. Schlössern, Burgen, Museen oder historischen Stätten ergeben. Oft haben wir dann gemeinsam im Internet zu Themen, die die Kinder interessierten, recherchiert, Bücher gelesen oder Dokumentationen angeschaut. Da wir unterwegs viel Zeit hatten und nicht unter Zeitdruck standen, konnten sich die Kinder ausgiebig mit ihren Themen beschäftigen und mussten ihr Spiel nicht wegen Verpflichtungen unterbrechen.

        Reisen bildet, wusste schon Goethe. Die vielfältigen Eindrücke und Erfahrungen, die man unterwegs sammelt, bieten eine breite Grundlage für Bildung. Ob die Entstehung einer Wüste, die Geschichte eines Schlosses oder die Geographie eines Landes – die Themen sind vielfältig und spannend. Die Kinder lernen spielerisch, in ihrem eigenen Tempo und mit allen Sinnen.

        „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“
        (Johann Wolfgang von Goethe)

        Unsere Kinder waren zu Beginn und am Ende der Reise noch im Kindergartenalter, aber auch mit Schulkindern ist eine Reise möglich, wie die vielen Familien zeigen, die wir unterwegs getroffen haben. In vielen Ländern gibt es nur eine Bildungspflicht und keine Schulpflicht wie bei uns, die den Aufenthalt im Schulgebäude zwingend vorschreibt, was den Familien eine selbstbestimmte Form des Lernens ermöglicht. Die Familien setzen das Lernen unterschiedlich um, sei es durch klassisches Homeschooling, Unschooling oder Online-Schulen. Es gibt viele Möglichkeiten, Kindern Bildung außerhalb des klassischen Schulsystems zu vermitteln.

        Vater und Kinder prüfen Wohnmobil

        Während der Reise wurden die Kinder auch in alltägliche Aufgaben wie z.B. Wartungsarbeiten eingebunden.

        Kulturelle Offenheit und Toleranz

        Auf Reisen lernt man immer wieder neue Kulturen und Religionen kennen. Das hat uns allen geholfen, offener und aufgeschlossener gegenüber anderen Lebensweisen zu werden. Wir hatten die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und dadurch auch unsere eigenen Vorurteile zu überdenken. Wir sind offener und interessierter geworden und können uns schneller auf neue Situationen einstellen. Diese Erfahrung ist vor allem für Kinder ein großer Mehrwert, der ihnen helfen kann, sich in einer sich ständig verändernden, globalisierten Welt besser zurechtzufinden. Wir haben viele nette und herzliche Menschen kennen gelernt und erfahren, dass Religion, Hautfarbe und Herkunft keine Rolle spielen.

        „Offenheit ist ein Schlüssel, der viele Türen öffnen kann.“ (Ernst Ferstl)

        Flexibilität und Spontaneität

        Reisen mit den Kindern im Wohnmobil erfordert Flexibilität. Oft haben wir unsere Pläne geändert, um mehr Zeit mit anderen reisenden Familien zu verbringen. Durch diese Spontanität haben unsere Kinder viele neue Freunde gefunden. Aber auch wir Erwachsenen haben viele neue Kontakte geknüpft, aus denen sich zum Teil richtige Freundschaften entwickelt haben, mit denen wir immer noch regelmäßig in Kontakt stehen.

        Manchmal zwangen uns schlechtes Wetter oder andere unvorhersehbare Ereignisse wie Unruhen, Kriege oder nicht erteilte Visa, unsere Route zu ändern. Wir mussten offen für Veränderungen sein und das Beste aus jeder Situation machen.

        Ausländische Währung Devisen Türkische Lira

        Wir verbrachten einen großen Teil der Reise, in muslimisch geprägten Ländern was uns Toleranz und Offenheit lehrte

        Die Herausforderungen

        Neben all den positiven Effekten, die die Reise für uns hatte, gab es natürlich auch Herausforderungen und Rückschläge, die wir meistern mussten und die uns oft genug an den Rand des Verzweifelns brachten.

        Begrenzter Platz

        Unser Wohnmobil, liebevoll Wanda genannt, bietet nur wenig Platz. Das war vor allem gegen Ende der Reise mit den größer gewordenen Kindern und einem Hund eine Herausforderung. Die einzige Chance, nicht im Chaos zu versinken, war, Ordnung zu halten. Jeder Gegenstand hatte seinen festen Platz und musste nach Gebrauch wieder dorthin zurückgestellt werden. Solange wir uns daran hielten, war alles in Ordnung, aber wenn der Schlendrian Einzug hielt, wusste keiner mehr, wo er suchen sollte und das Wohnmobil war innerhalb kürzester Zeit ein einziges Wirrwarr. Wir waren sehr minimalistisch unterwegs und hatten wirklich nur das Nötigste dabei, das war unser Glück, sonst hätten wir es nicht so lange in diesem Wohnmobil ausgehalten.

        Ausländische Währung Devisen Türkische Lira

        Auf 6 Quadratmetern Wohnfläche für 4 Personen muss Ordnung sein!

        Regenwetter und beengte Verhältnisse

        Regenwetter bedeutete, dass wir viel Zeit drinnen verbringen mussten. Um Langeweile und Lagerkoller zu vermeiden, haben wir uns viele verschiedene Aktivitäten ausgedacht. Basteln, Malen, Lesen und Spielen waren nur einige der Aktivitäten, die uns halfen, die Zeit produktiv zu nutzen und gleichzeitig Spaß zu haben. Während Fabian in der Fahrerkabine arbeitete, bastelten und malten die Kinder am Tisch und ich nähte in der Küche auf der zugeklappten Herd- und Spüleabdeckung. Die größte Herausforderung waren aber immer die Regentage. Wir versuchten auch an diesen Tagen wann immer es die Regenstärke oder die Temperaturen zuließen, mit der richtigen Kleidung nach draußen zu gehen. Diese Regenkleidung für die Kinder hat sich als sehr robust erwiesen*. Kleine kompakte Gesellschaftsspiele *. dürfen da auch nicht fehlen.

