Oman mit dem Wohnmobil: Eine Camping Reise durch 1001 Nacht

Oman mit dem Wohnmobil: Eine Camping Reise durch 1001 Nacht

Oman per Camper: Dein ultimativer Guide für ein Abenteuer der Extraklasse

Tipps und Wissenswertes für die Reise mit dem eigenen Wohnmobil durch den Oman – auch ohne Allradantrieb!

Heute nehmen wir dich mit auf eine Wohnmobil Reise durch Oman, ein Land von atemberaubender Schönheit. Es lockt Besucher mit einer faszinierenden Mischung aus beeindruckenden Landschaften, kulturellem Erbe und herzlicher Gastfreundschaft. Auf der Arabischen Halbinsel gelegen, bietet Oman eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die die Geschichte, Kultur und natürliche Schönheit des Landes widerspiegeln. Man bewegt sich zwischen traumhaften Stränden am Indischen Ozean, magischen Wüsten, grünen Flusstälern, auch Wadis genannt, und vielen historischen Stätten, gekrönt von einer exotischen Flora und Fauna.

Wir bereisten den Oman mit dem Wohnmobil und erreichten auch ohne Allradantrieb alle für uns wichtigen Sehenswürdigkeiten und Strände.

 

Wir zeigen dir, wie du den Oman auf eigene Faust entdecken kannst!

Die Geschichte Omans ist seit Jahrhunderten geprägt von Handel, Eroberungen und kulturellem Austausch. Von der Zeit, als omanische Seefahrer die Weltmeere beherrschten und Weihrauch und Gewürze in die ganze Welt brachten, bis hin zur modernen Nation, die eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlägt, hat Oman eine reiche Geschichte zu erzählen.

Schon in der Antike spielte Oman eine wichtige Rolle im internationalen Handel. Omanische Seefahrer und Händler waren bekannt für ihre Navigationskünste und ihren Mut, die Weltmeere zu befahren. Sie etablierten Handelsrouten, die sie bis nach Indien, Ostafrika und Südostasien führten. Dieser Seehandel brachte Oman Wohlstand und kulturellen Reichtum, der sich in der Architektur und den historischen Stätten des Landes widerspiegelt.

Das Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Bewahrung der kulturellen Identität hat Oman zu einem einzigartigen Land gemacht.

In den letzten Jahrzehnten hat Oman unter der Führung von Sultan Qaboos bin Said einen beeindruckenden Wandel vollzogen. Der Sultan hat das Land in die Moderne geführt, sich für Bildung, Infrastruktur und soziale Entwicklung eingesetzt und gleichzeitig die omanische Kultur und Tradition bewahrt. Dieses bemerkenswerte Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Bewahrung der kulturellen Identität hat Oman zu einem einzigartigen Land gemacht.

 

Wohnmobil in der Wüste des Oman mit Kamelen

Nicht selten kommen Kamele einem ganz nah!

Sicherheitslage / Sicherheit

Die Kriminalitätsrate und auch Gewaltverbrechen sind sehr niedrig. Das Auswärtige Amt warnt vor Diebstählen an von Touristen häufig frequentierten Orten. Daher solltest du gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen wie du sie auch in Europa beachten solltest. Sieh dir hierzu unseren Artikel Sicherheit im Wohnmobil an.

    Visa, Einreise und Formalitäten

    Visum und Aufenthaltsdauer

    Deutsche, Österreicher und Schweizer müssen vor der Einreise in den Oman ein E-Visum bei der Royal Oman Police beantragen. Das Visum ist 30 Tage gültig, kann aber verlängert werden.

    Es ist möglich, bis zu 14 Tage ohne Visum in den Oman einzureisen

    Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

     

    Einreise

    Für die Einreise benötigst du einen Reisepass der noch mindestens 6 Monate Gültigkeit hat.

    Für Kinder ist ein Kinderreisepass erforderlich.

    Formalitäten mit dem Fahrzeug

    Das Fahrzeug wird registriert, ein Carne de Passage ist empfehlenswert.

    Einreise mit Haustieren

    Die Einfuhr von Haustieren ist mit Aufwand verbunden, da wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen Hund hatten, kennen wir das Prozedere nicht genau, von anderen Reisenden mit Hund wissen wir, dass es möglich ist, aber Zeit und Recherche vor der Einreise notwendig sind. Erkundige dich vorher bei der Omanischen Botschaft, welche Dokumente und Impfungen dein Tier für die Einreise in den Oman benötigt. Beachte, dass die Wiedereinreise in die EU nur mit gültiger Tollwutimpfung und Antikörpertitrierung erlaubt ist.

    Beste Reisezeit und Klima – für eine Reise mit dem Wohnmobil durch Oman

    Oman hat ein subtropisches Klima. Die klimatischen Bedingungen sind je nach Region unterschiedlich. Im Allgemeinen sind die Sommer sehr heiß und trocken und die Winter mild mit Tagestemperaturen um 25 Grad. Vor allem im Winter kann es vereinzelt zu starken Regenfällen kommen. Diese sind vor allem in den Wadis gefährlich, da der trockene Boden die großen Wassermassen nicht so schnell aufnehmen kann und es zu gefährlichen Sturzfluten kommen kann.

    Anreise

    Die Anreise aus Richtung Europa mit dem eigenen Fahrzeug erfolgt in der Regel über Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabichen Emirate (Was den Vorteil hat sich dort in einem Liquor Store einzudecken ;-).

    Praxistipps für die Reise mit dem Wohnmobil und Camper durch den Oman

    Eine Reise durch den Oman ist auch ohne Geländewagen möglich und es gibt viele Highlights, die man auch so erreichen kann. Wo du nicht hinkommst, kannst du die Gegend auf andere Weise erkunden, zum Beispiel zu Fuß. Oder du mietest dir vor Ort für einen oder mehrere Tage ein Geländefahrzeug, um zu den Orten und Wadis zu gelangen, die wirklich nur mit einem Allradfahrzeug befahrbar sind. Es ist auch möglich, eine Mitfahrgelegenheit oder ein Taxi mit Allradantrieb zu organisieren, um zu diesen Orten zu gelangen. Um mit dem Wohnmobil durch Oman zu reisen, bedarf es jedoch einer gewissen Vorbereitung:

    Lies hier zum einen unseren Ratgeber zum Offroad-Fahren und zum anderen unsere Empfehlung zur Offroad-Ausrüstung, um sich nach einer Panne selbst zu helfen.

    Stellplätze, Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten

    Im Oman gibt es keine Campingplätze, wie wir sie kennen, deshalb sollte das Wohnmobil möglichst autark sein, was die Stromversorgung angeht. Außerdem sollte man ein Toilettensystem verwenden, das ohne Chemie auskommt und in der Natur entsorgt werden kann.
    Im Oman sieht man viele Touristen, die mit einem gemieteten Geländewagen und einem Dachzelt unterwegs sind. Diese können mit unterschiedlicher Ausstattung gemietet werden. Campen ist im Oman also nicht unbekannt, auch die Omanis sind überwiegend mit Zelt und Geländewagen unterwegs.
    Übernachten kann man fast überall, schöne ruhige Plätze gibt es genug.

    Wohnmobil Wanda von Fabian Israel steht am Fins Beach im Oman am Strand

    Einer unserer Lieblingsplätze - Der Fins Beach im Nord-Osten des Landes

    Wasserversorgung mit dem Wohnmobil

    Wasser ist wie in allen arabischen Ländern ein kostbares Gut. Es gibt keine Wasserleitungen bzw. kein Leitungsnetz, sondern überall sieht man Tanklastwagen, die Wasser zu den Haushalten bringen. Außerdem befinden sich im ganzen Land Behälter, in denen der Öffentlichkeit „frisches“ Wasser zur Verfügung gestellt wird. Wir haben das Wasser aus diesen Behältern gefiltert und getrunken. Allerdings solltest du vorher prüfen, ob das Wasser in Ordnung ist, also nicht schmierig oder verfärbt ist oder einen komischen Geschmack hat. An vielen Behältern sind schon Filter un dteilweise Umkehrosmoseanlagen angebracht, auf die wir uns aber nicht verlassen wollten. Wir filtern unser Wasser immer und überall  mit diesem System*, da wir ausschließlich dieses Wasser trinken.

    Außerdem sollte man einen sogenannten Wasserdieb * im Gepäck haben, da die Wasserhähne an den Wasserbehältern oft keine Möglichkeit gaben eine Schlauchkupplung anzuschrauben.

    Lies hierzu unbedint unseren ausführlichen Artikel zum Thema Wasseraufbereitung aus Reisen.

    Unsere Empfehlung

    PureOne BAS2 BioActive-Set. 2-Stufige Filteranlage 10 Zoll. Schadstoffe, Geschmack, Keime und Sporen. Filtergehäuse mit Aktivkohle- und Keimfilter (Keramik). Für Hauswasserwerk, Zisterne 1/2 Zoll
    • ✅ 1. Filterstufe (Aktivkohle): PureOne BEX Aquapure Filterkartusche: Aktivkohlegranulat bindet Chlor, organische...
    • ✅ 2. Filterstufe (Keimfilter): PureOne Kerabakt Keramikfilter: Zur Filtration und Verminderung von Keimen (Cholera,...
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    • ✅ Verwendung: Filtration und Aufbereitung von Brauchwasser, Brunnenwasser, Hauswasser, Schmutzwasser, zum Schutz von...
    • ✅ Set inklusive Filtergehäuse, Filterpatronen, Wandmontage und Filteröffnungs-Schlüssel. Kinderleichter...

     

    Befüllung eines Tanklasters mit Trinkwasser im Oman

    Tanklaster wird mit Trinkwasser befüllt.

    Typischer Wassertank am Straßenrand

    Typischer Wassertank am Straßenrand. Leider war der Tank nach wenigen Litern leer.

    Kraftstoffversorgung

    Benzin und Diesel sind an allen Tankstellen problemlos erhältlich und das Tankstellennetz ist generell gut ausgebaut. Auch die Qualität der Tankstellen ist besser als in Saudi-Arabien.

    Wir hatten 2x 20L Reservekanister * dabei, die auch gefüllt sein sollten.

    Unsere Empfehlung

    hünersdorff Kraftstoff-Kanister STANDARD 20l für Benzin, Diesel und andere Gefahrgüter, UN-Zulassung, made in Germany, TÜV-geprüfter Produktion, schwarz
    • Sichere und vorschriftsmäßige Fertigung: Kraftstoff-Kanister STANDARD 20l erfüllt mit der UN-Zulassung für Benzin,...
    • Praktische und geschützte Handhabung: Mit unverlierbarer Kinder-Sicherheitsverschraubung
    • Passend für alle gängigen Tanköffnungen (Benzin und Diesel) und für alle Fahrzeuge mit Benzin-Fehlbetankungsschutz...
    • Lieferumfang: Kanister mit 20 Liter Fassungsvermögen, Maße T x B x H (mm): 178 x 365 x 435; Gewicht 1100g; Farbe:...

     

    Tankstelle im Oman mit tierischen Kunden am Wassereimer

    Tankstelle im Oman mit tierischen Kunden am Wassereimer

    Tankstelle im Oman mit tierischen Kunden am Wassereimer

    Tiefpumpe zur Ölförderung in der Wüste

    Essen im Oman

    Wie in allen arabischen Ländern spielt auch im Oman die Dattel eine zentrale Rolle.

    Im Vergleich zu Saudi-Arabien und den Emiraten ist die omanische Küche vielfältiger und historisch durch viele Einflüsse und Gewürze geprägt. Der Indische Ozean liefert zudem frischen Fisch.

    Ein zentrales Gericht ist der nach Safran duftende Biryani-Reis, der auf einer großen Platte serviert wird. Entweder mit Lamm, Fisch oder Huhn.

    Wer authentisch essen möchte, nimmt höflich eine private Einladung zum Essen an, die oft nicht lange auf sich warten lässt. Durch die große Gastfreundschaft und die Offenheit und Neugier gegenüber Touristen trinkt man schnell gemeinsam einen arabischen Kaffee mit Kardamon und süßen Datteln oder isst zusammen. Traditionell auf dem Boden von einem gemeinsamen Teller. Gegessen wird mit der rechten Hand.

    Das Festmahl auf den Bildern erwartete uns völlig spontan nach einer Wanderung. Wir verbrachten den ganzen Mittag mit der Familie und wurden Zeugen wir kurzer Hand im Flussbett die mobile Küche und Grills angeschmissen wurden.

    Fabian isst Burgen in Al-Ula

    Am Freitag kommt die ganze Familie zusammen - beim Picknick gibt es ein großes Festmahl

    Fabian isst Burgen in Al-Ula

    Wochenend Picknick omani Style

    Fabian isst Burgen in Al-Ula

    Einladung zu einem authentischen omanischen Essen

    Fabian isst Burgen in Al-Ula

    Gewürze auf dem Souk in Nizwa. Der Gewürzhandel geht weit in die omanische Geschichte zurück.

