Abenteuer Türkei: Mit dem Wohnmobil zu den besten Spots!

Abenteuer Türkei: Mit dem Wohnmobil zu den besten Spots!

Mit dem Wohnmobil das Herz der Türkei erleben

Abenteuer Türkei: Mit dem Wohnmobil zu den besten Spots!

Die Türkei ist ein ideales Land, um mit dem Wohnmobil zu reisen oder ienen Campingurlaub zu machen. Es ist noch nicht überlaufen und du kannst praktisch überall frei stehen. Die Landschaft hat so viel zu bieten, sei es die schier unendliche Anzahl historischer Stätten, Naturschönheiten oder kulturelle Angebote.

Die Türkei steckt voller Highlights und Sehenswürdigkeiten. Das Land, das geographisch sowohl in Europa als auch in Asien liegt, ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Besonders außerhalb der Hauptsaison, wenn nur wenige Touristen im Land sind, kannst du die meisten Attraktionen in Ruhe und fast alleine genießen. Hier teilen wir unsere Camping Erfahrungen in der Türkei!

Das eigentliche Highlight sind die Menschen

Baden im Meer ist oft bis weit in den Herbst hinein möglich. Auch abseits der bekannten Touristenpfade kannst du unzählige Highlights finden. Wir waren insgesamt vier Monate in drei Abschnitten mit unserem Wohnmobil dort unterwegs und haben noch lange nicht alles gesehen.

Aber das eigentliche Highlight sind die Türken selbst. Fast jeder Tag wurde uns mit netten Begegnungen und herzlicher Gastfreundschaft versüßt. Hier stört man sich nicht an den Campern, sondern freut sich über die Gäste.

Blick vom Bosporus auf die Altstadt

Sicherheitslage/ Sicherheit

Wir haben die Türkei als sehr sicheres Reiseland erlebt und hatten zu keiner Zeit ein schlechtes Gefühl oder Zwischenfälle. Im Gegenteil, wir hatten sogar Einheimische, die sich um uns gekümmert haben oder Polizisten, die abends noch einmal an unserem Schlafplatz vorbeigeschaut haben, ob alles in Ordnung ist.

Natürlich gelten die allgemeinen Sicherheitstipps für Wohnmobilreisende. siehe dazu unseren ausführlichen Artikel.

Wie überall gilt es in größeren Städten oder Hafenstädten wie Mersin besonders aufmerksam zu sein und im Zweifel lieber bewachte Parkplätze zu nutzen.

Über die aktuellen Sicherheitshinweise gibt das Auswärtge Amt auskunft.

Visa, Einreise und Formalitäten

Visum und Aufenthaltsdauer

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen kein Visum.

90 Tage ohne Visum

Einreise

Für die Einreise in die Türkei benötigst du einen Reisepass oder Personalausweis. Der Reisepass muss noch mindestens eine freie Seite haben, sonst kann die Einreise verweigert werden.

Von Reisen mit dem vorläufigen Personalausweis rät das Auswärtige Amt ab. Für Kinder ist ein Kinderreisepass erforderlich.

Unsere Einreisen verliefen immer recht einfach und unbürokratisch, wenn du die folgenden Punkte beachtest.

Formalitäten mit dem Fahrzeug

Bei der Einreise in die Türkei ist zu beachten, dass das Fahrzeug auf den eigenen Namen zugelassen sein muss. Eine beglaubigte Nutzungsüberlassung der Person, auf die das Fahrzeug zugelassen ist, wird ebenfalls akzeptiert.

Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte dies jedoch im Vorfeld geklärt werden.

Kfz-Versicherung

Es wird eine internationale Versicherungskarte (Grüne Karte) benötigt, die bescheinigt, dass das Fahrzeug auch in der Türkei (europäischer und asiatischer Teil) versichert ist.

Es lohnt sich, vorher mit der eigenen Kfz-Versicherung Kontakt aufzunehmen, oft ist dies gegen eine geringe Gebühr möglich. Alternativ kann an der Grenze eine Versicherung für die Zeit in der Türkei abgeschlossen werden, was in der Regel teurer ist.

Wenn du ein weiteres Fahrzeug wie z.B. einen Roller oder ein Motorrad mitbringst, ist natürlich auch dafür eine Versicherung notwendig.

 Zoll und Freimengen

Zollfrei eingeführt werden dürfen:

  • 600 Stück Zigaretten,
  • 1 l Getränke mit Alkoholgehalt über 22%, 1 l Getränke mit Alkoholgehalt bis zu 22% (nur für Reisende über 18 Jahre),
  • 1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1kg Tee,
  • 1 kg Schokolade, 1 kg Süßigkeiten.