        Hier ein paar Anregungen für Reisespiele

        8 Reise-Spiele Spielesammlung, ab 6 Jahren
        ★★★★★★★★★★ 4,5 (1523)
        • Klappbares, magnetisches Spielbrett - auswechselbare Spielpläne
        • Achtfacher Spaß – Mühle, Dame, Schach, Halma, Gänsespiel, Solitaire, Fünf in einer Reihe und das beliebte MENSCH ÄRGERE DICH NICH
        • Spielspass für 1 bis 4 Spieler
        **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

        Qwixx – Reisespiel – Würfelspiel
        ★★★★★★★★★★ 5,0 (7797)
        • QWIXX von Steffen Benndorf - Nominiert zum Spiel des Jahres 2013
        • Taktisches Würfelspiel , Klassisch einfach - einfach klasse!
        • Alter: ab 8 Jahren, Spieler: 2-5, Dauer: ca. 15Min
        **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

          Unterwegs war immer Zeit für viel Kreativität - Wie hier beim Basteln eines Namensschildes

          Konflikte lösen

          Auf engem Raum kommt es schneller zu Konflikten. Anders als zu Hause kann man sich im Wohnmobil nicht aus dem Weg gehen. Konflikte müssen sofort geklärt werden, was oft bedeutet, dass wir Eltern als Moderatoren eingreifen mussten.

          Diese ständige Nähe erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Geduld. Wir haben gelernt, Probleme sofort anzusprechen und zu lösen, um ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten. Unsere Kinder haben dabei auch gelernt, ihre Gefühle auszudrücken und mit Konflikten konstruktiv umzugehen.

            Irgendwo im Oman - Weglaufen ist nicht, Konflikte müssen schnell geklärt werden

            Krankheiten unterwegs

            Erkrankungen im Wohnmobil sind besonders schwierig. Der begrenzte Raum macht es schwer, sich zurückzuziehen und in Ruhe zu genesen. Ständiger Lärm und wenig Privatsphäre erschweren den Genesungsprozess.

            Wenn einer von uns krank war, war das eine besondere Herausforderung, weil es kaum Rückzugsmöglichkeiten gab. Das kranke Familienmitglied musste sich trotzdem irgendwie erholen, während der Alltag weiterging.

              Einkaufen in fremden Ländern

              Einkaufen in immer neuen Supermärkten und verschiedenen Sprachen ist eine echte Herausforderung. Oft mussten wir lange suchen und Übersetzungs-Apps nutzen, um die richtigen Produkte zu finden. Häufig gab es unsere gewohnten Produkte nicht und wir mussten improvisieren. Auch die Wasserversorgung stellte uns in jedem Land vor neue Herausforderungen.

              Exotisches Einkaufserlebnis, wie hier auf einem Basar im Oman

              Ein türkischer Feinkostladen in Mardin

              Arbeiten unterwegs – Internet und Arbeitsplätze

              Da Fabian unterwegs arbeitete, waren ein guter Internetempfang und geeignete Standorte wichtig. Wir mussten sicherstellen, dass wir immer an Orten mit gutem Internetempfang waren, damit Fabian seine Arbeit erledigen konnte. Das bedeutete auch, dass wir oft kreative Lösungen finden mussten, um sowohl den Anforderungen der Arbeit als auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Manchmal nutzten wir die Kinderbetreuung in großen (blauen) Möbelhäusern oder den kostenlosen Internetzugang in Restaurants für Online-Meetings.

              Kind schnitzt einen Bogen

              Bei der Wahl des Büros muss man flexibel sein - Wie hier in einem schwedischen Möbelhaus

              Rituale und Struktur

              Da eine gute Tagesstruktur den Alltag beim Reisen mit Kindern enorm erleichtern kann, haben wir versucht, feste Strukturen und Rituale, die sich zu Hause bewährt haben, auch unterwegs beizubehalten.

              „Das Wohnmobil war unser Zuhause auf Rädern“

              Ein Stück Heimat

              Das Wohnmobil war unser Zuhause auf Rädern. Für die Kinder war es ein sicherer und vertrauter Ort, der ihnen Geborgenheit gab. Rituale und eine klare Tagesstruktur halfen uns, den Alltag zu organisieren und den Kindern ein Gefühl von Normalität zu vermitteln, auch wenn wir ständig unterwegs waren. Wir versuchten, die Fahrzeiten kurz zu halten und möglichst zu Zeiten zu fahren, in denen die Kinder nicht den größten Bewegungsdrang hatten. Ebenso versuchten wir, eine gewisse Konstanz bei den Mahlzeiten und den Schlafenszeiten beizubehalten.

               

              Selbstbestimmter Alltag

              Die Möglichkeit, unseren Tagesablauf selbst zu bestimmen, war das größte Geschenk dieser Reise. Wir konnten uns nach unseren eigenen Bedürfnissen und denen der Kinder richten. Das gab uns die Freiheit, unsere Zeit optimal zu nutzen und aus jedem Tag das Beste zu machen. Wir hatten keine von außen vorgegebenen Termine zu erfüllen und mussten uns an keine Zeitvorgaben halten. Jeden Tag konnten wir von morgens bis abends genau das machen, worauf wir Lust hatten, und allein für diese Erfahrung hat sich die Reise für uns gelohnt.

              Auch Wäschewaschen per Hand gehört zum Reisealltag

              Spielzeug und Beschäftigung

              Das begrenzte Spielzeugangebot hat unsere Kinder auf der Reise zu mehr Kreativität und Phantasie angeregt. Sie haben gelernt, mit einfachen Mitteln zu spielen und neue Spielideen zu entwickeln. Das half ihnen, sich selbst zu beschäftigen und förderte gleichzeitig ihre Originalität. Ein gutes Schnitzmesser*  und Schnittschutzhandschuhe* sind dabei unerlässlich. Andere Kinder waren immer eine willkommene Abwechslung, aber auch ohne andere Spielkameraden wurde es den beiden selten langweilig. Oft genug hatten sie Zeit, sich ohne Ablenkung und Unterbrechung von außen einfach in ihr Spiel zu vertiefen. Das ist in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, in der jede Minute verplant ist, ein echtes Privileg.