    Straßen, Navigation und Maut

    Die Straßen im Oman sind im Allgemeinen in einem guten Zustand. So gelangt man beispielsweise vom Norden über zwei verschiedene Hauptstraßen nach Salala. Allerdings muss man immer und überall damit rechnen, dass Esel, Ziegen oder Kamele die Fahrbahn kreuzen, im Süden Omans sind auch gerne mal Rinder auf den Straßen unterwegs. Außerdem begegneten uns im Landesinneren immer wieder riesige Schwertransporter von den Ölfeldern, die breiter als die ganze Straße waren und wir mussten schauen, wo wir bleiben. Zu abgelegenen Orten oder Wadis führt oft nur eine staubige Schotterpiste, die teilweise eine Herausforderung darstellt. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen innerorts 60 km/h, auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 120 km/h.
    Die Google-Navigation funktioniert gut und auch die Stellplatzsuche ist dank der ständig aktualisierten Verzeichnisse in iOverlander recht einfach.  Selbst ohne App findest du fast überall einen Stellplatz der Ruhe verspricht. Auch ohne Allrad. Lies dazu unseren Artikel „Offroad fahren mit dem Wohnmobil“

    Fabian isst Burgen in Al-Ula

    Tierischer Besuch ist keine Seltenheit

    Endloslange Straßen in Saudi Arabien

    Abseits der Hauptstraßen ist man auf Staubpisten unterwegs

    Geld und Reisebudget

    Was kostet dich eine Wohnmobil Reise durch den Oman?

    Die nationale Währung ist der Omanische Rial. Im Jahr 2023 entsprach 1 OMR etwa 2,40 €. Man sollte direkt bei der Einreise Bargeld abheben, kann aber auch oft mit Kreditkarte bezahlen.

    Da wir beim Einkaufen auch einige importierte Lebensmittel aus Europa gekauft haben, war unser Wocheneinkauf etwas teurer als in Deutschland.

    Essen waren wir selten, aber es gibt günstige lokale Restaurants und natürlich auch sehr teure Restaurants, vor allem in den größeren Städten.

    Das Reisebudget wird vor allem durch niedrige Treibstoffkosten (Stand Jan. 2023 1 Liter Diesel 0,60€) und geringe bis gar keine Eintrittsgelder geschont.

    Endloslange Straßen in Saudi Arabien

    Die Landewährung - Omanischer Rial

    Verständigung und kleiner Sprachführer

    • Im Oman leben circa 4,8 Millionen Menschen, dass sind bei einer Fläche von 309.500 km2 16 Einwohner pro km2
    • Mittlerweile sind 46 % der Bevölkerung bzw. etwa 2,3 Mio. Menschen Migranten, davon etwa 1,3 Mio. Inder.
    • Mit Englisch kommst du in der Regel schon recht weit. Nur Teilweise bewährt hat sich für uns der Google Translater, dieser übersetzt das blumige und poetische arabisch oft schlecht, dass es häufig keinen Sinn mehr ergibt.

     

    Ein paar Worte auf Arabisch öffnen schnell die Herzen

    Hallo                                  –     marḥaba

    Friede sei mit dir             –     as-salamu alaykum

    Antwort:

    Auch mit dir sei Friede   –     waalaykum as-salam

    Tschüss                              –     maʿa s-salamah

    Ja                                         –    naʿam

    Nein                                    –    

    Danke                                 –    šukran

    Spezielle Ausrüstung für die Reise mit dem Wohnmobil durch den Oman

    Lies hier zum einen unseren Ratgeber zum Offroad-Fahren und zum anderen unsere Empfehlung zur Offroad-Ausrüstung, um sich nach einer Panne selbst zu helfen.

    Du solltest dich auch mit dem Thema Trinkwasser-Aufbereitung und Filterung beschäftigen, siehe hierzu diesen Artikel.

    Unser Drucksprüher – Ein Geheimtipp der in keiner Camping Ausstattung fehlen sollte!

    Da wir hauptsächlich freistehen und Wasser besonders in der Wüste kostbar ist, haben wir uns nach einiger Zeit auf Reise die Frage gestellt, wozu wir am meisten Wasser verbrauchen und wie wir noch mehr sparen können. Neben dem Trinken und der Körperhygiene wird das meiste Wasser für den Abwasch benötigt. Während man zu Hause den Wasserhahn beim Geschirrspülen munter laufen lassen kann, ist im Wohnmobil dagegen jeder Liter kostbar. Ständig den Hahn auf- und zuzudrehen, ist dementsprechend oft nicht praktikabel. Eine Lösung musste her und so kamen wir auf diesen Drucksprüher*! 

    • Der Wasserverbrauch lässt sich sehr gut dosieren.
    • Durch den hohen Druck und den verstellbaren Strahl wird das Geschirr mit wenig Wasser im Handumdrehen sauber.
    • Ebenso schnell lässt sich die Spüllösung nach dem Spülen absprühen.
    • Durch die seitliche Einfüllöffnung muss der Sprühkopf zum Nachfüllen nicht jedes Mal abgeschraubt werden.
    • Dieser Drucksprüher von Gardena hat eine sehr gute Qualität. Billige No-Name-Geräte würden diesen Dauereinsatz nicht lange überstehen.
    • Besonders in der Wüste waren die Soalrmodule häufig verstaubt und lieferten wenig Leistung – Kurz abgesprüht und fertig!
    • Und das Beste: Man kann ihn für wirklich alles verwenden: Fahrräder und Auto putzen, Bad reinigen, Solarmodule reinigen, Füße vom Sand befreien, Kinder abduschen und vieles mehr….
    Kamele laufen vor einem Wohnmobil im Oman

    Der Drucksprüher eignet sich auch optimal zu Reinigung zB. von Solarmodulen

    Angebot
    Gardena Drucksprüher 1,25 l: Drucksprühgerät mit abwinkelbarer 90° Düse, zweiter Öffnung mit zusätzlicher Dosiekappe, ergonomischer Griff (11120-20)
    • Flexibles Sprühen: Die robuste und verstellbare Messingdüse ist um 90 Grad abwinkelbar und ermöglicht einen universellen Einsatz im Garten
    • Komfortable Handhabung: Die 360 Grad Funktion ermöglicht das Bewässern aus jeder Position, ohne Luft anzusaugen – auch für die Unterblattanwendung
    • Vereinfachte 3in1-Anwendung: Die praktische Zusatzöffnung mit Dosierkappe ermöglicht ein einfaches Beimischen, Befüllen und Entleeren – ohne Abschrauben des Pumpkopfes
    • Druckentlastung: Der Pumpsprüher verfügt über einen Sicherheitsüberdruckventil und sorgt somit für einen störungsfreien Betrieb
    • Lieferumfang: 1x Gardena Drucksprüher 1,25 l

    Sehenswürdigkeiten, Highlights und Sightseeing mit dem Wohnmobil im Oman

    Wenn wir an unsere wundervolle Zeit im Oman zurück besinnen, dann denken wir vor allem an:

    • Grüne Wadis (Flussbett),
    • quirlige und duftende Souks (Märkte) und Städte,
    • faszinierende alte Forts,
    • tolle Strände am indischen Ozean
    • von Kokuspalmem gesäumte Strände im Süden des Landes,
    • und spektakuläre Wüstenlandschaften.

    Daher werden wir hier unsere Highlights thematisch gruppieren.

    Die hier aufgeführten Highlights und Sehenswürdigkeiten erheben bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen einen Eindruck von der Vielfalt und den Möglichkeiten dieses Landes vermitteln.

    Viele weitere Infos, konkrete Hinweise zu den Formalitäten und zahlreiche GPS-Koordinaten folgen in Kürze in unserem E-Book „Mit dem Wohnmobil durch die Arabische Halbinsel“.

     

    Die besten Wadis im Oman – Wander und Badespass für Groß und Klein

    Wadis sind trockene Flussbetten oder Schluchten in Wüstengebieten, in denen saisonal oder ganzjährig Wasser fließen kann.

    Wadis sind auch bei Touristen beliebt, die die natürliche Schönheit und die Möglichkeiten zum Wandern, Schwimmen und Picknicken schätzen. Einige der bekanntesten Wadis in Oman sind Wadi Shab, Wadi Bani Khalid und Wadi Tiwi.

    Es ist wichtig zu beachten, dass sich die Bedingungen in den Wadis je nach Jahreszeit ändern können und es ist ratsam, sich vor Ort zu informieren und die Wetterbedingungen zu überprüfen, bevor man sich in diese Gebiete begibt.

    Baden in den Wadis

    Auch die Einheimischen gehen gerne in den Wadis baden, allerdings eher in T-Shirt und Shorts. Wir haben nie erlebt, dass uns jemand komisch angeschaut oder etwas gesagt hat, wenn wir „wie gewohnt“ gebadet haben. In den Wadis, wo viele Einheimische waren, haben wir aus Respekt vor dem Baden einfach das T-Shirt angelassen, das trocknet sowieso in kürzester Zeit.

    In allen Wadis im Norden des Landes kann man bedenkenlos baden. Uns ist nicht bekannt, dass es dort Warnungen wegen Verunreinigungen oder Parasiten gibt.

    Ganz anders sieht es im Süden des Landes rund um Salala aus. So verlockend ein Sprung ins kühle Nass z.B. des Wadi Darbat oder des Wadi Shuwaymiyah wäre. Dort lauern Parasiten (Würmer), die sich über Süßwasserschnecken verbreiten und zu Bilharziose / Schistosomiasis führen. Wir haben Reisende getroffen, die sich mit diesem Parasiten infiziert haben.

    Falaj – Bewässerungssysteme

    Ein Falaj, auch Aflaj (Plural von Falaj) geschrieben, ist ein traditionelles Bewässerungssystem, das im Oman weit verbreitet ist.

    Im Jahr 2006 wurden fünf Bewässerungssysteme von Aflaj im Oman in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen: Falaj Al-Khatmeen, Falaj Al-Malki, Falaj Daris, Falaj Al-Mayassar und Falaj Al-Jeela.

    Wer durch Wadis wandert, wird früher oder später auf die Bewässerungskanäle stoßen.

    Blick auf die Altstadt von Al-Ula

    Ein Falaj im Wadi Quari

    Ein Sprung in den Pool des Wadi Quari erfrischt

    Ein Sprung in den Pool des Wadi Quari erfrischt

    Wadi Bani Khalid

    Das Wadi Bani Khalid gilt als eines der bekanntesten Wadis im Norden Omans, da es das ganze Jahr über viel Wasser führt und man sich dort herrlich erfrischen kann. Wenn man durch die trockene Landschaft zum Wadi fährt, fragt man sich, ob man am richtigen Ort ist. Es ist kaum zu glauben, dass sich zwischen den Felsen plötzlich eine von Palmen gesäumte Wasseroase auftut. Du kannst im großen Naturpool schwimmen oder etwas weiter wandern und in den kleineren Pools etwas mehr Ruhe finden.

    Wadi Shab

    Das Wadi Shab südöstlich von Muscat ist wegen seiner Nähe zur Hauptstadt touristisch stark frequentiert, zählt für uns aber zu den schönsten Wadis im Oman. Es empfiehlt sich daher, das Wadi nicht an Wochenenden zu besuchen und möglichst früh an den Booten zu sein, um die Ruhe des Wadis genießen zu können.
    Um die Wanderung durch das Tal zu beginnen, muss man mit dem Boot ans andere Ufer übersetzen (Kosten 1 OMR). Danach beginnt eine schöne Wanderung durch üppige Vegetation. Immer wieder muss man über Felsen klettern. Nach etwa einer Stunde erreicht man die ersten Wasserstellen, die immer tiefer werden.
    Der eigentliche Höhepunkt ist aber zweifellos die geheimnisvolle Höhle am Ende des Wadis, die nur schwimmend zu erreichen ist.

    Fabian Israel mit dem Wohnmobil Wanda vor dem Rainbow Rock in Saudi-Arabien

    Einer von vielen Wasserpools im Wadi Shab

    Wadi Tiwi

    In unmittelbarer Nähe des Wadi Shab liegt das Wadi Tiwi. Auch wunderschön gelegen und voller Wasser. Leider konnten wir mit unserem Fahrzeug nicht hineinfahren, da man ein Allradfahrzeug benötigt. Wenn man ein solches hat, kann man sogar im Wadi übernachten.

    Forts und Festungen im Oman

    Die Forts im Oman sind faszinierende Zeugnisse einer reichen und abwechslungsreichen Geschichte. Sie reichen von den majestätischen Forts von Nizwa und Jabrin bis zu den malerischen Küstenfestungen von Sur und Bahla. Sie erzählen Geschichten von Abenteuer, Handel und kulturellem Austausch.

    Fort Nizwa – Eine Reise in eine andere Welt

    Das Fort von Nizwa ist schon etwas Besonderes: Es liegt mitten in der Altstadt von Nizwa, neben dem Souk, eingebettet in die umliegenden Berge und Dattelplantagen. Erbaut im 17. Jahrhundert, hatte das Fort im Laufe der Jahrhunderte viele Bedeutungen und Funktionen. Ursprünglich als Verteidigungsanlage konzipiert, diente es auch als königlicher Palast und Ort politischer Versammlungen. Das Fort beeindruckt nicht nur durch seine massive Steinbauweise und die imposanten Verteidigungsanlagen, sondern auch durch die kunstvollen Schnitzereien und architektonischen Details, die einen Einblick in die Handwerkskunst vergangener Zeiten geben.