Wie an den meisten Grenzen wird die Einfuhr von Alkohol und Zigaretten stichprobenartig kontrolliert, aber um die Lebensmittel, die wir als Camper selbstverständlich an Bord haben, hat sich bei unseren mehrmaligen Einreisen noch nie jemand gekümmert.

Einreise mit Haustieren

Die Einfuhr von Heimtieren ist grundsätzlich möglich. Die Tiere müssen gechipt oder gekennzeichnet sein und über eine mindestens 15 Tage und höchstens 12 Monate alte Tollwutimpfung verfügen. Ein EU-Heimtierausweis ist hilfreich, aber nicht vorgeschrieben.

Anreise

Um in die Türkei zu gelangen, bietet sich zum einen der Landweg über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien an, was der schnellsten Route entspricht, oder man wählt in Italien eine Fährverbindung nach Griechenland und reist über Nordgriechenland in die Türkei ein.

 Und dann heißt es ankommen und genießen! Hoşgeldiniz!

Grenzübergang Ipsala zu Griechenland

Beste Reisezeit und Klima

Die Türkei bietet verschiedene Klimazonen und somit unterschiedliche ideale Reisezeiten je nach Region. Generell ist die beste Reisezeit für die meisten Regionen im Frühling (April bis Juni) und im Herbst (September bis Oktober). Das Wetter ist mild, angenehm und ideal für Outdoor-Aktivitäten. Im Sommer (Juli bis August) kann es in einigen Teilen der Türkei, insbesondere an der Küste und in den Küstenstädten, sehr heiß werden. Der Winter (Dezember bis Februar) ist in einigen Gebieten, wie beispielsweise in Zentralanatolien oder im Osten des Landes, sehr kalt und schneebedeckt. Für Skifahrer und Wintersportliebhaber sind dies jedoch ideale Monate. Es ist ratsam, die spezifischen klimatischen Bedingungen der jeweiligen Region, die man besuchen möchte, zu berücksichtigen und entsprechend zu planen.

Wir haben die Türkei auch einmal als Überwinterungsziel besucht und dort 3 Monate von Dezember bis Februar verbracht. Teilweise hatten wir super Wetter an der Ägäis und an der Mittelmeerküste, aber auch viel Regen und auch Schnee in Zentralanatolien. Der Besuch in Kapadokien fand dann bei Schnee und eisigen Minustemperaturen statt. Zu Silvester waren wir wiederum bei Sonnenschein und milden Temperaturen im Mittelmeer baden.

Praxistipps fürs Cmping und die Reise im Wohnmobil durch die Türkei

Stellplätze, Campingplätze und Übernachtungsmöglichkeiten

Um mit dem rollenden Zuhause in der Türkei gut zurechtzukommen, sollte das Wohnmobil autark sein. Das heißt, du solltest nicht auf Landstrom angewiesen sein. Außerdem sollte ein Toilettensystem gewählt werden, das eine chemiefreie und umweltfreundliche Entsorgung ermöglicht.

Wir haben vereinzelt Campingplätze gesehen, die aber nur saisonal geöffnet sind und oft nicht den mitteleuropäischen Erwartungen entsprechen.

Die Türkei ist ein wahrer Traum, zum Freistehen. Man wird eigentlich überall toleriert. Solange man sich benimmt und alles sauber hinterlässt. Es gibt unzählige traumhafte Spots, aber auch Parkplätze in Parks sind oft einfach praktisch, weil es dort meistens Wasser, Bänke und Grillplätze gibt. Was Camping in der Türkei angeht haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.

Stellplatz am Strand bei Silifke

Gasversorgung

Das Tanken von Gas ist an fast jeder Tankstelle möglich. Hierzu sollte man eine Gasflasche mit Autostop haben und unbedingt entsprechende LPG Tankadapter* . Wer es in Erwägung zieht ausländische Gasflaschen, mit meist anderem Anschluss, an seinem Gassystem zu nutzen, sollte Gasanschluss Adapter*  dabei haben.

Ich persönlich nutze diese leichte Komposit Gasflasche mit Autostop von Vosken.de

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Wasserversorgung mit dem Wohnmobil

Die Möglichkeit, Frischwasser aufzufüllen, gibt es in der Türkei praktisch an jeder Ecke. Die Qualität des Wassers ist in der Regel gut, meist wird sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um Trinkwasser handelt.

Dennoch filtern wir unser Wasser immer und überall  mit diesem System*, da wir ausschließlich dieses Wasser trinken.