              Must Have
              HABA Terra Kids Opinel Taschenmesser – Sicheres Schnitzmesser & Kindermesser ab 6 Jahren – Outdoormesser mit Verletzungsschutz & Filztasche
              ★★★★★★★★★★ 4,5 (347)
              • Sichere abgerundete Klinge – ideal für Kinder beim Schnitzen & Outdoorspaß.
              • Sicherheits-Drehring (Virobloc) – klinge im offenen & geschlossenen Zustand arretierbar.
              • Hochwertige Rostfreie Klinge – langlebiger Edelstahl für einfache Pflege.
              • Ergonomischer Holzgriff – liegt perfekt & sicher in kleinen Kinderhänden.
              • Ideales Geschenk für kleine Abenteurer.
              **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

              Sicherheit
              flintronic Schnittfeste Handschuhe, 1 Paar Schnittschutzhandschuhe für Kinder, Schnittschutz
              ★★★★★★★★★★ 4,0 (241)
              • Zertifizierter Schnittschutz (Level 5) – verlässlicher Schutz beim Schnitzen.
              • Atmungsaktives Material – angenehmes Tragegefühl ohne verschwitzte Hände.
              • Vielseitig einsetzbar – ideal für Schnitzen, Werken, Garten & Küche.
              **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

              Zeit sich einfach mal im hier und jetzt zu verlieren

              Jonas mit selbst geschnitztem Bogen in Norwegen

              Fazit

              Unser Fazit nach fast zweieinhalb Jahren Weltreise mit dem Wohnmobil lautet: Wir würden es jederzeit wieder tun! Es gab viele anstrengende Tage und es gab immer wieder Situationen, in denen wir uns gefragt haben, warum wir das eigentlich machen, wenn z.B. gerade beim Duschen das Wasser ausging, wir Kaffee kochen wollten und kein Gas mehr hatten oder wir uns mal wieder festgefahren haben. Trotzdem überwiegen die vielen schönen Erlebnisse und positiven Erfahrungen. Trotz der Herausforderungen möchten wir diese Reise nicht missen und träumen bereits von der nächsten großen Reise!

              Unser Fazit: „Wir würden es jederzeit wieder tun!“

              Lies hier mehr zu unserer Werbekennzeichnung */ Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Amazon-Links sind so genannte Affiliate-Links. Klickst du auf diesen Link und kaufst ein, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich verändert sich nichts, auch nicht der Preis!

              Vanegade – Über abenteuerlustige Eltern und Reisekinder

              Du möchtest noch mehr über unsere Reise erfahren? Du hast Lust auf weitere Geschichten von unterwegs? Dann schau doch in unser Buch!

              Lisa Caravanci – Nomadenleben statt Beamtentum – Frauen Power im Campervan

              Lisa Caravanci – Nomadenleben statt Beamtentum – Frauen Power im Campervan

              Lisa Caravanci – Nomadenleben statt Beamtentum

              Frauen Power im Campervan

              Lisa Rudolph, bekannt als Lisa Caravanci durch ihren Blog, ist 36 Jahre alt und von Beruf Lehrerin. Die bekennende Türkei-Liebhaberin lebt seit 2016 im Wohnmobil. Was zunächst als Flause zum Ausprobieren begann, gefiel der taffen Lisa so gut, dass sie ihr „Van – Life“ optimierte indem sie sich selbst einen Sprinter nach ihren Wünschen und Bedürfnissen ausbaute. Wie es ist, als Frau alleine unterwegs zu sein und wie sie sich in kniffligen Situationen zu helfen weiß, erfährst du im Interview.

              Lisa Caravanci mit ihrem Van "Gümüş"

              Hallo Lisa, bist du dauerhaft unterwegs?

              Kommt drauf an, was man unter unterwegs versteht. Von 2016 bis 2020 war ich mit meinem Wohnmobil in der Türkei . Im Mai 2020 habe ich mir meinen jetzigen Van gekauft, den ich selbst ausgebaut habe, seitdem lebe ich immer noch Vollzeit in meinem Wohnmobil, solange ich nicht daran weiterbaue. Momentan bin ich noch bis Ende April in Österreich, wo ich gerade „Urlaub gegen Hand“ mache.

              Seit wann bist du unterwegs?

              Im Jahr 2016 bin ich in mein erstes Wohnmobil eingezogen.

              Wie lange war deine längste Reise?

              Das war ein Jahr am Stück, als ich an der Deutschen Schule in Izmir, Türkei, unterrichtet habe. Ich hatte dort in Izmir einen festen Job, habe aber in meinem Wohnmobil gewohnt und bin an den Wochenenden immer damit herumgereist.

              Dabei hast du dann die Türkei kennen gelernt?

              Ja, es kommt immer darauf an, was man daraus macht. In der deutschen Schule ist man auch in einer Art Bubble unter lauter anderen Deutschen. Aber ich wollte einfach Kontakte zu den Einheimischen knüpfen.

              Danach bin ich immer mal wieder für drei Monate in die Türkei gefahren und habe vorher oder nachher noch Griechenland drangehängt. Aber meistens war meine Route immer Türkei – Deutschland.

              Warst du schon fertig mit dem Lehramtstudium, als du damals in Izmir gearbeitet hast?

              Ja genau, das war meine erste Stelle nach dem Studium und dem Referendariat. Ich habe nach dem Studium erst einmal eine Auszeit genommen und bin dann im zweiten Schulhalbjahr 2015/2016 an die Deutsche Schule Izmir gekommen. Geplant war nur ein halbes Jahr, aber es sind eineinhalb Jahre geworden, weil es mir in der Türkei so gut gefallen hat. Ich dachte, bevor ich in den Staatsdienst gehe, mache ich vorher noch so ein Auslandssemester. Zurück in Deutschland habe ich gemerkt, dass das Beamtentum auf Dauer nicht mein Ding ist, also nicht wegen des Staatsdienstes, sondern wegen des Schulsystems.

              Gab es dann überhaupt noch die Überlegung in Deutschland ins Schulsystem einzusteigen?