    Wenn dann noch der Muezin vom Minarett der prächtigen Moschee zum Gebet ruft, ist der Gänsehautmoment perfekt!

    Der Freitag ist in Nizwa besonders sehenswert. Am Vormittag findet der traditionelle Viehmarkt statt, bei dem das Vieh wild versteigert wird. Ab Mittag wird im Fort traditionelles Kunsthandwerk authentisch vorgeführt, es gibt Essen und klassische omanische Folkloretänze mit Trommlern. Wenn dann noch der Muezin vom Minarett der prächtigen Moschee zum Gebet ruft, ist der Gänsehautmoment perfekt!

    Freitags auf dem Vorplatz der Propheten Moschee
    Medina Blick auf die Propheten Moschee

    Jabrin Castle

    Das Jabrin Castle, auch Jabreen Castle genannt, liegt unweit von Nizwa und dem Fort von Bahla und ist ebenfalls von großer historischer Bedeutung für den Oman. Ein Besuch lohnt sich wegen der reich verzierten und bemalten Holzdecken und der schön dekorierten Räume. Sehenswert ist auch der „Raum der Sonne und des Mondes“. Der Raum ist so gebaut, dass er zwar kühl bleibt, aber durch geschickt platzierte Öffnungen in den Wänden sowohl Sonnen- als auch Mondlicht einfallen kann.

    Blick auf das Kingdom Centre Riad

    "Raum der Sonne und des Mondes" im Jabreen Castle

    Fort Bahla

    Das Fort Bahla, in unmittelbarer Nähe von Nizwa und Jabrin gelegen, gilt als eines der größten und einzigartigsten Forts im Oman. Es ist wesentlich älter als die anderen genannten Forts und wurde bereits zwischen dem 13. und 4. Jahrhundert erbaut. Auch die Umgebung der Festung ist einen Besuch wert, so gibt es in der Stadt Bahla einen Souk mit Töpferwaren.

    Mirbat Castle

    Das Mirbat Castle ist eher unbekannt und touristisch wenig erschlossen, liegt sie doch etwas abseits nördlich von Salala und weit weg von den Hotspots des nördlichen Oman. Es ist aber ein lohnenswerter Zwischenstopp auf der Fahrt mit dem eigenen Fahrzeug entlang der Küste nach Salala.

    Blick auf die Dünen der Rub Al-Khali

    Blick vom Fort auf die zerfallene Altstadt von Mirbat

    Verzaubernde Städte, Moscheen und duftende Souks – Kultur pur im Oman

    Der Oman ist reich an faszinierenden Städten, die jeweils ihre eigenen einzigartigen Schönheiten und Charme bieten. Muscat, die Hauptstadt des Landes, fällt mit ihrer atemberaubenden Kulisse aus Bergen und dem funkelnden Arabischen Golf ins Auge. Die Stadt vereint traditionelle Architektur mit modernem Flair und beherbergt historische Stätten wie den Sultan-Qabus-Grand-Moschee. Nizwa, bekannt für sein historisches Fort und den farbenfrohen Souq, bietet einen faszinierenden Einblick in die omanische Kultur. Salalah hingegen, die Hauptstadt der Dhofar-Region, lockt mit üppiger Vegetation, weißen Sandstränden und einem angenehmen Klima. Hier findet man die Schönheit des Oman in seiner grünsten Pracht. Andere bemerkenswerte Städte wie Sur mit seinen traditionellen Dhau-Werften und Sohar mit seiner reichen Geschichte als Handelshafen machen den Oman zu einem faszinierenden Reiseziel, das Kultur, Geschichte und natürliche Schönheit auf einzigartige Weise miteinander verknüpft.

    Muscat die Hauptstadt des Oman in traumhafter Lage

    Muscat oder deutsch auch Maskat geschrieben, die Hauptstadt des Oman, ist zweifellos ein faszinierendes Reiseziel für Abenteurer, Kulturliebhaber und Naturfreunde. Die Stadt beeindruckt durch ihre einzigartige Mischung aus Tradition und Moderne. Die majestätische Kulisse des Hajar-Gebirges und der glitzernde Arabische Golf verleihen Muscat eine dramatische Schönheit. Die Stadtteile liegen wunderschön zwischen Bergen und Hügeln. Besucher können die prächtige Sultan Qabus Grand Moschee, ein Meisterwerk islamischer Architektur, bewundern oder das historische Mutrah-Viertel erkunden, wo sich der lebhafte Mutrah-Souk mit seinen Gewürzständen und Kunsthandwerksläden erstreckt. Muscat bietet auch wunderbare Möglichkeiten, die omanische Kultur und Geschichte zu erkunden, sei es bei einem Besuch des Sultanpalastes Al Alam oder in den zahlreichen Museen der Stadt. Die Strände von Muscat, wie der Qurum Beach, bieten eine willkommene Abkühlung und Entspannung. Alles in allem ist Muscat ein Reiseziel, das durch seine Schönheit, Gastfreundschaft und Vielfalt fasziniert und seine Besucher mit unvergesslichen Eindrücken und Erlebnissen belohnt.

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Blick auf das historische Stadtviertel Mutrah mit dem bekannten Souk

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Der Sultanpalast Al-Alam in Muscat

    Nizwa: Historische Pracht und ein Blick in die Vergangenheit des Oman

    Nizwa, eine historische Stadt im Sultanat Oman, ist ein faszinierendes kulturelles und historisches Zentrum, das tief in der Geschichte des Landes verwurzelt ist. Sie gilt als eine der ältesten Städte Omans und kann auf eine reiche Vergangenheit als Handels- und Bildungszentrum zurückblicken. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist die majestätische Festung von Nizwa, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde und ein beeindruckendes Beispiel omanischer Architektur und Verteidigungsstrategien darstellt. Die Stadt ist auch für ihren traditionellen Souk (Markt) bekannt, auf dem Kunsthandwerk, Gewürze, Schmuck und handgewebte Textilien verkauft werden.

    Souq in Nizwa Oman. Ein tolles Reiseziel auch mit dem Mietwagen

    Der Souk in Nizwa, hat eine tolle Atmosphäre

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Die Sultan-Qaboos-Moschee in Nizwa ist nach der Sultan Qaboos Grand Mosque in der Hauptstadt Muscat

    Salala – Ein tropisches Paradies 

    Salalah, die Hauptstadt der südlichen omanischen Provinz Dhofar, ist ein einzigartiges grünes Juwel inmitten der Wüstenlandschaft der Arabischen Halbinsel. Neben den Naturschönheiten und den üppigen tropischen Gärten bietet die Region auch historische Stätten wie den archäologischen Park Al Baleed, der einen Einblick in die reiche Geschichte und die Handelsverbindungen des alten Oman gibt.

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Einer unserer schönsten Stellplätze überhaupt - Am Strand von Salala

    Unsere schönsten Strände im Oman

    Mit seiner 1700 km langen Küste am Arabischen Meer, am Golf von Oman und am Indischen Ozean verfügt das Sultanat über einige der schönsten Strände des Nahen Ostens. Von den goldenen Sanddünen von Wahiba Sands bis zu den einsamen Buchten und dem kristallklaren Wasser von Salalah im Süden gibt es für jeden Strandliebhaber etwas zu entdecken.

     

    Qurum Beach – Bester öffentlicher Strand in Muscat

    Der Qurum Beach, auch bekannt als Shati Al Qurum, befindet sich im noblen Vorort Qurum und ist einer der besten Strände von Muscat und eine gute Wahl für alle, die einen Strandtag im Herzen der Stadt genießen möchten. Der 4 km lange, von Palmen gesäumte Sandstrand ist bei Joggern, die morgens auf der Promenade laufen, und bei Gruppen, die den Sonnenuntergang genießen wollen, sehr beliebt.

    Fins Beach

    Mit seinen glatten, glänzenden Kieselsteinen und dem weichen, weißen Sand ist der Fins Beach ein lohnenswerter Zwischenstopp für Reisende, die von einem Wandertag im Wadi Shab oder Wadi Tiwi zurückkehren oder in den klaren, blauen Gewässern nahe der Küstenstadt Sur schwimmen möchten. Während Fins Beach an den Wochenenden ein beliebter Campingplatz für Einheimische ist, kann man hier unter der Woche lange Zeit ganz für sich allein sein. Der Strand erstreckt sich über viele Kilometer und verschiedene Abschnitte und geht in den Tiwi Beach über.

    Wir haben den Strand sehr genossen, vor allem unter der Woche, haben Weihnachten dort verbracht und Jonas‘ Geburtstag gefeiert. Wir fanden diesen Platz hier sehr cool, von dem aus man auch zu Fuß zu den etwas nördlich auf dem Felsen gelegenen Blowholes gehen kann. Das sind  spektakuläre Löcher im Boden, die mit dem Meer verbunden sind. Bei Wellengang drückt dort die Strömungsmechanik richtig viel Luft und Wasser durch die Öffnungen. Uns hat es manchmal fast weggeblasen.

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Mit dem Wohnmobil im Oman - Der FIns Beach ist Perfekt für ein paar schöne Strand Tage direkt am Wasser

    Bar Al Hikman – Malediven des Oman

    Ein besonderer Ort, der abgelegener kaum sein könnte. Die Anfahrt ist allerdings eine ca. 40 km lange Wellblechpiste. Ich kenne einige Reisende die das ohne Allradfahrzeug geschafft haben, aber dann ist es besser mit anderen in einem zweiten Fahrzeug zu fahren um im Notfall Hilfe zu holen. Ich kenne nämlich auch einige, die in diesem Gebiet mit dem Fahrzeug schwer stecken geblieben sind. Abseits der Piste ist der Untergrund sehr matschig und wenig tragfähig. Also Vorsicht. Da wir alleine unterwegs waren und Wanda die vielen Kilometer Wellblechpiste nicht zumuten wollten, haben wir Bar Al-Hikman ausgelassen.

    Am Strand erwartet uns ein türkisblauer Indischer Ozean mit feinem weißen Sand, daher auch der Name Malediven des Oman.

    Die Strände um Salala – Tropenparadies wie aus dem Katalog

    Die Stadt Salala habe ich bereits weiter oben unter der Rubrik Städte beschrieben. Die Strände in und um die Stadt gehören zweifellos zu den schönsten des Landes und die Palmen im Kontrast zur sonst eher kargen Wüstenlandschaft sind einfach traumhaft. Nach tausenden von Kilometern durch viele Länder des Nahen Ostens, durch Wüsten und über holprige Pisten mit vielen Strapazen heißt es hier einfach mal entspannen, durchatmen und eine Kokosnuss schlürfen. Hier kann ich nichts Besonderes empfehlen, einfach die Küste und die Straße durch die Stadt abfahren und sich einen schönen Platz suchen. Südlich von Salala sind noch die Strände Mugsail Beach und Fazaya Beach zu empfehlen.

     

    Delphine spielen an einem Strand im Oman

    Fazit

    Der Oman, ein faszinierendes Land auf der Arabischen Halbinsel, beeindruckt mit einer reichen Mischung aus Tradition und Moderne. Mit atemberaubender Wüstenlandschaft, majestätischen Bergketten und traumhaften Küstenabschnitten bietet der Oman eine vielfältige Naturschönheit. Die kulturelle Vielfalt spiegelt sich in den historischen Souks, beeindruckenden Festungen und gastfreundlichen Menschen wider. Der Oman ist ein ideales Reiseziel mit dem autarken Wohnmobil, aber auch mit einem gemieteten Geländewagen und Dachzelt für einen Urlaub absolut empfehlenswert.

    Der Oman ist eines unserer Highlights der gesamten Reise!

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    Für dich ändert sich nichts, auch nicht der Preis.

    Abenteuer pur: Mit dem Wohnmobil durch die Natur von Saudi-Arabien

    Abenteuer pur: Mit dem Wohnmobil durch die Natur von Saudi-Arabien

    Mit dem Wohnmobil durch Saudi-Arabien

    Tipps und Wissenswertes für die Reise mit dem eigenen Fahrzeug durch Saudi – Arabien auch ohne Allradantrieb

    Saudi – Arabien hat sich erst 2019 für den internationalen Tourismus geöffnet. Dies ist der Tatsache zu verdanken, dass das Land unabhängiger vom Öl werden will und deshalb auf die Einnahmen aus dem Tourismus setzt. Vorher war es nur unter sehr erschwerten Bedingungen möglich, nach Saudi-Arabien zu reisen.
    Für uns war es ein besonderes Erlebnis, in ein Land zu reisen, das touristisch noch in den Kinderschuhen steckt. An den großen Sehenswürdigkeiten mussten wir nie Schlange stehen und viele tolle Attraktionen waren kostenlos zugänglich. Allerdings gab es an manchen Orten Informationszentren oder Museen, die noch nicht geöffnet hatten.