Außerdem solltest du einen sogenannten Wasserdieb * im Gepäck haben, da die Wasserhähne an den Brunnen meist keine Möglichkeit gaben eine Schlauchkupplung anzuschrauben.

Lies hierzu unbedint unseren ausführlichen Artikel zum Thema Wasserfilterung aus Reisen.

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Typischer Wasserbrunnen - Mit Filter und Wasserdieb

Kraftstoffversorgung

Die Tankstellendichte ist sehr gut und man muss nicht lange planen. Wie überall in der Türkei wird Service groß geschrieben. Man bleibt einfach sitzen und der Tankwart übernimmt den Tankvorgang, nebenbei wird oft auch noch die Windschutzscheibe geputzt.

Ein Trinkgeld wird nicht unbedingt erwartet, aber ich gebe immer etwas für den guten Service und die im Vergleich zu Mitteleuropa ohnehin niedrigeren Preise.

Die Benzinqualität ist in der Regel gut. Wer ein modernes und empfindliches Fahrzeug hat, sollte sicherheitshalber Markentankstellen ansteuern. Diesel ist immer verfügbar, ebenso LPG.

Die Preise sind deutlich günstiger als in Deutschland. Die aktuellen Preise sind hier zu finden.

Mobiles Internet in der Türkei

Einer der ersten Schritte nach der Ankunft ist der Kauf einer lokalen SIM-Karte. Es gibt zwei große Anbieter, Türk Telekom und Türkcell. In letzter Zeit sind die Preise für den Erstkauf einer SIM-Karte stark gestiegen. Wir haben im März 2023 bei Türk Telekom 33€ mit 25GB Datenvolumen bezahlt. Wenn man 45GB nachbuchen möchte, kostet das 12€. Der Vorteil bei Türkcell ist die gute App, mit der man auch per Kreditkarte neues Datenvolumen buchen kann.

Stand März 2023 war es mir als Tourist nicht möglich die App von Türk Telekom einzurichten. Somit wusste ich nie wieviel Datenvolumen noch übrig ist. Für mich ein No-go und beim nächsten mal greife ich wieder zu Türkcell

Es empfiehlt sich vor der Einreise Offlinekarten für die Navigation herunterzuladen und zu recherchieren wo der nächste Mobilfunkanbieter ist.

 

Türkcell Simkarte

Einkaufen

Die bekanntesten Supermärkte in der Türkei sind BIM, A101, SOK, Carrefour und Migros. Migros unterscheidet sich in der Größe durch die Anzahl der M’s. 5M Migros ist also ein Einkaufszentrum, in dem man auch Elektronik, Spielzeug und Kleidung kaufen kann. Hier gibt es eine gute Qualität und eine ordentliche Auswahl.

Darüber hinaus empfiehlt sich ein Besuch auf dem Markt, der in fast jeder Stadt einmal in der Woche stattfindet, oder du hältst einfach im Vorbeigehen an einem Gemüsestand. Dies Auswahl und Qualität dort ist einfach super und wir vermissen die Märkte sehr.

Baumärkte

Wenn du an deinem Wohnmobil etwas reparieren oder verändern möchtest, wirst du sicherlich einen Baumarkt suchen. Ganz große, wie in Deutschland üblich, gibt es nur wenige. In den größeren Städten habe ich aber Filialen der deutschen Kette Bauhaus gefunden.

Kleiner aber trotzdem sehr gut sortiert sind die Märkte der Kette Koçtaş. Außerdem gibt es noch die Märkte der Kette Tekzen.

Essen in der Türkei

Wir können uns kaum erinnern, in der Türkei schlecht gegessen zu haben. Rückblickend ist es auch verwunderlich, warum in Deutschland jeder nur Döner kennt. Sowohl in den Restaurants als auch beim Streetfood ist das Essen einfach lecker. Die türkische Küche ist sehr vielfältig, regional unterschiedlich und vereint Einflüsse verschiedener Kulturen.

Es gibt so viele leckere Gerichte wie Adana Kebap, Köfte, Çobra Suppen, Salate, Pide was wie eine Pizza ist, Dürüm Kebap im Fladenbrot, Çig Köfte – ein beliebtes veganes Gericht und vieles mehr. Zum Nachtisch gibt es Çay, den traditionellen schwarzen Tee und ein Stück süßes Baklava.

Ein Tipp sind auch die Lokantas. Das sind kleine, einfache Restaurants ohne viel Schnickschnack, die bereits fertige Tagesgerichte zu einem sehr kleinen Preis anbieten, die trotzdem sehr lecker sind. Du mussst nur auf den Topf zeigen, was du essen möchtest.