              Ich wollte schon, man macht ja nicht umsonst die fünf Jahre Studium und zwei Jahre Referendariat, also es war eigentlich schon der Plan, in den Schuldienst zu gehen. Ich habe es dann auch versucht und habe an einer Schule angefangen. Die Schule, an der ich war, hat es mir aber schon sehr leicht gemacht, wieder zu gehen. Ich habe einfach gemerkt, dass es für mich auf Dauer nicht gesund und gut ist, in diesem System zu arbeiten. Das Arbeitspensum ist enorm.

              Den Kindern geht es sicher nicht anders als dir?

              Ja, auf jeden Fall, die haben ein heftiges Arbeitspensum. Ich frage mich manchmal, was wir Erwachsenen machen würden, wenn wir nur sechs Wochen am Stück Schüler sein müssten, die Anforderungen sind wirklich heftig.

              Lisa Rudolph mit ihrem ersten Wohnmobil

              Lisa "Caravanci" in Izmir wo sie auch schon als Lehrerin arbeitete.

              Caravanci meets Vanegades auf dem Dachzelt Festival 2024

              Was unterrichtest du?

              Französisch und Erdkunde habe ich studiert. Französisch unterrichte ich jetzt online.

              Wie lange willst du noch unterwegs sein?

              Solange es mir gefällt. Wenn es mir nicht mehr gefällt, werde ich etwas ändern. Ich habe jetzt hier in Österreich, wo ich „Urlaub gegen Hand“ mache, zwei, drei Monate in der Hütte gewohnt. Das Zimmer hatte keine Stehhöhe, also bin ich froh, dass ich meinen Van mitgenommen habe und wieder darin wohnen kann. Ich fühle mich wohl im Wohnmobil und solange das so ist, werde ich auch darin wohnen bleiben.

              Ich fühle mich wohl im Wohnmobil und solange das so ist, werde ich auch darin wohnen bleiben.

               

              Wie bist du zum Reisen im Wohnmobil gekommen?

              Ich hatte keine Erfahrung mit Wohnmobilen. Während einer Prüfungsphase stieß ich im Internet auf einen Artikel über ein Paar, das in den USA in einem Wohnmobil lebte. Ich habe die Info „LEBEN im Wohnmobil“ gar nicht wahr genommen, aber irgendwie hat sich der Gedanke an ein Wohnmobil in meinem Kopf festgesetzt und ich wollte auch eins haben. Zuerst dachte ich, dass ich mich damit nur von der Prüfung ablenken wollte, aber der Gedanke an das Wohnmobil blieb. Ich wollte es ausprobieren, da die Teile zum Mieten aber schon so teuer sind, habe ich mir ein günstiges gekauft, mit dem Gedanken es wieder zu verkaufen, wenn es doch nichts für mich ist. Dann habe ich immer mehr Wohnmobilblogs gelesen und erfahren, dass es viele Leute gibt, die im Wohnmobil leben und arbeiten und nicht nur Urlaub damit machen. Das wollte ich ausprobieren und es hat mir gefallen.

              Mein erstes Wohnmobil war ein Alkoven, das zweite ein Kastenwagen von der Stange, ein Fiat Ducato und jetzt ist mein drittes Wohnmobil wieder ein Kastenwagen, ein Sprinter, den ich aber selbst ausgebaut habe.

              Mein drittes Wohnmobil wieder ein Kastenwagen, ein Sprinter, den ich aber selbst ausgebaut habe.

              Ihren jetzigen Van "Gümüş" baute Lisa Caravanci selbst aus

              Lisa nimmt jede Herausforderung an

              Was waren die Besonderheiten und Unterschiede an jedem einzelnen Fahrzeug?

              Beim Alkovenwohnmobil auf jeden Fall die Bodenfreiheit, die ich damals noch nicht zu schätzen wusste. Was ich daran hatte, stelle ich erst danach in meinem ersten Kastenwagen leidvoll fest. Das Wohnmobil hatte auch eine kleine Sitzgruppe, die man zum Bett umbauen konnte, mit drei großen Panoramafenstern ringsherum, das habe ich sehr geliebt.

              Der Kastenwagen war schmaler, damit bin ich überall hingekommen oder zumindest an andere Orte als mit dem Wohnmobil. Er war im Vergleich auch innen moderner.

              Mein jetziger Kastenwagen, der Sprinter, ist einfach mein Herzensprojekt, weil ich den selber ausgebaut habe. Da sind jetzt Sachen drin, die ich vorher nicht hatte, wie zum Beispiel einen Kühlschrank, der nur mit Strom funktioniert. Und so muss die Elektroinstallation dazu passen. Ich habe jetzt auch kein „Badezimmer“ mehr.

              Wie heißt dein Van?

              Gümüş, das heißt Silber auf Türkisch.

              Wie finanzierst du deine Reise und dein Leben von unterwegs?

              Ich arbeite mit meinem Laptop im Van und unterrichte Französisch online. Ich habe Nachhilfeschüler, aber auch Schüler, bei denen ich den ersten Unterricht gebe, zum Beispiel Kinder, die per Homeschooling unterrichtet werden. Manchmal unterrichte ich auch Erwachsene, aber hauptsächlich Kinder. Das ist meine Haupteinnahmequelle. Ein weiteres Standbein ist mein Buch „Türkei – Die Ägäische und Lykische Küste mit dem Wohnmobil entdecken“, ein Reiseführer für die Türkei, wodurch auch etwas Geld reinkommt. Im März 2021 ist es als E-Book erschienen und 2022 konnte ich die Printversion veröffentlichen. Im Jahr 2023 habe ich das Taschenbuch überarbeitet und aktualisiert.

              Ein weiteres Standbein ist mein Buch „Türkei – Die Ägäische und Lykische Küste mit dem Wohnmobil entdecken“, ein Reiseführer für die Türkei

              Hier gehts zu Lisas Türkei Reiseführer

              Must Have
              Türkei – Die Ägäische und Lykische Küste mit dem Wohnmobil entdecken: Anfahrt, Reiseziele, Stellplätze, Insidertipps aus erster Hand von Vollzeit-Vanliferin Lisa Rudolph
              ★★★★★★★★★★ 4,5 (31)
              • Vorbereitung für deine erste Türkei-Reise mit dem Wohnmobil
              • Infos zu Anreise, Transitländern & Grenzübergängen
              • Online-Karte mit allen Koordinaten aus dem Buch + 200 zusätzliche Punkte (GPX-/KML-Download)
              • QR-Codes mit laufend aktualisierten Zusatzinfos
              **Preis kann abweichen, aktuellen Preis bei Amazon prüfen

              Wie werden Schüler auf dich aufmerksam?