    Mit dem Wohnmobil durch Saudi-Arabien bietet die einmalige Chance, ein spannendes Land abseits des Massentourismus kennen zu lernen!

     

    Fabian Israel mit dem Wohnmobil Wanda vor dem Rainbow Rock in Saudi-Arabien

    Fabian mit dem Wohnmobil vor dem Rainbow-Rock in Saudi-Arabien - Noch kann man diese Highlights fast für sich alleine haben

    Sicherheitslage/ Sicherheit

    Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die Grenzgebiete zu Jemen und Irak ab. Es wird empfohlen, sich vor einer Reise über die Sicherheitslage zu informieren. Am besten tauschst du dich mit anderen Reisenden aus, die sich gerade vor Ort befinden oder vor kurzem dort waren. Diese findest du am besten über Social-Media-Kanäle.

    • In Saudi-Arabien gelten rechtliche Besonderheiten. Das Land ist eine absolute Monarchie, d.h. alle Macht liegt beim Kronprinzen. Das Strafrecht basiert auf der islamischen Scharia.
    • Drogen- und Alkoholkonsum sind strafbar, für Drogendelikte kann die Todesstrafe verhängt werden.
    • Für spezielle Medikamente ist ein ärztliches Attest in englischer oder arabischer Sprache erforderlich.
    • Auch die Einfuhr von pornografischem Material ist streng verboten.
    • Die Einfuhr und der Verzehr von Schweinefleisch ist verboten.
    • Die öffentliche Ausübung einer anderen Religion als des Islams ist verboten.
    • Die Kleidung sollte konservativ sein, d.h. lange Hosen und langärmlige Oberteile, die mindestens bis zu den Ellenbogen reichen und das Gesäß bedecken sollte.

    Wie in jedem Land musst du dich den Gegebenheiten anpassen und immer auf dein Bauchgefühl vertrauen. Wir haben uns mit dem Wohnmobil in Saudi-Arabien genauso sicher gefühlt wie in den anderen arabischen Ländern. Die Gastfreundschaft der Saudis ist sehr ausgeprägt und Touristen werden mit offenen Armen empfangen. Da Touristen im Land noch nicht selbstverständlich sind, sind die Menschen besonders neugierig und offen gegenüber Fremden. Das war zumindest unsere Erfahrung und unser Eindruck.

    Es sind uns auch von anderen Reisenden keine Fälle von Problemen oder Kriminalität bekannt.

    Natürlich gelten die allgemeinen Sicherheitstipps für Wohnmobilreisende. siehe dazu unseren ausführlichen Artikel.

     

    Visa, Einreise und Formalitäten

    Visum und Aufenthaltsdauer

    Staatsangehörige von Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Saudi-Arabien ein E-Visum, das hier online beantragt werden kann. Bei Einreise mit dem eigenen Fahrzeug kannst du das Visum auch vor Ort beantragen. Die Kosten für ein Visum belaufen sich im Jahr 2022 auf ca. 150 Euro pro Person auch für Kinder. Mit dem Visum kannst du dich bis zu 90 Tage im Jahr im Land aufhalten. Mehrfache Ein- und Ausreisen sind möglich. Das Visum beinhaltet automatisch eine Krankenversicherung.

    90 Tage mit eVisum

    Einreise

    Für die Einreise benötigst du einen Reisepass der noch mindestens 6 Monate Gültigkeit hat.

    Für Kinder ist ein Kinderreisepass erforderlich.

    Formalitäten mit dem Fahrzeug

    Das Fahrzeug wird elektronisch registriert, ein Carnet de Passage ist nicht erforderlich, aber die Nachbarländer verlangen ein Carnet. Wir kennen Reisende, die die arabische Halbinsel ohne Carnet de Passage durchquert haben, aber das erfordert viel Argumentation und Überredungskunst an den verschiedenen Grenzen, die auch ohne Carnet sehr zeitaufwendig sind. Wir empfehlen dir, wenn es möglich ist, ein Carnet im Voraus zu machen, um dir Zeit und Ärger zu ersparen.

    Dieses wird in Deutschland vom ADAC ausgestellt.

    Kfz-Versicherung

    Eine Kfz-Versicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.
    Die Versicherungspreise im Jahr 2022 betrugen für ein Privatfahrzeug 35 Euro für eine Woche, 55 Euro für zwei Wochen und 70 Euro für einen Monat.
    Wir hatten die Kfz-Versicherung von Jahn und Partner, die auch Saudi-Arabien abdeckt. Die Versicherungsbestätigung sollte man dann in Englisch übersetzen und muss unter Umständen die Beamten von der Gültigkeit überzeugen, was uns aber gelang.

    Kosten KFZ Versicherung Saudi-Arabien Einreise

    Zoll und Freimengen

    200 Zigaretten oder 500 g Tabakerzeugnisse sind frei. Die Einfuhr von Alkohol ist streng verboten. Auch im Land kannst du keinen Alkohol kaufen.

    Wir kennen Reisende, die vergessen hatten, dass sie einige kleine Likörflaschen im Fahrzeug hatten. Als diese dann gefunden wurden, half nur viel Argumentieren um „nur“ mit einem saftigen Bußgeld davon zu kommen. Prüfe dein Fahrzeug vor der Einreise gründlich.

    Vorsicht vor Schmugglern

    Schaut auch, das gilt für alle Grenzen, vor dem Grenzübertritt das Fahrzeug von außen und den Unterboden an, ob nicht Schmuggler Drogen oder ähnliches in eurem Fahrzeug versteckt haben. Das haben Schmuggler bei uns schon versucht.

    Einreise mit Haustieren

    Für die Einfuhr von Hunden ist eine Genehmigung des saudi-arabischen Landwirtschaftsministeriums erforderlich. Nur Blindenführhunde, Wachhunde und Jagdhunde sind erlaubt.
    Zu beachten ist, dass die Wiedereinreise in die EU nur mit gültiger Tollwutimpfung und Antikörpertitrierung erlaubt ist.

    Kontaktiere am besten vorab die Saudische Botschaft in Berlin um zu erfahren wie du am besten mit einem Hund einreisen kannst.

    Anstatt einer eingehenden Kontrolle an der Grenze wurden wir zu Kaffee, Getränken und einem ausgiebigen Essen eingeladen. Touristen sind hier noch etwas besonders und herzlich willkommen

    Beste Reisezeit und Klima – für eine Reise mit dem Wohnmobil durch Saudi-Arabien

    Das Klima in Saudi-Arabien ist subtropisch, trocken und heiß. Die Temperaturen schwanken je nach Jahreszeit erheblich. Je nach Region kann es zwischen 23 und 41 Grad Celsius warm werden.
    • Wie überall auf der Welt hat auch in Saudi-Arabien jede Jahreszeit ihre Besonderheiten.
    • Die beste Reisezeit für Saudi-Arabien ist der Herbst (September bis November). Die Temperaturen sind angenehm, nicht zu heiß und das Wetter ist in den meisten Teilen des Landes stabil.
    • Der Frühling (März bis Mai) ähnelt dem Herbst mit milden Temperaturen und angenehmem Wetter. Im Norden blüht dann die Wüste und es werden Trüffel gesucht.
    • Die Wintermonate (Dezember bis Februar) sind in Saudi-Arabien eher kühl, vor allem in den nördlichen Regionen.
    • Der Sommer (Juni bis August) kann in Saudi-Arabien sehr heiß werden, vor allem in den Wüstengebieten. Die Temperaturen können tagsüber extreme Werte erreichen.

    In der heißen Jahreszeit ist es daher wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Bei trockener Hitze kann dies schnell vergessen werden. Außerdem sollte man ausreichend Sonnenschutz in Form von Sonnencreme mitnehmen. Sonnencreme ist sehr schwer zu bekommen und wenn, dann sehr teuer.

    Anreise

    Die Anreise aus Richtung Europa mit dem eigenen Fahrzeug erfolgt in der Regel über Jordanien oder über die Grenzen Iran-Irak-Kuweit.

    Im Februar/März nach dem Winter und etwas Regen blüht es in der Wüste

    Im Norden des Landes wächst im Frühjahr sogr etwas gras, der Boden ist übersäht von Blüten und die einheimischen sind auf der Suche nach Tüffeln

    Praxistipps für die Reise im Wohnmobil und Camper durch Saudi-Arabien

    Eine Reise durch Saudi – Arabien ist auch ohne Geländewagen bzw. 4×4 Alrad möglich und es gibt viele Highlights, die du auch so erreichen kannst. Wo du nicht hin kommst, kannst du dir die Gegend dennoch auf andere Art und Weise, zum Beispiel durch Wandern, erschließen. Um mit dem Wohnmobil durch Saudi-Arabien zu reisen, bedarf es dennoch einer gewissen Vorbereitung.

    Lies hier zum einen unseren Ratgeber zum Offroad-Fahren und zum anderen unsere Empfehlung zur Offroad-Ausrüstung, um sich nach einer Panne selbst zu helfen.

    Stellplätze, Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten

    In Saudi-Arabien gibt es keine Campingplätze, wie wir sie kennen. An den größeren Sehenswürdigkeiten gibt es Camps, in denen du in traditionellen Zelten übernachten kannst oder mit dem eigenen Fahrzeug stehen kannst. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht. Deshalb sollte das Wohnmobil möglichst autark sein, was die Stromversorgung angeht. Außerdem solltest du ein Toilettensystem verwenden, das ohne Chemie auskommt und in der Natur oder Mülleimer entsorgt werden kann.

    Die Saudis selbst sind begeisterte Camper. Allerdings mit großem Geländewagen und Zelt. So sieht man immer wieder in den entlegensten Ecken die Einheimischen zelten.

    Übernachten kannst du in Saudi-Arabien fast überall, schöne ruhige Plätze gibt es genügend und niemand käme auf die Idee einen im freien Gelände wegzuschicken oder ähnliches.

    Wohnmobil vor einer Felswand in der Wüste von Saudi-Arabien

    Diesen Stellplatz haben wir nicht lange gesucht, sondern einfach abends durch Zufall gefunden - Ein gutes Beispiel wie einfach dort die Stellplatzsuche ist

    Gasversorgung

    Wer auf den Energieträger Gas angewiesen ist, sollte bereits mit einer vollen Flasche anreisen und die Betankung gut planen. An den Tankstellen gibt es kein Autogas. Nur an der Westküste sind mir Geschäfte bekannt, die Gasflaschen auffüllen können oder verkaufen. Wobei Gas bei den Saudis als Energieträger zum Kochen durchaus üblich ist.

    Wenn du dringend Gas brauchst, frag dich einfach durch. Die Saudis mit ihrer großen Gastfreundschaft werden sicher eine Lösung finden und wenn es mehrere Telefonate kostet.

    In der App iOverlander sind im Westen des Landes ein paar Möglichkeiten engetragen.

    Bei Fernreisen empfehle ich auf jeden Fall diese Adapter an Bord zu haben.

    Zum Tanken an LPG Tankstellen diese LPG Tankadapter* . Wer es in Erwägung zieht ausländische Gasflaschen, mit meist anderem Anschluss, an seinem Gassystem zu nutzen, sollte Gasanschluss Adapter*  dabei haben.

    Unsere Empfehlung

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    Wasserversorgung mit dem Wohnmobil

    Wasser ist wie in allen arabischen Ländern ein kostbares Gut. Es gibt keine Wasserleitungen bzw. kein Leitungsnetz, sondern überall sieht man Tanklastwagen, die Wasser zu den Haushalten bringen. Außerdem befinden sich im ganzen Land Behälter, in denen der Öffentlichkeit „frisches“ Wasser zur Verfügung gestellt wird. Wir haben das Wasser aus diesen Behältern gefiltert und getrunken. Allerdings solltest du vorher prüfen, ob das Wasser in Ordnung ist, also nicht schmierig oder verfärbt ist oder einen komischen Geschmack hat. An vielen Behältern sind schon Filter angebracht, auf die wir uns aber nicht verlassen wollten. Wir filtern unser Wasser immer und überall  mit diesem System*, da wir ausschließlich dieses Wasser trinken.

    Außerdem sollte man einen sogenannten Wasserdieb * im Gepäck haben, da die Wasserhähne an den Wasserbehältern oft keine Möglichkeit gaben eine Schlauchkupplung anzuschrauben.

    Lies hierzu unbedint unseren ausführlichen Artikel zum Thema Wasseraufbereitung aus Reisen.

    Unsere Empfehlung

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    • ✅ Set inklusive Filtergehäuse, Filterpatronen, Wandmontage und Filteröffnungs-Schlüssel. Kinderleichter...

     

    Tanklaser in Saudi Arabien

    Die Wasserversorgung in Saudi-Arabien erfolgt durch solche Tanklaster, die das Trinkwasser in Wassertanks der Hauser füllen

    Trinkwasserspender Saudi-Arabien

    Typischer Trinkwasserspender in Saudi-Arabien. Man sollte das Wasser immer selber filtern.