Türkische Küche - Für jeden was dabei

Ein Glas Çay gehört einfach dazu

Straßen, Navigation und Maut

Die Straßen in der Türkei sind im Allgemeinen in gutem Zustand (zumindest auf allen Straßen, die wir befahren haben), Autobahnen, einige Tunnel und Brücken sind mautpflichtig. Die Maut ist elektronisch und erfordert einen HGS-Aufkleber für die Windschutzscheibe.

Dieser kann man bei den Postämtern der PTT oder an den Autobahnraststätten kaufen. Dort bucht man ein Guthaben auf sein HGS-Konto, das über eine App verwaltet werden kann. Dort kann man auch das Restguthaben und die Transaktionen einsehen.

Die Navigation mit Google Maps, MapsMe oder ähnlichen Apps funktioniert problemlos.

Mautverstöße

Um eventuelle Maut Verstöße einzusehen, weil man z.B. noch keinen HGS Aufkleber hatte oder das Guthaben nicht ausreichen war, kann man unter diesem Link sein Kennzeichen eingeben und dies abfragen.

Wird dort ein Mautverstoß angezeigt, hat man 7 Tage Zeit, diesen in einer PTT-Filiale ohne Strafgebühr zu begleichen.

Wenn man nicht das ganze Land am Stück durchqueren möchte, kann man die Maut auch gut umgehen, da auch die Ausweichstrecken oft ein zügiges Vorankommen ermöglichen.

Update 17. April 2023 Online bezahlen:

Laut ADAC und anderen Reisenden kann man die HGS Maut Schulden bzw. Verstöße als Ausländer inzwischen auch online binnen 15 Tage begleichen, auch wenn man gar kein HGS Tag hatte. Hier der Link!

Geld und Reisebudget

Was kostet eine Reise durch die Türkei?

Kein anderes Land auf unserer Reise durch Europa und Asien hatte ein so gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Leider befindet sich die türkische Wirtschaft in einer schwierigen Lage und die Inflation ist hoch. Das macht den Einheimischen sehr zu schaffen, was man immer bedenken sollte und auch mal ein Trinkgeld geben bzw. immer abwägen, inwieweit ein hartes Preisfeilschen angebracht ist.
Generell kann man sehr gut und günstig essen gehen und Dienstleistungen sind preiswert.

Da es in der Türkei unglaublich viele Sehenswürdigkeiten gibt, ist es angenehm, dass diese oft sogar kostenlos sind oder der Eintrittspreis in der Regel nicht sehr hoch ist.

Als Kreditkarte hat sich unsere Barcleycard Visa bewährt, mit der man im Ausland gebührenfrei Bargeld abheben und bezahlen kann. Leider berechnen die Kreditinstitute in der Türkei eine Abhebegebühr, die je nach Anbieter unterschiedlich hoch ist, so dass sich ein Vergleich an verschiedenen Geldautomaten lohnt.

Außerdem sollte man beim Abheben auf die DCC umrechnung in Euro verzichten sondern den Kurs in Landeswährung nehmen. Für die feste Berechnung in Euro fallen nochmal versteckte Gebühren an.

Wir hatten ein monatliches Budget für uns als Familie von 600-800€. Hier eine Preisübersicht vom März 2023:
1 Liter Diesel – 1€
Campingplatz – 5€/Nacht
Essen gehen im Restaurant für 2-3 Personen – 15€ bis 20€.
1 Brot – 0,5€ bis 1€
Dürüm am Straßenstand – 1,50€
Obst und Gemüse auf dem Markt sehr günstig

Verständigung und kleiner Sprachführer

Die Türken sind ein sehr warmherziges und gastfreundliches Volk. Englisch als Fremdsprache ist leider nicht sehr verbreitet, vor allem in abgelegenen Gebieten.

Die meisten Türken sprechen ausschließlich Türkisch. Hier hat sich die Google Translater App bewährt, die auch von den Einheimischen genutzt wird und eine Kommunikation ermöglicht.

Ansonsten werden verschiedene Personen in der Umgebung zusammengetrommelt, bis sich jemand findet, der Englisch oder gar Deutsch spricht.

 

Ein paar Worte auf Türkisch öffnen schnell die Herzen.

Hoşgeldiniz – Herzlich willkommen, Antwort Hoşbulduk – Danke

Günaydın – Guten Morgen

İyi günler – Guten Tag (formell)

Merhaba – Hallo (informell)

Allaha ısmarladık – Tschüss

Hoşçakal – Tschüss

Tamam – Ok

Evet – Ja

Hayır – nein

Lütfen – Bitte!