              Entweder über Mundpropaganda, über meine Homepage oder auch über Anzeigen.

              Welche Länder hast du bereits bereist?

              Frankreich, Österreich, Deutschland, Griechenland, Italien Schweiz, Türkei. Ich will immer schnell in die Türkei, weswegen ich den Transitländern auf dem direkten Landweg dorthin meist zu wenig Beachtung schenke. Einmal bin ich mit meinem Bruder die Mittelmeerroute in die Türkei gefahren über Kroatien, Bosnien Herzegowina, Montenegro, Albanien und Griechenland, was wunderschön ist und ich jedem, der etwas mehr Zeit mitbringt, nur empfehlen kann.

              Was fasziniert dich so sehr an der Türkei?

              Ich glaube, ich war in meinem früheren Leben eine Ayşe😉 Die Landschaft ist so schön und die Menschen sind so warmherzig und gastfreundlich. Was bei den Türken nicht passt, wird passend gemacht, das gefällt mir. Das Essen ist ein Traum und das Klima ist super. Ich habe dort auch Kitesurfen gelernt, was sich als meine absolute Leidenschaft entpuppt hat.  Das und dass ich dort meinen ersten Job hatte, sind auch Punkte, die das Land für mich besonders machen. Mittlerweile kenne ich auch einige Leute dort. Das ist auch ein Grund, warum es mich immer wieder dorthin zieht.

              Du sprichst mittlerweile ja auch ganz gut Türkisch, stimmt‘s?

              Ja, ich bin Sprachlehrerin und weiß einfach, dass es ein Türöffner ist, wenn man ein paar Worte in der Landessprache sagen kann, auch wenn es nur „Hallo“ ist. Für mich war es wichtig, dass ich mich ein bisschen unterhalten kann.

              Ein Herzensprojekt - Lisas eigener Wohnmobilreiseführer für die Türkei

              Mit Vorträgen wirbt Lisa für die Türkei als Wohnmobil-Reiseland

              Ausgebaut nach den eigenen Wünschen und Anforderungen - Foto von Helen Cainstal

              Wo möchtest du noch hinreisen? Welche Teile der Welt willst du noch sehen?

              Im Herbst 2025 möchte ich die arabische Halbinsel bereisen. Das ist mit einer Freundin geplant, die auch in einem Van lebt. Das heißt nicht, dass wir ständig zusammen fahren müssen, aber es ist schön, wenn man zum Beispiel die Grenzübergänge gemeinsam macht oder weiß, wenn man mal stecken bleibt, ist jemand in der Nähe, der einem helfen kann.

              Im Herbst 2025 möchte ich die arabische Halbinsel bereisen

              Wie wollt ihr auf die arabische Halbinsel kommen?

              Noch ist nichts geplant. Auf alle Fälle mit dem Wohnmobil. Normalerweise plane ich nicht soweit im Voraus, aber diese Gegend reizt mich sehr.

              Was war dein schönstes Erlebnis unterwegs?

              Wenn man an schönen Plätzen steht, die Tür aufmacht und zwei, drei Schritte später den Sand unter den Füßen spürt oder den Blick aufs Meer oder die Berge schweifen lässt, das sind für mich immer die schönsten Momente. Oder wenn man von Einheimischen zum Essen oder zum Lagerfeuer eingeladen wird. Es kommt auch vor, wenn ich denke „Es wäre schön, mal wieder interessante Leute kennenzulernen oder mit anderen am Lagerfeuer zu sitzen“, dann passiert es meist kurze Zeit später einfach so.

              Hast du es schon mal bereut, aufgebrochen zu sein?

              Nein, eigentlich nicht, ich freue mich immer, wenn ich losfahre. Einmal nach meiner Knieoperation habe ich sogar geweint, als ich in die Türkei gefahren bin, weil ich mich so gefreut habe, endlich wieder losfahren zu können.

              Wobei ich nach einer längeren Reiseabstinenz immer eine gewisse Zeit brauche, um mich wieder einzugewöhnen. Mir stellt sich dann immer die Frage: „Kann ich das Auto hier alleine stehen lassen?“. In Ländern, in denen ich noch nicht viel Kontakt zu Einheimischen hatte, dauert es immer ein paar Tage, bin ich mich sicher fühle.

              Was war dein schlimmstes Erlebnis auf Reise?

              Wenn etwas Dummes passiert, habe ich immer zwei Möglichkeiten: Mich darüber beschweren bzw. in Tränen ausbrechen oder Lösungsmöglichkeiten finden. Meistens entscheide ich mich für das Zweite. Einmal stand ich mit meinem Alkovenwohnmobil und meinem Bruder an der albanischen Grenze und habe beim Warten immer wieder den Motor ausgemacht. Als ich endlich an der Reihe war, sprang der Motor nicht mehr an und wir mussten das Wohnmobil am Grenzhäuschen vorbei schieben. Es waren sofort viele hilfsbereite Menschen zur Stelle. Irgendwann ist der alte Saugdiesel einfach wieder angesprungen.

              Ein anderes Mal wurde ich in der Türkei tatsächlich übers Ohr gehauen.

              Ein anderes Mal wurde ich in der Türkei tatsächlich übers Ohr gehauen. Das habe ich aber erst Jahre später erfahren. Da hat uns jemand angehalten und gesagt, wir hätten eine Panne. Der Mann hat wohl was auf den Reifen gemacht und meinte, man müsse das wechseln und hat großzügig seine Hilfe angeboten. Dieser Mann wollte dann auch noch ein bisschen Geld für seine Hilfe haben. Jahre später habe ich dann auf Facebook gesehen, dass das wohl eine bekannte Masche ist, um Leute abzuzocken. Aber es war nicht viel Geld und im Grunde kann ich darüber lachen. Wer Leute so raffiniert abzockt, ohne dass sie es direkt merken, hat sich das Geld auch irgendwie verdient. Und wenn mir auf 3000 Kilometern in die Türkei sonst nichts Schlimmes passiert, ist soetwas wirklich das kleinere Übel.