    Kraftstoffversorgung

    Benzin ist an allen Tankstellen problemlos erhältlich. Etwas anders sieht es bei Diesel aus. Nicht alle Tankstellen haben Diesel, Autogas haben wir nirgends gesehen. Wenn es Diesel gibt, dann meist an einer anderen Zapfsäule, die etwas abseits für LKWs liegt. Wenn man Pech hat, muss man warten, bis die LKWs vor einem mit dem Tanken fertig sind.

    Der Dieselpreis zaubert einem dann aber ein Lächeln ins Gesicht. Selten haben wir mehr als 17 Cent für einen Liter Diesel bezahlt.

    17 Cent für einen Liter Diesel

    Obwohl Saudi-Arabien das Land ist, aus dem der Treibstoff kommt und das Land reich ist, sehen die Tankstellen aus wie in einem Dritte-Welt-Land. Der Boden ist mit Benzin und Diesel getränkt, die Zapfsäulen sind teilweise in einem bedenklichen Zustand. Auch das Bezahlen mit Karte wirkt oft exotisch. Dafür sind die Tankwarte, die meist aus Indien oder Pakistan kommen, freundlich und sind zu Späßen aufgelegt.

    Die Tankstellendichte ist regional sehr unterschiedlich. Nicht nur einmal passierte es uns, dass wir eine Tankstelle ausgelassen haben weil der Tan noch halb voll war und dann 300km keine Tankstelle mehr kam. Wir hatten 2x 20L Reservekanister * dabei, die auch zwingend dabei und gefüllt sein sollten.

    Ein Trinkgeld wird nicht unbedingt erwartet, aber ich gebe immer etwas für den guten Service und die ohnehin niedrigeren Preise.

    Die Kraftstoffqualität ist in der Regel gut. Wer ein modernes und empfindliches Fahrzeug hat, sollte sicherheitshalber Markentankstellen ansteuern.

    Unsere Empfehlung

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    Zum Glück ein Ersatzkanister dabei. Die Distanzen zwischen den Tankstellen können sehr große sein!

    Tankwart in Saudi-Arabien

    In Saudi Arabien wird wie selbstverständlich für einen getankt, man braucht nicht aussteigen. Zum Glück den der Boden ist meist voller Diesel.

    Mobiles Internet in Saudi-Arabien

    Einer der ersten Schritte nach der Ankunft ist der Kauf einer lokalen SIM-Karte. Wir konnten uns ohne Registrierung in einem Handyladen, die es überall in größeren Ortschaften im Land gibt, eine Internet Karte beschaffen. Wir haben allerdings auch von anderen Reisenden gehört, die sich registrieren mussten, was aber auch kein Problem war.

    Die Tarife waren günstig und der Empfang eigentlich überall mit LTE 4G sehr gut. Sogar entlang der Starße in der Rub Al Khali gibt es Sendemasten und dadurch gute Netzabdeckung. Bei den Anbietern Zain oder STC kosteten 2023 50GB Datenvolumen ca. 25€. Der Tarif konnte via App aufgeladen und erweitert werden.

    Es empfiehlt sich vor der Einreise Offlinekarten für die Navigation herunterzuladen.

     

    Einkaufen

    Es gibt eine Reihe von Supermärkten in Saudi -Arabien. Allerdings solltest du bedenken, viele Waren die für uns in Deutschland selbstverständlich sind gibt es hier nicht. Wenn du also auf etwas nicht verzichten magst nimm dir genügend Vorrat von zuhause mit.

    Vor allem Sonnencreme haben wir entweder gar nicht gefunden oder sie war extrem teuer. Gerade auf der arabischen Halbinsel, wo Sonnenschutz sehr wichtig ist, empfehlen wir, ausreichend Sonnencreme mitzunehmen.

    Hier eine Auflistung der in Saudi – Arabien vertretenen Supermarktketten

    1. Lulu unser Liebling auf der arabischen Halbinsel neben einer großen Lebensmittelauswahl gibt es einen Foot Court, sowie Kleidung, Elektronik, Haushaltswaren, Schulbedarf, sowie liefe style Produkte
    2. Hyper Panda
    3. Al Jazira
    4. Farm Superstores
    5. Carrefour
    6. Othaim Supermärkte oder auch Abdullah Al Othaim- Märkte
    7. Al Raya Supermärkte
    8. Bin Dawood
    9. Tamimi- Märkte

    The arabian way of Camping!

    Sehr empfehlenswert ist auch ein Besuch bei Al Rimaya. Das ist der Campingausstatter der Saudis. Dort gibt es alles für das original arabische Campingabenteuer. Ein echtes Erlebnis! Es gibt auch richtig coole Offroad-Ausrüstung wie Kompressoren und Sandbleche. Al Rimaya Shops gibt es in allen größeren Städten.

    Saudi Campingausstatter

    Die Al Rimaya Shops bieten alles für das arabische Campingabenteuer.

    Saudi Campingausstatter

    Essen in Saudi-Arabien

    Datteln werden von den Saudis den ganzen Tag über gegessen, auch zu den Hauptmahlzeiten. Datteln bekommt man in Supermärkten in einer riesigen Auswahl und in unterschiedlichster Qualität.

    Zum Frühstück essen die Saudis gerne Fladenbrot und zum Mittagessen gibt es meist traditionelle Reisegerichte wie Kabsa. Der gut gewürzte Reis wird auf einer großen Platte mit Fleisch oder Fisch gereicht, dazu Salat.

    Wer authentisch essen möchte, nimmt höflich eine private saudische Einladung zum Essen an, die oft nicht lange auf sich warten lässt. Durch die große Gastfreundschaft und die Offenheit und Neugier gegenüber Touristen trinkt man schnell gemeinsam einen arabischen Kaffee mit Kardamon und süßen Datteln oder isst zusammen. Traditionell auf dem Boden von einem gemeinsamen Teller. Gegessen wird mit der rechten Hand.

    Fabian isst Burgen in Al-Ula

    In Touristen Regionen oder Großstädten kann man auch Restaurants mit westlichen Gerichten finden - wie hier in der Altstadt von Al-Ula

    Straßen, Navigation und Maut

    Die großen, stark befahrenen Hauptstraßen sind im Großen und Ganzen in gutem Zustand, aber sobald du diese verlässt und auf kleinere Straßen abbiegst, werden die Straßenverhältnisse wesentlich abenteuerlicher. Es gibt Straßen, die eigentlich Pisten sind, da sie entweder gar keinen Straßenbelag mehr haben oder mit vielen Schlaglöchern übersät sind.
    Die Google-Navigation funktioniert gut und auch die Stellplatzsuche ist dank der ständig aktualisierten Verzeichnisse in iOverlander recht einfach. Auch ohne App findest du fast überall einen Stellplatz der Ruhe verspricht. Auch ohne Allrad. Lies dazu unseren Artikel „Offroad fahren mit dem Wohnmobil“

    Neben der Qualität der Straßen stellen oft auch die anderen Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung dar. Insbesondere in stark befahrenen Ballungsräumen sind das Verkehrsaufkommen und die Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer mitunter sehr anstrengend. Hier empfiehlt sich eine defensive Fahrweise.

    Die Navigation mit Google Maps, MapsMe oder ähnlichen Apps funktioniert problemlos.

    Besonderheiten

    Durch Saudi-Arabien verlaufen die beiden längsten geraden Straßen der Welt, die fast keine Kurven aufweisen. Der Highway 85 mit 822 km und der Highway 10 mit 255 km führen schnurgerade durch die Wüste. Das kann ganz schön ermüdend sein.

    Verhalten bei Sandstürmen

    Wir sind ein paar Mal in Sandstürme geraten, das ist beeindruckend und einschüchternd zugleich. Die Sicht sinkt innerhalb kürzester Zeit auf ein Minimum. Bei uns war der Sandsturm nach ein paar Minuten vorbei.
    So verhält man sich am besten:

    • Schalte das Abblendlicht an.
    • Vergrößere den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
    • Wenn möglich, fahre rechts ran und warte das Spektakel ab.
    • Prüfe anschließend den Luftfilter, er kann in kürzester Zeit sehr stark zusetzen.

    Highway 95 durch die Rub Al-Khali

    Wer von Saudi-Arabien direkt in den Oman will oder umgekehrt, ohne vorher die Vereinigten Arabischen Emirate zu durchqueren, muss den Highway 95 nehmen, der direkt durch die Rub Al-Khali führt – die größte Sandwüste der Welt!

    In Richtung Oman beginnt der Highway 95 bei Al Batha an der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und führt über 556 km zunächst durch eine Geröllwüste und dann in eine der schönsten Wüstenlandschaften, die wir gesehen haben. Unglaublich hohe Sanddünen reihen sich aneinander, die man einfach zu Fuß erklimmen muss.

    Rub Al-Khali führt – die größte Sandwüste der Welt!

    Die erste und einzige Tankstelle kommt nach 300km! Bei Shubaytah. Auf der gesamten Strecke gibt es keine Ortschaft. Es kann auch vorkommen, dass die Tankstelle keinen Sprit mehr hat. Es ist also wichtig, für die gesamte Strecke genügend Spritreserven an Bord zu haben, im Zweifelsfall mit Reservekanistern.

    Wir können diese Strecke nur empfehlen, auch wenn einige Angst oder Respekt davor haben, die Fahrt durch die Wüste war ein unglaubliches Erlebnis. Man hat fast durchgehend LTE Empfang und es fahren genügend LKWs auf dieser Strecke, so dass im Falle einer Panne Hilfe nicht weit wäre.

    Wir sind die Strecke von Oman Richtung Saudi gefahren und wurden von den wirklich netten Grenzbeamten zum Essen eingeladen und bekamen sogar Proviant für die Durchquerung.

    Schlafplätze zu finden ist mit einem Allradfahrzeug überhaupt kein Problem, ohne kann es schon schwieriger werden, aber es gab schon die eine oder andere Möglichkeit in Ruhe zu übernachten.

    Maut

    Es wird keine Straßenmaut erhoben!

    Fabian isst Burgen in Al-Ula
    Endloslange Straßen in Saudi Arabien

    Highway 95 durch die Rub Al-Khali entlang gigantischer Sanddünen

    Geld und Reisebudget

    Was kostet dich eine Reise durch Saudi-Arabien?

    Die nationale Währung ist der Saudi Riyal. Im Jahr 2023 entsprach 1 SAR etwa 0,25 €. Man sollte direkt bei der Einreise Bargeld abheben, kann aber auch oft mit Kreditkarte bezahlen.

    Da wir beim Einkaufen auch einige importierte Lebensmittel aus Europa gekauft haben, war unser Wocheneinkauf etwas teurer als in Deutschland.

    Essen waren wir selten, aber es gibt günstige lokale Restaurants und natürlich auch sehr teure Restaurants, vor allem in den größeren Städten.

    Das Reisebudget wird vor allem durch niedrige Treibstoffkosten und geringe bis gar keine Eintrittsgelder geschont.

    Verständigung und kleiner Sprachführer

    • In Saudi-Arabien leben circa 36 Millionen Menschen, dass sind bei einer Fläche von 2.149.690 km2 16 Einwohner pro km2
    • Etwa 11 Millionen Gastarbeiter arbeiten in Saudi-Arabien, viele davon stammen aus Indien oder Pakistan.
    • Mit Englisch kommst du in der Regel schon recht weit. Nur Teilweise bewährt hat sich für uns der Google Translater, dieser übersetzt das blumige und poetische arabisch oft schlecht, dass es häufig keinen Sinn mehr ergibt. 

     

    Ein paar Worte auf Arabisch öffnen schnell die Herzen

    Hallo                                  –     marḥaba

    Friede sei mit dir             –     as-salamu alaykum

    Antwort:

    Auch mit dir sei Friede   –     waalaykum as-salam

    Tschüss                              –     maʿa s-salamah

    Ja                                         –    naʿam

    Nein                                    –    

    Danke                                 –    šukran

    Highway 95 durch die Rub Al-Khali

    Highway 95 durch die Rub Al-Khali

    Spezielle Ausrüstung für die Reise mit dem Wohnmobil durch Saudi-Arabien

    Lies hier zum einen unseren Ratgeber zum Offroad-Fahren und zum anderen unsere Empfehlung zur Offroad-Ausrüstung, um sich nach einer Panne selbst zu helfen.

    Du solltest dich auch mit dem Thema Trinkwasser-Aufbereitung und Filterung beschäftigen, siehe hierzu diesen Artikel.

    Sehenswürdigkeiten, Highlights und Sightseeing mit dem Wohnmobil in Saudi-Arabien

    Die hier aufgeführten Highlights und Sehenswürdigkeiten erheben bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen einen Eindruck von der Vielfalt und den Möglichkeiten dieses Landes vermitteln.

    Die offilzielle Tourismus Siete von Saudi-Arabien liefert auch einige Informationen.

    Al-Ula

    Al-Ula ist eine historische Stadt in Saudi-Arabien. Sie liegt in der Provinz Al Madinah im Nordwesten des Landes. Al-Ula hat eine reiche Geschichte, die bis in die antike Zeit zurückreicht. Die Altstadt wird aktuell noch archäologisch untersucht. Es gibt jedoch schon eine nette, auf internationale Touristen ausgerichtete, Fußgängerzone mit Restaurants und Souvenier shops.