Teşekkür ederim / teşekkürler – Danke

Fiyatı ne kadar? – Wieviel kostet es?

Almanya – Deutschland

Bir – 1, İki -2, Üç -3, Dört -4, Beş -5, Altı – 6, Yedi – 7, Sekiz – 8, Dokuz – 9, On – 10

Reparatur und Technik

In der Türkei gibt es praktisch in jeder größeren Stadt ein Werkstattviertel, in dem man jedes Handwerk findet, das man braucht. Die Türken sind unglaublich geschickt und erfinderisch.

Es gibt nichts, was sie nicht schnell reparieren können. Wenn also Reparaturen oder Wartungen am Wohnmobil anstehen. Hier gibt es eine gute und günstige Möglichkeit, diese Dinge erledigen zu lassen. Uns als Touristen wurde auch immer schnell geholfen, ohne wochenlange Wartezeiten wie in Deutschland.

Um die richtige Werkstatt zu finden, fragt man sich einfach durch, in der Regel arbeiten die Werkstätten auch gut zusammen und zeigen einem, wo man hin muss.

 

Zwei Mechaniker vor dem Auto in der Werkstatt

Obligatorisch für uns der Kundendienst in der Türkei

Zwei Mechaniker vor dem Auto in der Werkstatt

Unsere Wanda in der Werkstatt in Kesan

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Spezielle Ausrüstung für die Reise mit dem Wohnmobil durch die Türkei

In der Türkei sind wir einige Male stecken geblieben. An den Stränden fährt man oft durch den Sand oder über unbefestigte Straßen und Wege. Bei Regen und im Herbst/Winter wird es abseits der Straße und auf dem Campingplatz schnell matschig. Lies hier zum einen unseren Ratgeber zum Offroad-Fahren und zum anderen unsere Empfehlung zur Offroad-Ausrüstung, damit du dir selbst helfen kannst, solltest du dich festgefahren haben.

Sehenswürdigkeiten, Highlights und Sightseeing in der Türkei

Die Türkei ist und bleibt mit Abstand unser Lieblingsland. Das Schönste an einer Wohnmobilreise durch die Türkei ist die Möglichkeit, die Vielfalt der Landschaften zu erleben. Von grünen Tälern und Bergen bis hin zu beeindruckenden Küstenlandschaften und endlosen Steppen bietet die Türkei eine erstaunliche Abwechslung. Jede Region hat ihren eigenen Reiz und ihre Besonderheiten. Die Türkei ist ein kulturell reiches Land mit einer Vielzahl von historischen Stätten, traditioneller Musik und Tanz, kulinarischen Genüssen sowie einzigartigen Bräuchen und Traditionen. Aber wir sind uns einig: Das Beste an der Türkei sind die Türken selbst. Die Gastfreundschaft war stets von großer Herzlichkeit geprägt. Kinder werden in dieser Kultur als Schätze und nicht als Störenfriede betrachtet. Damit punktet das Land vor allem bei Familien. Und nicht zuletzt hat man, zumindest in der Nebensaison, die größte Auswahl an den schönsten Stellplätzen mitten in der Natur. Eine Wohnmobilreise durch das Land ermöglicht es dem Besucher, in diese faszinierende Kultur einzutauchen und die Schönheit und Vielfalt der türkischen Kultur hautnah zu erleben.

Besonders für Familien mit Kindern, gibt es kaum ein besseres Reiseziel!

Marmararegion

Die Marmararegion ist recht dicht besiedelt, aber auch hier findet man schöne Plätze und Orte am Wasser oder in den Picknick-Parks, von denen es in der Türkei unzählige gibt.
Unser Tipp in der Marmararegion ist Istanbul

Blick auf die 2022 eröffnete Çanakkale-1915-Brücke

Istanbul

Istanbul ist ein absolutes Must-See und die einzige Stadt der Welt, die sich über zwei Kontinente erstreckt – Asien und Europa. Außerdem ist sie eine der ältesten Städte der Welt. Die Meerenge des Bosporus trennt die europäische Seite im Westen von der asiatischen im Osten. Istanbul ist reich an kultureller Vielfalt, beeindruckender Architektur und vielen historischen Denkmälern.

Stellplatztipp

Wir haben uns immer für diesen bewachten und umzäunten Stellplatz mitten in der Stadt mit Duschen und Waschmaschine entschieden. Er kostet 10€ die Nacht und ist sein Geld wert. Hier trifft man immer andere Reisende und kann direkt mit der Stadterkundung beginnen.