              Wer schon mal in der Türkei war, kennt die guten Märkte

              Das türkische Essen ist einfach lecker - Foto von Martin Glass

              Was ist an deiner Art zu Reisen anders oder besonders?

              Vielleicht, dass ich als Frau alleine unterwegs bin und gerne abseits der ausgetretenen Pfade. Ich schaue mir schon gerne touristische Highlights an, aber ich bin lieber in der Natur unterwegs. Städte besichtigen macht einfach mehr Spaß mit anderen zusammen, wenn man dann auch noch zusammen was essen gehen kann. Ich stehe auch fast immer frei.

              Kannst du dir dann technisch immer helfen, wenn ein Problem auftaucht?

              Für gewöhnlich frage ich immer zuerst meinen Bruder, der sich mit Autos sehr gut auskennt. Manchmal hilft er mir via Videotelefonie mit seinem Wissen und einer Ferndiagnose, aber wenn es etwas Größeres ist, muss mein Van auch mal in die Werkstatt.

              Dann bist du aber wahrscheinlich schon geschickter als die meisten Frauen, die mit Technik und Reparaturen rein gar nichts am Hut haben.

              Ja, vielleicht schon. Für mich ist es normal, Reifen selbst zu wechseln. Ich fand es als Jugendliche ganz seltsam, dass mein damaliger Freund das nicht selbst gemacht hat, verstehe es heute aber auch, wenn jemand keinen Platz für die Reifenlagerung hat und sich die Finger nicht schmutzig machen möchte. Ich helfe meinem Bruder auch oft z.B. beim Ölwechsel oder Tausch der Bremsen, bin aber auch froh, dass er überwiegend die schweren Aufgaben dabei übernimmt.

              Kannst du dir vorstellen, irgendwo wieder dauerhaft sesshaft zu werden?

              Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen. Vielleicht könnte ich irgendwo sesshaft werden und trotzdem im Van wohnen, aber das wäre mir auf Dauer wahrscheinlich auch zu langweilig.

              Welcher Gegenstand darf auf deiner Reise auf keinen Fall fehlen?

              Das ganze Wohnmobil darf nicht fehlen! Es fällt mir schwer, mich auf etwas Bestimmtes festzulegen, denn ich bin froh, immer meinen rollenden Koffer mit all meinen wichtigsten Habseligkeiten in Form des Wohnmobils dabei zu haben.

              Besonders wichtig sind mir aber meine ätherischen Öle, ohne die kann ich wirklich nicht mehr leben. Dazu gehört auch mein Diffuser, mit dem ich mir wahlweise den Wald, einen Sonnenuntergang oder andere Düfte, die mir gut tun, ins Wohnmobil holen kann.

              Welchen Tipp oder Ratschlag hast du für unsere Leser?

              Mach deine Reise nicht von anderen abhängig. Wenn du weg willst, dann geh, auch alleine. Du wirst auf jeden Fall Gleichgesinnte treffen und die Erfahrung machen, dass die Menschen überall hilfsbereit sind (ganz vielleicht sogar hilfsbereiter als man es von „Zuhause“ kennt 😉 ).

              Gibt es noch etwas, dass du uns mitteilen möchtest?

              Wenn man eine Idee hat, sollte man sie ausprobieren. Irgendwann ist das Leben vorbei und man bereut vielleicht, dass man die Idee nicht weiterverfolgt hat. Im Grunde habt ihr nichts zu verlieren und ihr könnt immer wieder zurück, in euer altes Leben, in eure alte Wohnung. Probiert aus, wozu ihr Lust habt. Es kostet Überwindung, so geht es mir auch oft genug, aber meistens wird man dafür belohnt, den Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben.

              Meistens wird man dafür belohnt, den Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben.

              Wenn ihr Lisa folgen möchtet findet ihr hier ihren ausführlichen Blog Caravanci  oder hier bei Instagram.

              Wenn ihr euch für die Türkei als Reiseland interessiert lest gerne auch unseren Artikel „Abenteuer Türkei: Mit dem Wohnmobil zu den besten Spots!“

               

              Jetzt bist du gefragt

              Ihr kennt auch Vanegades die Teil unserer Interview Reihe werden sollten, oder seid gar selbst welche?

              Schreibt uns gerne in die Kommentare oder kontaktiert uns unter: kontakt@vanegade.de

               

               

              Hier gehts zu Lisas Türkei Reiseführer

              Must Have
              Türkei – Die Ägäische und Lykische Küste mit dem Wohnmobil entdecken: Anfahrt, Reiseziele, Stellplätze, Insidertipps aus erster Hand von Vollzeit-Vanliferin Lisa Rudolph
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              • Infos zu Anreise, Transitländern & Grenzübergängen
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              Nadingo – Weißware rockt – Wenn Camping zum Festival wird

              Nadingo – Weißware rockt – Wenn Camping zum Festival wird

              Weißware rockt!

              Wenn Camping zum Festival wird

              Das sind Nadine, 42 Jahre und Ingo, 49 Jahre jung – freiheitsliebend und immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Von Metal-Festivals über Bulli-Roadtrips bis hin zu spirituellen Entdeckungen – ihre Geschichte ist so bunt wie das Leben selbst.
              Es kann kaum unterschiedlicher sein: Als gelernte Büro-Kaufleute fanden sie ihre Passion in Gesundheit, Reise und Freiheit. Sie haben sich auf Reiki, Wildkräuter und Spirit konzentriert. Das haben sie kombiniert mit ihren Hobbys Heavy Metal, Bulli, Reisen und Party.
              Sie sind aktiv und naturverbunden. Egal ob wandern, joggen, Fitness, biken oder mit anderen netten Leuten treffen. Oder eben so oft wie möglich mit ihrem Bulli THE PANZER OF LOVE oder dem neu erworbenen Wohnmobil NADINGO unterwegs zu sein – all around the world! Hier findest du ihren BlogINGO666.DE

              Ingo und Nadine in ihrem Bulli "The Panzer of Love" ©ingo666.de

              Seid ihr dauerhaft unterwegs?