    Al-Ula mit seinen imposanten, zum Teil bizarren und wunderschönen Felsformationen, die sich über ein riesiges Gebiet verteilen, war eines unserer absoluten Highlights auf unserer Reise mit dem Wohnmobil durch Saudi-Arabien. Auch die Möglichkeit, direkt zwischen den Felsformationen alleine zu übernachten und durchzufahren, sucht weltweit ihresgleichen.

    Da in der Region um Al-Ula derzeit sehr viel touristische Infrastruktur und Hotels gebaut werden, könnte es mit der Ruhe aber bald vorbei sein.

    Blick auf die Altstadt von Al-Ula

    Blick auf die Altstadt von Al-Ula

    Hegra (Mada’in Salih)

    Hegra ist eine antike Stadt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie beherbergt atemberaubende Felsengräber, Tempel und Ruinen, die von der nabatäischen Zivilisation errichtet wurden, ähnlich wie die Felsenstadt Petra in Jordanien. Mit seiner strategischen Lage südlich der berühmten Schwesterstadt Petra in Jordanien war dieses archäologische Juwel des Königreichs einst ein wichtiger Handelsweg zwischen der arabischen Halbinsel, dem Mittelmeerraum und Asien. Auch nach der Aufgabe der nabatäischen Stadt spielte die Straße weiterhin eine wichtige Rolle für den Handel und für die Karawanen, die sich auf dem Weg zur Pilgerfahrt nach Mekka befanden.

    Der 22 km entfernte Ort Al-Ula wird oft als Synonym verwendet, der korrekte Name für die Felsengräber ist jedoch Hegra. In Hegra, das bis in die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. zurückreicht, wurden bisher 130 Gräber gefunden. In einem der Gräber lag eine mumifizierte Frau. Im Besucherzentrum kann man die rekonstruierte Büste der Frau mit einigen Fakten zu ihrem Leben in Hegra betrachten, was sehr interessant ist.

    Der Eintritt kostete 2023 95 SAR pro Person. Man wird mit einem Bus von Felsengrab zu Felsengrab gefahren, da die Entfernungen zwischen den Felsengräbern recht groß sind. Vor Ort geben offizielle Guides fundierte Informationen zu den Felsengräbern in englischer und teilweise auch in deutscher Sprache.

     

    Araber vor dem Qasr Al-Farid

    Qasr Al-Farid Hegras Wahrzeichen. Das Felsengrab welches in einen einzelnen Fels Monolithen geschlagen wurde

    Blick aus der Ferne auf den Qasr Al-Farid in Hegra

    Qasr Al Farid in voller Pracht

    Blick aus der Ferne auf den Qasr Al-Farid in Hegra

    Blick auf Felsengräber in Hegra

    Felsformationen in der Umgebung von Al-Ula

    In der näheren und weiteren Umgebung von Al-Ula können zahlreiche spektakuläre Felsformationen besichtigt werden. Einige sind nur mit einem 4×4-Fahrzeug zu erreichen, aber wir konnten viele davon erreichen, was einige Tage in Anspruch nahm.

    Fabian Israel mit dem Wohnmobil Wanda vor dem Rainbow Rock in Saudi-Arabien

    Fabian mit dem Wohnmobil vor dem Rainbow-Rock in Saudi-Arabien - Noch kann man diese Highlights fast für sich alleine haben

    Fabian Israel mit dem Wohnmobil Wanda vor dem Rainbow Rock in Saudi-Arabien

    Elephant Rock

    Mushroom Rock nahe Al-Ula

    Mushroom Rock nahe Al-Ula

    Imposante Felsformationen bei Al-Ula

    Imposante Felsformationen bei Al-Ula

    Marid Castle

    In der Region Al Jawf befindet sich das Marid Castle, es handelt sich um eine alte Militäranlage. sie wurde mehrere Jahrhunderte vor dem Islam erbaut und ist in einem erstaunlich gutem Zustand. Die Anlage sollte die Gegend vor Militärischen Angriffen schützen. Wir konnten das Schloß 2022 besichtigen ohne Eintrittgelder zu bezahlen, allerdings gab es auch keinerlei Informationen in Form von Informationstafeln oder Audio Guide dafür. Dennoch hat sich der Besuch für uns gelohnt

     

    Marid Castle

    Marid Castle

    Blick vom Marid Castle

    Felszeichnungen in der Provinz Hail

    Die Felszeichnungen wurden 2015 in die Liste der UNESCO- Welterbestätten aufgenommen. Die Zeichnungen entstanden über einen Zeitraum von 10000 Jahren an zwei weit auseinanderliegenden Bergen. Wir waren am Berg Dschebel Umm Sinman bei Jubba. Der Eintritt war auch hier im Jahr 2022 frei. Für 20 Euro kann man einen Führer buchen, der einem die Zeichnungen und Entstehungsgeschichte erklärt.

    Felszeichnungen bei Jubba
    Felszeichnungen bei Jubba

    Felszeichnungen bei Jubba

    Edge oft the world

    Etwa 100 Kilometer nordwestlich von Riad entfernt befindet sich der Rand der Welt. Dabei handelt es sich um eine 1131 m hohe Klippe mit spektakulärer Sicht auf die umliegende Landschaft. DIe Anfahrt war für uns ohne 4×4 nicht möglich.

    Red sand dunes

    Die Red Sand Dunes sind eine Dünenlandschaft in der Nähe von Riad. Der Sand leuchtet rötlich und ist besonders im Abendlich und bei Sonnenuntergang ein Hingucker. Man kann sich bei den zahlreichen Beduinenständen ein Quad ausleihen, um über die Sanddünen zu fahrn.

    Spass im Sand der Red Sand Dunes

    Spass im Sand der Red Sand Dunes

    Spass im Sand der Red Sand Dunes

    Blick auf die Red Sand Dunes

    Mekka und Medina

    Diese beiden heiligen Städte des Islam ziehen Millionen von Pilgern aus aller Welt an. In Mekka befindet sich die Kaaba, das zentrale Heiligtum des Islam, und die Große Moschee. Leider ist es nicht Muslimen nicht gestattet die Heilige Stadt zu betreten.

    Medina beherbergt die Prophetenmoschee und das Grab des Propheten Mohammed. Auch in der Prophetenmoschee ist der Eintritt anders Gläubigen nicht gestattet, lediglich den Vorplatz der Moschee kann man sich anschauen.

    Freitags auf dem Vorplatz der Propheten Moschee

    Freitags auf dem Vorplatz der Propheten Moschee

    Vorplatz zur Propheten Moschee

    Vorplatz zur Propheten Moschee

    Medina Blick auf die Propheten Moschee

    Medina Blick auf die Propheten Moschee

    Riad – Die Hauptstadt

    Der Königliche Palast, auch als Masmak-Festung bekannt, ist ein historisches Gebäude in Riad. Es diente einst als Symbol für den Widerstand gegen die osmanische Herrschaft und beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte Saudi-Arabiens erzählt.

    Wahrzeichen der Stadt ist as 202 erbaute und 302m hohe Kingdom Centre. Es beherbergt neben Büros , Appartments ein Hotel und Einkaufszentrum. Riad ist eine Stadt die wie das ganze Land im Aufbruch ist. Es wird viel gebaut und es entsteht viel neues.

    Das Historische Zentrum von Diriyya: Als UNESCO-Weltkulturerbe ist Diriyya ein bedeutender historischer Ort und die Wiege des Saudischen Königreichs. Hier kannst du prächtige Paläste, Festungen und traditionelle Architektur bewundern.

    Blick auf das Kingdom Centre Riad

    Blick auf das Kingdom Centre Riad

    Rub Al-Khali

    Siehe dazu auch die Beschreibung oben im Abschnitt „Straßen“.

    Die Rub al-Khali, auch bekannt als das „Leere Viertel“ ode rin Englisch „Empty Quarter“, ist eine der größten und beeindruckendsten Sandwüsten der Welt. Sie erstreckt sich über vier Länder in der Arabischen Halbinsel: Saudi-Arabien, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen. Die Wüste zeichnet sich durch ihre atemberaubenden Sanddünen aus, die sich sanft im Wind bewegen und eine faszinierende Landschaft schaffen.

    Die Rub al-Khali ist bekannt für ihre extreme Trockenheit und Hitze, wobei die Temperaturen tagsüber oft über 50°C steigen können. Wir hatten im Februar aber sogar einige Tage heftigen Niederschlag. Da sist in einer Gegend in der es sonst nciht Regnet gar nicht so lustig. Der Sand direkt neben der Straße wurde wie Treibsand und die Fahrbedingungen waren sehr anspruchsvoll.

    Die Tierwelt in dieser Region hat sich an die extremen Bedingungen angepasst und umfasst verschiedene Reptilien- und Insektenarten sowie einige wenige Säugetiere. Beduinen leben nur am Rand der Wüste. Im innern ist sie menschenleer. Was ihr auch den Namen gibt.

    Ein Besuch gehört zu einer Erfahrung die du nicht vergessen wirst.

    Blick auf die Dünen der Rub Al-Khali

    Blick auf die Dünen der Rub Al-Khali

    Die Altstadt von Jeddah / Dschidda

    Jeddahs Altstadt, auch als Al-Balad bekannt, ist berühmt für ihre traditionellen Windtürme, historischen Souks und charmanten Gassen. Aktuell wird drt viel renoviert und gebaut.

    Die historische Stadt Najran

    Najran, nahe der jemenitischen Grenze, besticht durch ihre alte Kultur und Architektur. Die Stadt ist für ihre gut erhaltenen Festungen, traditionellen Lehmhäuser und bunten Souks bekannt, die einen Einblick in das Leben in dieser Region bieten.

    Die Taif-Region

    Taif liegt auf einem Hochplateau im Südwesten Saudi-Arabiens und ist bekannt für ihre angenehme Wetterlage und üppige Landschaft. Hier kannst du Obstgärten, Teeplantagen und die umliegenden Berge erkunden. Außerdem gibt es hier halbwilde Pawiane die an den Straßen auf essbares lauern.

    Wadi Disah

    Das Wadi Disah, auch als Wadi Discha bekannt, ist eine atemberaubende Schlucht in der Provinz Al Baha im Südwesten von Saudi-Arabien. Die spektakuläre Landschaft dieses verborgenen Juwels zieht Naturliebhaber und Abenteurer gleichermaßen an. Die Schlucht ist von imposanten Bergketten umgeben, die mit üppiger Vegetation bedeckt sind, was einen starken Kontrast zu den umliegenden Wüstenregionen bildet. Wanderbegeisterte werden von den zahlreichen Wanderwegen begeistert sein, die entlang des Flusses und der steilen Felswände verlaufen und atemberaubende Ausblicke bieten. Eine der beliebtesten Wanderungen führt zur „Felsenpforte“, einem beeindruckenden natürlichen Felsentor, das majestätisch zwischen den Bergspitzen aufragt.

    Das Gebiet ist ein beliebtes Picknick- und Ausflugsziel der Einheimischen, die vor allem an Wochenenden mit Geländewagen durch das Wadi fahren. Ob dies der Natur zuträglich ist, darf bezweifelt werden.

    Das Wadi konnten und wollten wir mit dem Wohnmobil ohne 4×4 nicht durchqueren. Aber eine Wanderung durch das Tal ist sowieso viel schöner.

    Ein Besuch von Oktober bis April wird empfohlen, um das angenehme Klima und die üppige Vegetation in voller Blüte zu erleben und die Schönheit dieser bezaubernden Oase in vollen Zügen zu genießen.

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Eine Landschaft an der man sich nicht satt sehen kann

    Das Catalina Seaplane Wreckage

    Was für eine verrückte GeschichteIn einer großen Bucht von Ras Al-Sheikh Hameed, im Nord Westen von Saudi Arabien am Roten Meer, befindet sich ein merkwürdiger Anblick, das Wrack einer PBY-5A Catalina, eines amerikanischen Militär-Wasserflugzeugs aus den 1930er Jahren.

    Es liegt seit dem 22. März 1960 am Strand, als der amerikanische Geschäftsmann im Ruhestand Thomas Kendall auf seiner Reise mit seinen Kindern und seiner Sekretärin in der Nähe von Ras Al-Sheikh Hameed zwischenlandete. Sie hatten das Flugzeug luxuriös ausgebaut um die Welt zu bereisen. Sie übernachteten dort, doch am nächsten Nachmittag wurden sie von Beduinen mit Maschinengewehren und automatischen Feuerwaffen angegriffen, die glaubten, es handele sich um einen tatsächlichen militärischen Angriff!

    Kendall versuchte, die Catalina zu starten, aber es gelang ihm nur, sie etwa einen Kilometer weit zu bewegen, wo sie auf ein Korallenriff auflief. Nach mehr als 30 Minuten intensiver Schießerei (300 Schüsse trafen das Flugzeug!) wurde die gesamte Besatzung, teils leicht verletzt, von den Beduinen gefangen genommen. Sie wurden nach Jeddah gebracht, aber das beschädigte Wasserflugzeug wurde am Strand zurückgelassen, wo es immer noch liegt, aber durch das Wetter immer mehr beschädigt wird. Die Familie kam nach kurzer Zeit wieder frei.
    62 Jahre später konnten wir die Reste des Wracks immer noch bestaunen.