Mein Geheimtipp: Direkt hinter dem Stellplatz ist ein sehr authentisches und quirliges Viertel. Dort werden die Waren der Großhändler in alle Welt verschickt und mit Handkarren transportiert. Schaut euch das Treiben an. Es gibt auch Obst- und Gemüsestände. In dieser Bäckerei habe ich abends immer leckeres frisch gebackenes Brot direkt aus dem Ofen gekauft.

Hagia Sophia

Die Hagia Sophia wurde im 6. Jahrhundert ursprünglich als Kirche erbaut, später in eine Moschee umgewandelt, dann in ein Museum und ist heute wieder eine Moschee. Die Hagia Sophia ist eines der beeindruckendsten architektonischen Meisterwerke der Welt. Ihre imposante Kuppel und ihre reiche Geschichte machen sie zu einem absoluten Highlight.

Blick auf die Hagia Sophia in Istanbul

Topkapi-Palast

Der Topkapi-Palast war über vier Jahrhunderte die Hauptresidenz der osmanischen Sultane und das politische Zentrum des Reiches. Heute ist er ein Museum mit königlichen Schätzen, Reliquien, antiken Waffen und prächtigen Sälen. Atemberaubend sind auch die Gärten und die Ausblicke auf das Marmarameer und den Bosporus. Es lohnt sich, einen Audioguide mitzunehmen, der spannende Geschichten zu den einzelnen Bereichen des Palastes erzählt.

Ein Teil einer riesigen Palastanlage des Topkapi Palastes

Die Blaue Moschee (Sultan-Ahmed-Moschee)

Mit ihren sechs Minaretten und den berühmten blauen Iznik-Kacheln ist sie eines der bekanntesten Wahrzeichen Istanbuls. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist auch heute noch eine aktive Moschee, die für Besucher geöffnet ist.

Der Große Basar (Kapalı Çarşı)

ist eine riesige Markthalle. Er ist einer der ältesten und größten Basare der Welt. Hier findet man eine Vielzahl von Geschäften, die alles von Gewürzen, Teppichen, Schmuck, Keramik bis hin zu Textilien und Souvenirs verkaufen. Er ist ein lebendiges Zentrum des Handels und der kulturellen Vielfalt Istanbuls. Der Basar ist wirklich beeindruckend, aber uns haben die vielen kleineren Basare besser gefallen, wie zum Beispiel der Stoffmarkt im Stadtteil Kadiköy, der mein Näherinnenherz höher schlagen ließ, Ägyptischer Gewürzbasar (Misir Carsisi) in Eminonu, Historischer Kupferschmiedemarkt in Beyazit oder der Arasta-Basar in Sultanahmet mit Gewürzen, Teppichen und Textilien. 

Großer Bazar in Istanbul

Großer Bazar in Istanbul - Besser sind die vielen kleinen Märkte. Trotzdem sehr sehenswert

Großer Bazar in Istanbul

Orientalische Gewürze gibt es viele auf den Bazaren Istanbuls

Eine Bootsfahrt auf dem Bosporus

Eine Bootsfahrt auf dem Bosporus ist ein absolutes Highlight und eine großartige Möglichkeit, die Schönheit und Einzigartigkeit Istanbuls zu erleben. Während der Tour kannst du die berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt vom Wasser aus bewundern, darunter Paläste, Villen, Festungen und die beeindruckende Skyline Istanbuls. An Bord gibt es für wenige Liras köstliche Verpflegung wie Mokka, Chay und Salep (unser Tipp!)

Es gibt noch so viel mehr in dieser pulsierenden Stadt zu entdecken, was aber diesen Rahmen sprengen würde.

Großer Bazar in Istanbul

Ägäisregion

Entlang der türkischen Ägäisküste liegen beliebte Urlaubsziele wie Izmir und Bodrum. Die Region ist bekannt für ihre atemberaubenden Strände und historischen Stätten. Hier unsere Tipps zur Ägäisregion.

Das Traktorenmuseum in Gallipoli

Unser absoluter Geheimtipp und nicht nur für Traktorenfans und Kinder ein Highlight. Ein Privatmann stellt hier viele alte, liebevoll restaurierte Traktoren der Öffentlichkeit zur Schau. Anschließend lädt das hübsche Städtchen Gallipoli zum Bummeln und Verweilen in einem Café ein.

Großer Bazar in Istanbul

Traktormuseum Galipoli

Pergamon und Ephesos: Tauche ein in antike Pracht

Bereit für eine Zeitreise? Die Akropolis von Pergamon erhebt sich majestätisch über Bergama und bietet dir einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung. Spüre den Hauch der Geschichte, wenn du durch das antike Theater und Tempel schlenderst, die von der einstigen Größe dieser Städte erzählen. Pergamon und Ephesos werden dich in den Bann ziehen und dich in die Welt des Hellenismus entführen.