              Das bisher noch nicht. Aber fangen wir mal vorne an: Wir waren beide in Vollzeit als Bürokaufleute angestellt und hatten unseren Job im Hamsterrad mit 30 Tagen Urlaub. Bereits damals hatten wir schon jeden freien Tag und auch viele Wochenenden genutzt, mit dem Bulli unterwegs zu sein.

              Bereits seit Jahren wuchs immer mehr der Wunsch in uns, aus dem System auszubrechen und einfach mal zu einer großen Reise aufzubrechen. Vielleicht eine Weltreise? Einfach mal eine Auszeit von der Arbeit für 3 Monate zu nehmen und mit dem Bulli loszufahren. Aber wie weit kommt man in 3 Monaten?

              Bevor wir aber überhaupt unsere Arbeitgeber fragen konnten, kamen seinerzeit die großen Lockdowns und Sperren weltweit dank „Corona“. Also war die Idee vorerst auf Eis gelegt.

              Seit wann seid ihr unterwegs?

              Seit 2022… frustriert von unseren Jobs und dem beginnenden Burnout von Nadine haben wir uns entschieden, den festen Boden zu verlassen und einen Neuanfang zu wagen.

              Den passenden „Impuls“ dazu haben wir genau in den Tagen auf einem großen Festival bekommen durch starke kraftvolle Songtexte von Bands wie Scorpions oder Within Temptation. Die haben uns regelrecht gepusht.

              Montags nach dem Festival haben wir dann direkt auf der Arbeit gekündigt. Erst ein sehr komisches Gefühl, dann folgend von vielen Fragen: Tun wir das Richtige? Kann man einfach so aus dem Hamsterrad aussteigen? Was sagen die Menschen um uns herum? Wie kommen wir weiter ohne Gehalt?

              Am Ende doch ganz einfach – wir haben unsere Komfortzone verlassen. Ganz nach dem Motto: „Stand your ground“ und „Rock you like a hurricane“!

              Wir sind nur Tage später einer Einladung von Freunden nach Kroatien gefolgt. Also direkt ins Auto und los – einfach 2 Wochen raus aus dem gewohnten Alltag. Einfach mal nicht mehr an die Arbeit, die Kündigung und alles herum denken. Das tat echt gut. Sommer, Meer und einfach mal abschalten.

              Kaum zurück in der Heimat juckte in uns das Fernweh. Wir schmiedeten sofort die ersten Reise-Pläne mit unserem Bulli. Wir wollten unbedingt hoch in den Norden durch Skandinavien… also ging es kurz danach zu den Lofoten.

              Wir sind in den kommenden anderthalb Jahren kreuz und quer durch Europa gereist mit unserem Bulli.

              Tatsächlich haben wir auch meinen Onkel und Tante in Kolumbien besucht. Diese weit entfernten Reisen sind wir natürlich geflogen…unter anderem ging es für uns auf die Inseln Mallorca, Madeira, Zypern und Teneriffa.

              Mit dem Bulli sind wir zu diversen Festivals gefahren… unsere Skandinavien-Reise bis hoch zu den Lofoten… oder der Griechenland-Roadtrip. WOW, was für tolle Erlebnisse, was für eine schöne Zeit!

              Egal wohin wir auch gereist sind, Natur, Landschaften und die große Freiheit begleiteten uns auf den Reisen.

              Auf unseren Reisen haben wir immer mehr den Weg in die Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität und Gesundheitliche Themen gefunden. Wir haben u.a. Reiki für uns entdeckt und erlernt. In ihrer persönlichen und spirituellen Entwicklung hat Nadine dann zusätzlich Wildkräuter-Pädagogik studiert und ihre Ausbildung zum Spirituellen Life-Coach begonnen. Mit Reiki, Wildkräuter und Spirit hat sie sich zwischenzeitlich selbstständig gemacht, um anderen Menschen in ihrem Alltag eine Unterstützung zu bieten.

              Wie lange war eure längste Reise?

              Tatsächlich „nur“ 4 Wochen. Wir fiebern regelrecht auf jede Reise und jedes Abenteuer hin und sind dann auch gerne unterwegs und raus von zu Hause. Aber wir freuen uns auch jedes Mal, wenn wir wieder in unserem „zu Hause“ ankommen… in unserer Base, dort wo wir uns heimisch fühlen… dort wo unsere Freunde, Bekannten und Verwandten wohnen.

              Wie seid ihr zum Reisen gekommen? Warum reist ihr?

              Ist unser Leben nicht eine große Reise? Wir sind immer gerne unterwegs. Animiert wurden wir schon von Klein auf, wenn es mit den Eltern in den Urlaub auf den Campingplatz ging. Im eigenen Zelt, wenn man sich wie ein Indianer fühlt in der großen weiten Welt. Dieses Gefühl von Abenteuer und Camping ist uns bis heute erhalten – minimiert und intensiv auf kleinem Raum leben.

              Mit dem Bulli am Strand ©ingo666.de

              Getreu dem Motto: " Camping - Adventures - Heavy Metal" ©ingo666.de

              Heavy Metal meets Weißware ©ingo666.de

              Was macht euch zu Van-Renegades? Was ist das besondere an euch? Was ist euer Motto?

              CAMPING – ADVENTURES – HEAVY METAL – getreu diesem Motto sind wir unterwegs „all around the world“.

              Wir unterscheiden uns von den üblichen Reise-Bloggern mit unserem alten dreckigen VW T3 Bulli, Festivals und Reisen abseits der Campingplätze.

              Bei uns sind die Stories und das Leben „echt“.

               

              Wie und mit welchem Verkehrsmittel, welchen Besonderheiten seid ihr unterwegs?

              Wir sind mit unserem Bulli THE PANZER OF LOVE und unserem Wohnmobil NADINGO unterwegs.

              Für entferntere Ziele oder z.B. Wanderurlaube auf Mallorca nutzen wir aber auch gerne mal den Flieger, weil schneller und einfacher.