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Die Überreste der alten Maschine

    Wadi Disah Saudi-Arabien

    Catalina Seaplane Wreckage Saudi-Arabien

    Fazit

    Saudi-Arabien ist ein Land mit einer reichen Geschichte, faszinierenden Landschaften, unglaublicher Gastfreundschaft und einer reichen kulturellen Vielfalt.

    Erkunde die beeindruckenden Wüstenlandschaften der Rub al-Khali und die historischen Stätten wie Medina und die Felsenstadt Hegra. Entspanne am Roten Meer und erlebe Abenteuer in den Wüsten. Tauche ein in die reiche Geschichte von Riad und entdecke die Petroglyphen von Jubbah. 

    Beim Besuch dieser Sehenswürdigkeiten ist es wichtig, die lokalen Gebräuche und Kulturen zu respektieren, um eine bereichernde und respektvolle Reiseerfahrung zu gewährleisten.

    Saudi-Arabien: Ein Land, das es zu entdecken gilt!

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    Wohnmobil-Abenteuer im Irak: Highlights und praktische Tipps!

    Wohnmobil-Abenteuer im Irak: Highlights und praktische Tipps!

    Mit dem Wohnmobil durch den Irak

    Tipps und Wissenswertes für die Reise mit dem eigenen Fahrzeug durch den Irak

    Wer mit dem Wohnmobil oder im Camper durch den Irak reist, betritt geschichtsträchtigen Boden. Der Irak blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück und ist bekannt für seine reiche Kultur. Die Region zwischen den Flüssen Tigris und Euphrat, historisch bekannt als Mesopotamien, wird oft als Wiege der Zivilisation bezeichnet.

    So wurde hier laut Bibel Abraham geboren und Jona vom Wal verschlungen.
    Zwischen Euphrat und Tigris soll in biblischer Vorzeit das Paradies gelegen haben, in dem einst Adam und Eva lebten. Bis Gott sie aus dem Garten Eden vertrieb, weil sie von der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten. Noch heute findet man an den Ufern des Flusses üppige Oasen, doch die Lebensbedingungen der heutigen Bewohner sind nicht immer paradiesisch1.

    „Man kann doch nicht durch den Irak reisen, da ist doch Krieg, oder?“

    So mancher, der von unserem Vorhaben erfuhr, auf dem Rückweg von der arabischen Halbinsel den Irak zu durchqueren, reagierte mit Unverständnis und Besorgnis. „Man kann doch nicht durch den Irak fahren, da ist doch Krieg, oder?“, war dann eine häufige Reaktion.

    Wir wollen hier aufzeigen, wie es uns trotz einiger Schwierigkeiten gelungen ist und worauf man achten muss, wenn man mit dem Wohnmobil durch den Irak reist. Wer die Mühen auf sich nimmt, wird belohnt mit der größten Gastfreundschaft, die man sich vorstellen kann, unglaublichen Erinnerungen und der Erkenntnis, dass kaum etwas so wertvoll ist, wie in Frieden aufwachsen und leben zu dürfen!

     

    Im Irak sind alle stolz über ausländische reisende

    Schiitische Pilgerer

    Sicherheitslage

    Auch wenn der Krieg und der Kampf gegen den IS offziziell vorüber ist, gibt es Sicherheitsbedenken, die Reisen in das Land gefährlich machen können. Das Auswärtige Amt warnt daher vor Reisen in den Irak1.

    Es gibt jedoch einige Orte im Irak, die für Touristen sicherer sind als andere. Die Region Kurdistan-Irak im Norden ist relativ sicher und hat eine reiche Kultur und Geschichte zu bieten und ist von der Reisewarnung ausgenommen. Diese Region ist sehr empfehlenswert, wenn man bereits in der Osttürkei ist.

    Die Region Anbar östlich von Jordanien und südlich von Syrien schien 2023 die unsicherste zu sein. Ein Transit war dort meist nur mit Militäreskorte möglich. Mehr dazu im Abschnitt Einreise.

    Das heißt aber nicht, dass an jeder Ecke Gefahren lauern, man sollte sich nur einfach immer aktuell informieren und am besten mit anderen Reisenden und Einheimischen vernetzen und in Kontakt bleiben. Denn die Sicherheitslage vor Ort kann sich schnell ändern.

    Zerschossener Militärposten im Irak

    Zerbombtes Gebäude in Mossul

    Checkpoints

    Im ganzen Land, insbesondere im Zentralirak, gibt es gefühlt alle 20 km Checkpoints mit angeschlossenem Militärstützpunkt, an denen Fahrzeuge stichprobenartig kontrolliert werden. Wir als offensichtliche Ausländer und Reisende wurden immer kontrolliert. Dann hieß es nicht nur die Papiere aus dem Fenster halten, sondern aussteigen und ins Büro des zuständigen Offiziers gehen. Die Leute waren immer freundlich, aber manchmal war es mehr wie ein Verhör und sie wollten genau wissen, woher wir kommen und wohin wir als nächstes gehen. Pässe, Papiere und das Fahrzeug wurden kontrolliert. Im Durchschnitt standen wir so lange an den Checkpoints, wie wir gefahren sind. So kommt man nur langsam voran. Die Sicherheitskräfte wollen dafür sorgen, dass den Ausländern nichts passiert und geben die Informationen in ihren internen Whatsapp-Gruppen weiter. Ob das zu mehr Sicherheit führt, weiß ich nicht.

    Eine Schwierigekeit für uns war das Thema Stellplatzsuche. Dazu mehr weiter unter.

    An einem der vielen Checkpoints - Selfie mit den Sicherheitskräften gehören dazu

    Visa und Einreise

    Für das gesamte irakische Staatsgebiet, also auch für die Region Kurdistan-Irak, besteht für deutsche Staatsangehörige Visumpflicht. Wer mit dem Wohnmobil durch den Irak reisen möchte, sollte sich vorher genau über die Einreisebestimmungen und Visabestimmungen informieren.

    Neben dem irakischen Dinar wird als zweite Währung der US-Dollar akzeptiert. Achtet darauf, dass ihr schon vor der Grenze genügend Geld in Dollar gewechselt habt. Damit können alle Formalitäten an der Grenze bezahlt werden.

    Da sich vor allem die Formalitäten und Abläufe an den Grenzen schnell ändern können, empfehle ich die App iOverlander, in der alle Grenzübergänge markiert und mit aktuellen Berichten kommentiert sind.

    Formalitäten Fahrzeug

    Für die Einfuhr des Fahrzeugs ist ein Carnet de Passage erforderlich. Wenn man einen guten Fixer hat, kommt man mit etwas Zeit evtl. auch ohne CDP durch. Außderdem werden 100$ sogenannte Road Tax fällig. Befördert man z.B. noch ein Mottorrad mit sich werden häufig nochmal 100$ verlangt.

    Nach einer Fahrzeugversicherung hat niemand gefragt, wir hatten die Jahn+Partner Versicherung, die aber auch den Irak abdeckt. Bei anderen Reisenden musste eine Versicherung abgeschlossen werden für ca. 30$/Woche. Außerdem waren natürlich gültige Reisepässe bzw. Kinderreisepässe erforderlich.

    Visum Region Kurdistan Irak / Einreise aus der Türkei

    Wer von der Türkei in den Nordirak/ Kurdistan-Irak einreist muss folgendes beachten: Das Visum für die Region Kurdistan-Irak / Nordirak berechtigt nicht zur Weiterreise in den Zentralirak! Das ist sehr wichtig, wenn man den gesamen Irak bereisen möchte. Ich kenne Reisende, die vergeblich versucht haben, in Kurdistan-Irak ein Visum für den Zentralirak zu bekommen.

    Update 22.01.24: Stand Januar 2024 ist es nur möglich das Visum für den Zentralirak on Arrival zu erhalten. Entweder über den Flughafen Bagdad oder auf dem Landweg über die Grenzen von Iran, Kuwait oder Jordanien.

    Mir sind nur sehr wenige Fälle bekannt, in denen es deutschen oder österreichischen Staatsbürgern gelungen ist, ein Visum im Voraus über Botschaften außerhalb des Irak zu beantragen. Wenn Ihr andere Erfahrungen gemacht habt, schickt mir einen Kommentar!

    Vorgehensweise zur Durchquerung Irak von Nord (aus der Türkei) nach Süden

    Da das Visum, das man im Nordirak bekommt, im Zentralirak nicht anerkannt wird, kann man also nicht einfach von der Türkei kommend in den Süden, z.B. nach Kuwait fahren. Die einzige Möglichkeit, die ich kenne und die mehrfach funktioniert hat, ist, das Fahrzeug in Erbil abzustellen, nach Bagdad zu fliegen und dort am Flughafen das Visum on arrival für den Zentralirak zu bekommen. Dann fliegt man wieder nach Erbil oder nimmt ein Taxi, um mit dem Fahrzeug weiterzufahren.

    Allerdings ohne Garantie: Man bekommt bei der Einreise in den Nordirak/Kurdistan einen Stempel in den Pass, dass man mit Fahrzeug eingereist ist und das kann dazu führen, dass einem am Flughafen in Erbil die Ausreise ohne Fahrzeug verweigert wird. Am besten schon bei der Einreise in den Nord/Irak erwähnen, dass man in den Zentralirak weiterreisen möchte und darum bitten, das Fahrzeug nicht einzutragen.

    Visum Region Zentralirak

    Für einen Aufenthalt von bis zu 60 Tagen im Irak kann ein Visum bei der Einreise (On-Arrival) beantragt werden, die Kosten betragen ca. 75$ pro Person (auch für Kinder). 

    Einreise / Ausreise  Türkei

    Wie bereits erwähnt, kann man über den Grenzübergang Ibrahim Khalil über die Türkei nach Kurdistan Irak einreisen. Eine Weiterreise in den Zentralirak ist jedoch schwierig bis unmöglich.

    Die Ausreise in die Türkei war der schlimmste Grenzübertritt der ganzen Reise. Ähnlich erging es anderen Reisenden Monate später. Man muss eine selbstgefertigte Liste mit sich führen, auf der die Namen der Insassen, die Passnummern, die Geburtstage und ob man etwas zu verzollen hat, vermerkt sind. Die Ausreise auf irakischer Seite dauerte zwar, war aber nach 2 Stunden erledigt. Danach standen wir 6 Stunden auf einer Grenzbrücke im Niemandsland, weil die türkischen Beamten immer nur wenige Fahrzeuge durchließen. Erst in der Dämmerung konnten wir einreisen, als auf der Brücke schon Lagerfeuer angezündet wurden und eine surreale bedrohliche Atmosphäre entstand. Es sind sehr viele Schmuggler dort, die auch bei uns versucht haben, Zigaretten und bei anderen Kokain am Wohnmobil zu verstecken.

    Also Aufpassen!

    Einreise aus Jordanien

    Ursprünglich wollten wir von Jordanien in den Irak einreisen. Wir haben uns aber dagegen entschieden, weil die Grenze sehr zeitaufwendig ist, vor allem aber, weil man meistens eine Eskorte zugeteilt bekommt, die einen bis kurz vor Bagdad begleitet. Entweder fährt dann ein schwer bewaffneter Soldat mit einem im Auto oder ein Militärgeländewagen vor einem, die dann an den Checkpoints getauscht werden. Diese Fahrt dauert dann viele Stunden, ist überhaupt nicht kalkulierbar und war daher für uns als Familie unvorstellbar.

    Einreise aus dem Iran

    Der Grenzübertritt hier ist wie alle irakischen Grenzen zeitraubend und unübersichtlich. Mit mindestens 5 Stunden dauer muss gerechnet werden. 

    Einreise aus Kuwait

    Wir haben uns für diesen Grenzübertritt entschieden. Er gab uns auch die Möglichkeit, Kuwait kennenzulernen, was sich auf jeden Fall gelohnt hat. Für die Ausreise aus Kuwait in den Irak verlangen die Grenzbeamten auf kuwaitischer Seite ein sogenanntes Green Permit. Eine offizielle Bescheinigung, dass man berechtigt ist, ein irakisches Visum zu erhalten. Dieses Permit haben wir in einem Büro am Flughafen von Kuwait City bekommen. Das war recht unkompliziert, kostenlos und hat ca. 30 Minuten gedauert. Die genaue Position entnehmt ihr iOverlander.

    Auf kuwaitischer Seite muss bei der Ausreise oft noch eine Gebühr von 2KD bezahlt werden. Außerdem sollte man wie immer darauf achten, dass das Carnet de Passage richtig abgestempelt ist.