Wir waren erstaunt, wie viele antike Städte in der heutigen Türkei liegen und wie gut sie erhalten sind. Ausgestattet mit Audioguides, meist sogar in deutscher Sprache, waren die historischen Stätten häufig noch besser erschlossen als in Griechenland.

Großer Bazar in Istanbul

Fethiye

Fethiye ist bekannt für seine antiken Felsengräber, die sich in den Felsen oberhalb der Stadt befinden. Diese beeindruckenden Felsengräber stammen aus lykischer Zeit und sind ein faszinierendes Beispiel antiker Grabarchitektur. Auch die Stadt und die Umgebung haben uns sehr gut gefallen. Etwas außerhalb der Stadt kann man am Karaot Beach herrlich mit dme Wohnmobil stehen, wo sich auch viele andere Camper und Overlander versammeln.

Freistehraum Türkei - Karaot Beach bei Fethyie

Patara Beach

Patara ist mit 300 m Breite und 15 km Länge der größte Strand an der türkischen Südküste und dennoch relativ wenig besucht. Es erheben sich endlos weit hohe Sanddünen, welche die Kinder hoch und runter rannten. 

Sanddünen am Patara Beach

Pamukkale

Ein Wunderland aus schneeweißen Terrassen, azurblauen Thermalbecken und antiken Ruinen – Pamukkale ist zweifellos eine der faszinierendsten Naturschönheiten der Welt. Dieses atemberaubende Naturwunder, das in der Türkei im Herzen der Region Denizli liegt, lockt Besucher aus der ganzen Welt an, um in seinen heilenden Thermalquellen zu baden und die magische Kulisse zu genießen. Die schimmernden Kalksteinterrassen, die durch jahrtausendelange Ablagerungen entstanden sind, verleihen Pamukkale ein märchenhaftes Aussehen, das von fern an schneebedeckte Berge erinnert. Doch das ist nicht alles – neben der spektakulären Natur bietet die Region auch einen historischen Schatz in Form der antiken Stadt Hierapolis, die einst ein bedeutendes Heilzentrum war. Da Hierapolis wie ein Kurort gewesen sein muss, befindet sich dort auch die größte Negropole (Friedhof) der Antike mit unzähligen schönen Grabmalen.

Da es uns so gut gefallen hat, waren wir gleich zwei Tage hintereinander dort. Wobei wir im Herbst waren, also in der Nebensaison, im Sommer wird Pamukkale von vielen Reisebussen und Pauschaltouristen angefahren und ist dann sicher sehr überlaufen.

Direkt angrenzend zu Pamukkale gab es einige, an denen man gut mit dem Wohnmobil übernachten kann.

Blick auf die weißen Sinterterrassen in Pamukkale

Heißes Thermalwasser fließt durch die Terrassen

Blick auf das Theater in Hierapolis Pamukkale

Blick auf ein Grab der Negropole in Hierapolis

Ulubey Canyon

Vor oder nach dem Besuch von Pamukkale kann man auch einen Abstecher zu Ulubey Canyon einplanen. Eine Beeindruckende Schulucht und nach dem Grand Canyon die zweitlängste Schlucht der Welt! Wieder ein Beweis dafür wieviele Highlights die Türkei zu bieten hat,

Ausblick über den Ulubey Canyon - der zweitlängsten Schlucht der Welt

Die Mittelmeerregion

Die Türkei hat eine beeindruckende Küstenlinie mit vielen schönen Stränden. Fahre entlang der türkischen Riviera und entdecke malerische Küstenstädte wie Kas, Antalya und Alanya, verbringe entspannte Tage am Strand, schwimme im türkisblauen Wasser und genieße die Sonne. An der türkischen Küste gibt es auch viele historische Stätten zu entdecken. Besuche zum Beispiel die Ruinen von Side und erlebe einen Hauch von Geschichte.

Unsere Tipps zur Mittelmeerregion:

Kaş

Kaş ist einen Besuch wert. Die Gassen sind wunderschön geschmückt und viele Cafés laden zum Verweilen ein. Die Stadt ist auf den Ruinen der antiken Stadt Antiphellos erbaut, man kann immer noch die Überreste dieser antiken Zivilisation in der Stadt und ihrer Umgebung finden. In Kas befindet sich das gut erhaltene hellenistische Theater, das auf einem Hügel über der Stadt liegt.