              Nadine hat sich weitergebildet und bietet Reiki Anwendungen an ©ingo666.de

              Die beiden bieten inzwischen auch Wildkräuter Touren an ©ingo666.de

              Welcher Gegenstand darf auf eurer Reise auf keinen Fall fehlen? Was sind die verrücktesten Sachen die ihr dabei habt?

              Auf unseren Reisen fehlt nichts 😉 Ich (Ingo) habe uns eine ausführliche Packliste erstellt – als Sternzeichen Jungfrau bin ich sehr akribisch und da fehlt natürlich kein Gegenstand.

              Der wahrscheinlich verrückteste Gegenstand im Bulli ist unsere fast 1 Meter lange Wärmflasche… we love it.

              Und unsere selbstgemachte Wildkräuter-Apotheke gegen alle Weh-Wehchen darf ebenfalls nicht fehlen.

              Wie finanzierst ihr eure Reise? Arbeitet ihr von unterwegs? Was arbeitet ihr? Wie handhabt ihr das? Wo befindet sich euer Arbeitsplatz?

              Finanziert haben wir alle Unternehmungen von unseren Ersparnissen. Wir leben generell bescheiden und sparsam – wir benötigen nicht alle zwei Jahre ein neues kostspieliges Auto oder das große Haus, um die Nachbarn zu imponieren. Die Ersparnisse konnten wir prima einsetzen ohne schlechtes Gewissen. Denn solche Reisen bleiben im Gedächtnis und Herzen und keiner kann uns diese mehr nehmen.

              Welche Länder habt ihr bereits bereist?

              Europa und Kolumbien. So viele weitere Länder von Thailand bis Ägypten. Wir können jeden nur empfehlen, zu reisen und Erfahrungen zu sammeln.

              Wo möchtest ihr noch hinreisen? Was von der Welt wollt ihr noch sehen?

              In unseren Überlegungen sind noch der Ferne Osten… Länder wie Vietnam, Malaysia oder Indien. Aber auch sehr gerne durch die Weiten von Russland. Wir möchten aber auch gerne Europa intensiver erleben… Portugal, Italien, Griechenland oder natürlich auch Skandinavien.

              Was war euer schönstes Erlebnis unterwegs?

              Jede Reise – sei sie noch so kurz – hat ein schönes Erlebnis für uns gehabt. Daher fällt es uns schwer, dazu etwas zu sagen. Wahrscheinlich aber schon die beeindruckende Natur von Kolumbien oder Skandinavien. Speziell auf unserer Tour bis hoch zu den Lofoten wurden unsere Augen alle paar Minuten von den gigantischen Wasserfällen, den riesigen Wäldern, den tollen Aussichten regelrecht „gef…kt“  😀

              Wo hat es euch am besten gefallen und warum?

              Griechenland, Skandinavien, Kolumbien, Mallorca, so viele andere Spots… jedes Land hat seine Besonderheiten und für uns außergewöhnlichen Highlights. Wir können uns gar nicht auf ein Ziel festlegen.

              Wohnmobil Nadingo ©ingo666.de

              Habt ihr schon mal bereut aufgebrochen zu sein?

              Nein. Egal, was wir für Unwegsamkeiten oder Schwierigkeiten hatten, wir haben jeweils das Beste daraus gemacht und am Ende war es die Reise dann doch wert.

              Wie zum Beispiel unter strömenden Regen und Gewitter ein Vorzelt aufzubauen, weil der Bulli so vollgepackt war, dass wir nicht mehr einsteigen konnten. Oder wir unterwegs unsere Kleidung und Schuhe an der Lüftung trocknen mussten, da wir keine Standheizung haben.

              Aber generell halten uns irgendwelche Probleme nicht von solchen Reisen ab. Irgendwie gehören sie mit dazu und wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt, dann war es doch meistens eine coole oder lustige Situation, an die man sich gerne erinnert oder generell eine Möglichkeit, daraus zu lernen.

               

              Was war euer schlimmstes Erlebnis auf Reise? Habt ihr ans Aufgeben gedacht?

              Aufgeben eigentlich niemals. Es gibt für alles eine Lösung. Und speziell im Team finden wir diese auch.

              Ein schlimmes Erlebnis hatten wir bisher noch nicht – auch gut so. Nicht so schöne Erlebnisse sind Pannen – bisher auch nur 2 Mal. Ein Riss in der Dieselpumpe… und das 3000 km entfernt auf den Lofoten und keine Werkstatt konnte helfen. Wir konnten glücklicherweise dann aber trotzdem problemlos bis nach Hause fahren, wo die Pumpe dann endgültig den Geist aufgegeben hatte.

              Die andere Panne passierte genau 2 Kilometer nach dem Start: Die rechte Antriebswelle hatte sich gelöst. Glücklicherweise war die nächste gute Werkstatt nur 200 Meter entfernt.

              Auch nicht schön war eine 2-tägige Flugverspätung nach Mallorca wegen eines Streiks – aber solche Dinge ärgern uns nur kurz.

              Gibt es noch etwas dass ihr uns mitteilen möchtet?

              Ja klar!

              Wir möchten euch beiden, Jessicca und Fabian, in erster Linie dafür danken, dass ihr uns die Möglichkeit gebt, hier vorzustellen. Zum anderen möchten wir euch ermutigen, genau so weiter zu machen. Eure Geschichten inspirieren nicht nur uns, sondern auch viele weitere Leser und Follower. Schön, in so einer Community zu sein.

              Zudem möchten wir euch auch unsere Homepages ingo666.de und soul-flora.de empfehlen, um mehr über uns und unser Business, unsere Entwicklung und unser Leben zu erfahren.

              Werde Teil von CAMPING – ADVENTURES – HEAVY METAL oder auch REIKI – WILDKRÄUTER – SPIRIT. Lass dich einfach mal verzaubern!

               

              Welchen Tipp oder Ratschlag habt ihr für unsere Leser?

              Reise solange du jung bist. Denke nicht an das Geld, mach’s einfach!

              Erfahrungen sind viel mehr wert, als Geld je sein wird.

               

              Vielen Dank für das interessante Gespräch!

               

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