    Auf der irakischen Seite war der Grenzübertritt sehr unübersichtlich, unzählige Container, in die man sich die Stempel holen musste, ich hatte irgendwann einen Fixer an meiner Seite, der half alles abzuwickeln, er verlangte am Ende 5 US $. Auch der freundliche Grenzbeamte Hosam hilft einem und scheint sehr ehrlich zu sein. wie gesagt 100$ Road Fee, 75$ Visa p.P. und ein paar extra Kosten werden fällig. Nach ca. 4 Stunden sind wir im Irak. Am Ende hat man einen ganzen Stapel Papiere mit vielen Stempeln in der Hand. Diese Papiere sind sehr wichtig und man muss sie an jedem Checkpoint vorzeigen, wo auch drauf steht, wo man wieder ausreisen möchte. Die Papiere werden dann bei der Ausreise wieder vorgelegt.

    Green Permit Kuweit

    Papiere für die Reise durch den Irak

    Warten, warten, warten - heißt es an den vielen Checkpoints

    Praxistipps für die Reise im Wohnmobil und Camper

    Stellplätze und Übernachtungsmöglichkeiten

    Normalerweise stehen wir überall frei, aber im Irak war das aus verschiedenen Gründen schwierig. Zum einen fanden wir an den touristisch interessanten Orten ohne 4×4 kaum uneinsehbare und ruhige Plätze, zum anderen wäre es für die Sicherheitskräfte nicht sofort ersichtlich, was man dort macht. Denn Reisende mit Wohnmobilen sind noch selten. Am wohlsten und sichersten fühlten wir uns auf bewachten Parkplätzen oder im Hof von Familien, mit denen wir in Kontakt kamen und die uns einen Platz anboten.

    Einige Reisende berichten auch von Übernachtungen an Checkpoints. Diese haben aber oft eher den Charakter einer schmutzigen Raststätte und ich hatte den Eindruck, dass die Sicherheitskräfte nicht auch noch auf die übernachtenden Touristen aufpassen wollten, was verständlich ist.

    Auch hier lohnt es sich, die App iOverlander zu nutzen, wo einige Übernachtungsmöglichkeiten aufgelistet sind. Man sollte auch immer die neuesten Bewertungen lesen, wie die aktuelle Situation vor Ort ist. Außerdem haben wir uns über soziale Netzwerke mit anderen Reisenden, die vor kurzem im Irak waren, vernetzt und nach aktuellen Erfahrungen und Tipps gefragt.

    Wir durften Gäste bei Ahmed und seiner gastfreundlichen Familie sein

    Wasser

    Die Wasserversorgung bzw. die Wasserqualität ist natürlich so eine Sache. Aber mit Filter ging es. Wir konnten bei unserer Gastfamilie Saad auftanken. Lest hier mehr dazu wie wir zuverlässig unser Wasser aufbereiten und filtern.

    Kraftstoffversorgung

    Diesel war zumindest im Frühjahr 2023 im Zentralirak absolute Mangelware. An den Tankstellen bildeten sich endlose Schlangen wartender Lastwagen. Unter der Hand gelang es mir, 25 Liter Diesel zu ergattern. Mit meinen zwei zusätzlichen Kanistern* kamen wir so bis in den Nordirak. In Kurdistan war das Tanken überhaupt kein Problem. Man muss nur darauf achten, dass man vor der Einreise genügend Diesel an Bord hat. Benzin schien kein Problem zu sein.

    Mobiles Internet im Irak

    Eine SIM Karte konnte ich noch innerhalb der Grenzeanlage schnell und unbürokratisch kaufen. Für Schlappe 15$ erhielt ich 40GB Datenvolumen. Der LTE Empfang war überall überraschend gut.

    Einkaufen

    Am besten deckt man sich schon vor der Einreise mit dem Nötigsten ein, im Zentralirak gibt es auch kleinere Läden, aber ein großes Sortiment darf man nicht erwarten. Obst und Gemüse war an Straßenständen erhältlich. In Kurdistan Irak gibt es sogar einen Carrefour.

    Alle freuen sich über Besucher auch die Gemüsehändler am Straßenrand

    Straßenhändler im Südirak

    Frischer Fisch am Straßenrand- Was für harte Mägen

    Essen

    Das Essen empfanden wir als ganz anders und viel abwechslungsreicher als noch in Saudi-Arabien und Oman. Es ist eher eine Mischung aus türkischer und levantinischer Küche. Wir fanden es sehr lecker.

    Super lecker die irakische Küche

    Straßen und Navigation

    Wir waren ja schon einiges gewohnt, was die Straßen angeht, aber im Irak waren die Nebenstraßen teilweise wirklich eine Katastrophe. Das ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man den Krieg bedenkt. Man sieht aber auch einige Baustellen, wo immer mehr Straßen repariert werden. Der Highway 1 von Süden nach Norden war aber einigermaßen in Ordnung. Wenn man davon abweicht, um Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, muss man mit einer wesentlich längeren Fahrzeit rechnen, als das Navi anzeigt, nicht zuletzt wegen der Checkpoints.

    Hier viele Tipps in meinem Artikel über Offroad Ausrüstung 

    Navigation ist auch so ein Thema, ich war überrascht, als Google Maps nicht funktionierte. Das ist wohl von den USA im Irak blockiert, zumindest die Live-Navigation. Also habe ich die App Maps Me benutzt, das hat auch gut funktioniert. Am besten die App und Offline-Karten vorher herunterladen.

     

    Geld

    Wie bereits erwähnt, ist das wichtigste Zahlungsmittel der irakische Dinar, aber auch der US-Dollar wird überall akzeptiert. US Dollar werden auch überall gerne gewechselt.

    Sonnenuntergang am Tigris

    Müllentsorgung - Licht und Schatten liegen nah beieinander

    Verständigung

    Die Iraker sind Fremden gegenüber sehr offen und freundlich. Wir mussten nie lange um Hilfe bitten. Englisch sprechen allerdings die wenigsten, auch hier hilft eine Translator App. Wir haben aber auch Iraker kennengelernt, die im Ausland leben oder im Asyl waren und daher gutes Englisch oder sogar Deutsch sprechen, dann kann man auch tiefer gehende Gespräche führen.

    Ein paar Worte auf Arabisch öffnen schnell die Herzen

    Hallo                                  –     marḥaba

    Friede sei mit dir             –     as-salamu alaykum

    Antwort:

    Auch mit dir sei Friede   –     waalaykum as-salam

    Tschüss                              –     maʿa s-salamah

    Ja                                         –    naʿam

    Nein                                    –   

    Danke                                 –    šukran

    Touristische Highlights und Sightseeing im Irak

    Da wir den Irak von Süden nach Norden durchquert haben, beschreibe ich die irakischen Sehenswürdigkeiten in dieser Reiserichtung. Diese Aufzählung ist nur ein Auszug, es gibt noch viel mehr kulturhistorische Sehenswürdigkeiten im Irak.

    Marschland (al-Ahwar) im Südirak

    Das Marschland im Südirak ist ein riesiges Feuchtgebiet und ein einzigartiges Ökosystem. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 20.000 Quadratkilometern und beherbergt zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
    Auch unter dem Namen al-Ahwar“ bekannt und wurde das Marschland 2016 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
    Leider ist es durch zunehmende Trockenheit infolge des Klimawandels vom Verschwinden bedroht, zudem stellen ungeklärte Abwässer ein großes Problem dar.

    Als erste Station nach dem Grenzübertritt wählten wir das Chabaish Märtyrer Denkmal. Das 2008 errichtete Denkmal erinnert an die vielen getöteten Marschland-Araber, die unter Saddam Hussein ums Leben kamen. Es liegt mitten im Marschland und die netten Sicherheitsleute lassen einen ohne Probleme auf dem bewachten Parkplatz übernachten. Am Abend kam Achmed vorbei und sagte, er sei der örtliche Tourismusmanager, was immer das heißen mag. Er bot uns an, für den nächsten Tag eine Bootstour zu organisieren. Wir lehnten ab, da wir von den ganzen Eindrücken und dem Tag noch zu überwältigt waren, außerdem war unser Plan schnell nach Baylon zu kommen. Im Nachhinein hätten wir die Tour auf jeden Fall machen sollen, die Berichte der anderen Reisenden waren durchweg positiv.

    Chabaish Märtyrer Denkmal im irakischen Marschland

    Marschland (al-Ahwar) im Südirak

    Ur

    Ur ist eine der ältesten sumerischen Stadtgründungen und ein altes Zentrum in Mesopotamien (Zweistromland, im heutigen Irak). Die Anfänge der Stadt reichen bis etwa 4000 v. Chr. zurück, sie war ein Zentrum der frühen Hochkultur der Sumerer im heutigen Südirak. Das bedeutendste Relikt ist die so genannte Zikkurat. Eine Zikkurat ist ein Stufentempel in Mesopotamien. Die Zikkurat von Ur war ein Stufentempel, der dem Mondgott Nanna geweiht war. Diese war Teil eines Tempelkomplexes, zu dem noch weitere Gebäude gehörten. Die Ruinenstätte liegt 150 Kilometer westlich von Basra im Irak und heißt Tell Mukajir.

    Nadschaf

    Najaf liegt südlich von Bagdad und hat 900.583 Einwohner. Sie zählt zu den sieben heiligen Städten des schiitischen Islam.

    Die Imam-Ali-Moschee ist eine Moschee in der Stadt Nadschaf im Irak. Sie ist nach dem arabischen Kalifen ʿAlī ibn Abī Tālib benannt, der 661 ermordet und dort begraben wurde, dem Schwiegersohn und Cousin des Propheten Mohammed und ist eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten.

    Der Wadi al-Salam, was übersetzt Tal des Friedens heißt, ist ein Friedhof in der Stadt Nadschaf . Er ist der größte Friedhof der Welt und hat eine Fläche von 1.485 Hektar. Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Gräber es auf dem Friedhof Wadi al-Salam gibt. Man geht von mehreren Millionen Gräbern aus. Durch die Nähe zum Imam Ali Schrein ist er für Schiiten so bedeutend.

    Babylon

    Der Besuch der antiken Ruinen von Baylon und dem angrenzenden ehemaligen Palast Saddam Husseins war für mich ein absolutes muss und auch empfehlenswert.

    Babylon war eine der bedeutendsten Städte des Altertums und eine der ersten von Menschen erbauten Städte. Die im 18. Jahrhundert v. Chr. gebaute Stadt war ein wichtiges Handelszentrum und ein Zentrum der Wissenschaft und Kultur. Sie war auch für ihre hängenden Gärten bekannt, die als eines der sieben Weltwunder der Antike gelten. Der Turmbau zu Babel war ein berühmtes Bauwerk in Babylon und wurde im Alten Testament erwähnt.

    Der Turmbau zu Babel ist der Versuch der Menschen, einen Turm zu bauen, der bis in den Himmel reicht. Gott bestraft die Menschen für ihre Überheblichkeit und Verwirrung, indem er ihre Sprache verwirrt und sie unfähig macht, miteinander zu kommunizieren. Der Turmbau zu Babel ist ein Symbol für die menschliche Überheblichkeit und die Unmöglichkeit, Gott zu erreichen.

    Ischtar Tor in Babylon war das mächtigste und prächtigste aller Tore

    Das heutige Ishtar Tor ist nur eine Nachbildung, im hinteren Teil der Anlage wird aber aktuell das echte wieder freigelegt

    Ruinen von Babylon

    Der Löwe von Babylon

    Der ehemalige Palast von Saddam Hussein

    Wir lieben Lost Places, und dieser ist schon etwas Besonderes.
    1986 ließ Saddam Hussein das kleine Dorf Qawarish sprengen und neben der zerstörten Stadt Babylon einen künstlichen Hügel aufschütten. Auf dem Hügel errichtete er einen Palast, von dem aus er den von ihm befohlenen Wiederaufbau Babylons überwachen konnte. Er sah sich als moderne Reinkarnation des babylonischen Königs Nebukadnezar. Nach seinem Sturz wurde der Palast von den US-Streitkräften genutzt und verfällt seit deren Abzug. Am Wochenende picknicken die Iraker im angrenzenden Park, genießen die Aussicht vom Palast und machen Selfies von sich im Palast des ehemaligen Diktators.
    Saddam muss unzählige Paläste gehabt haben und man sagt, dass diese immer für ihn bereit standen, auch wenn er nur spontan und unangemeldet für eine Nacht vorbeikam.

    Palast Saddam Hussein Babylon Irak

    Palast Saddam Hussein intaktes Deckengemälde

    Überall Reliefs, Initialen und Inschriften des Vergangenen Diktators

    Blick von Saddams Balkon

    Weitere touristische Ziele

    Aufgrund der Zeit und weil wir mir den kleinen Kindern die langen Fahrten gescheut hatten konntne wir nur einen kleinen Bruchteil entdecken. Weitere Highlights wären noch:

    1. Baghdad
    2. Sammara
    3. Festung von Al-Ukhaidir
    4. Natur im Nordirak
    5. Erbil

    Fazit:

    Die Reise in den Irak haben wir in keiner Weise bereut. Wir wünschen den Menschen, dass sich die Situation weiter verbessert und hoffentlich eine Zeit des Friedens anbricht. Man sollte sich nur vor der Einreise umfassend und aktuell informieren und immer auf sein Bauchgefühl hören.

    Bei diesem Campingshop bestelle auch ich regelmäßig, er bietet eine gutes Preis- Leistungsverhältnis!



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