Lykische Gräber: Kas ist von antiken Lykischen Gräbern umgeben, die in die Felsen gehauen sind. Einige der beeindruckendsten Gräber befinden sich entlang der Küste und sind am besten mit einem Bootsausflug zu erreichen, der dir auch die Möglichkeit bietet, die schöne Küstenlandschaft zu bewundern.

Die ewigen Feuer von Chimaera und die Umgebung von Çıralı

Wenn es einen Ort in der Türkei gibt der uns nachhaltig am meisten beeindruckt hat und uns in Erinnerung geblieben ist und von dem wir immer wieder leidenschaftlich berichten, dann ist es die Umgebung von Çıralı  sowie die ewigen Feuer der Chimaera.

Die ewigen Feuer von Chimaera brennen seit Jahrhunderten und sind vom Meer aus sichtbar. Früher wiesen sie den Schiffen den Weg und waren schon in der Antike bekannt. Die Feuer entstehen durch Gase, die aus dem Gestein strömen, und lodern mal größer, mal kleiner. Es gibt zwei Feuerfelder. Das erste erreicht man, nachdem man eine kleine Eintrittsgebühr bezahlt hat, nach ca. 30 min. Wanderung den Berg hinauf. Da dort die meisten Touristen sind, empfiehlt es sich, die Mühe auf sich zu nehmen und nach dem ersten Feuerfeld noch weiter den Berg hinauf zu wandern, um zum zweiten Feuerfeld zu gelangen. Auch von dort hat man einen traumhaften Blick über die Küste bis hinunter nach Cirali. Es versteht sich von selbst, dass dieser magische Ort in der Abenddämmerung und in der Dunkelheit besonders schön ist.

Cirali ist ein wunderschöner Ort zum Entspannen in der Nähe von Chimaera. Der Lykische Weg, ein Fernwanderweg, führt ebenfalls hier vorbei. Der Strand ist ca. 2 km lang und nicht bebaut, dahinter befindet sich eine Grünfläche zum Spazierengehen. Im Ort selbst gibt es viele gemütliche Restaurants und Cafés, man trifft hauptsächlich Individual- und Rucksacktouristen, die für ein alternatives Flair sorgen. Wir hatten keine Probleme in der Nebensaison einen Platz mit dem Wohnmobil zu finden.

Ein weiteres Highlight gleich um die Ecke, ist die Ausgrabungsstätte Olympos. Eingebettet in die malerische Kulisse der türkischen Küste, erzählen die Überreste dieser einstigen Handelsstadt von vergangenen Zeiten. Mit Theatern, Bädern und Nekropolen vermitteln die Ruinen ein lebendiges Bild der lykischen Kultur.

Der Strand von Chirali

Antalya

Die Altstadt von Antalya ist ein malerisches Viertel mit engen Gassen, historischen Gebäuden und gemütlichen Cafés. Sehenswert sind das Hadrianstor, das Yivli-Minarett und der Uhrturm. Die charmante Atmosphäre macht es zu einem großartigen Ort zum Bummeln und zum Erleben der lokalen Kultur.

Das Archäologische Museum von Antalya gilt als eines der besten Museen der Türkei und beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Artefakten aus der Region. Es bietet einen Einblick in die reiche Geschichte der Region von der Antike bis zur byzantinischen Zeit.

Die Düden-Wasserfälle sind eine beeindruckende Naturschönheit in der Nähe von Antalya. Das Wasser stürzt spektakulär über Felsen ins Mittelmeer und bietet eine atemberaubende Kulisse.

Antalya bietet wunderschöne Sandstrände, darunter den Konyaaltı-Strand und den Lara-Strand.

Wir haben immer am Güver Canyon übernachtet, wo sich viele Overlander tummeln. Gleichzeitig hat man von dieser spektakulären Schlucht aus einen tollen Blick auf die Schlucht oder auf die Stadt.

Die Stadt ist vor allem für Langzeitreisende auch als Versorgungszentrum interessant, da es eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten und sogar Baumärkte wie Bauhaus gibt. Es gibt auch einige gute Werkstätten für Reparaturen und Wartung.

Güver Canyon bei Antalya

Side

Side ist zweifellos eine schöne und gut restaurierte Stadt. Ab hier wird die Küste bis Alanya jedoch sehr touristisch und vermittelt nicht gerade einen authentischen Eindruck der Türkei. Selbst in der Nebensaison war es hier ziemlich voll und man sollte beim Einkaufen oder Essen gehen unbedingt vorher nach dem Preis fragen. Hier erlebten wir böse Überraschungen!

Das gut erhaltene römische Theater von Side ist eines der beeindruckendsten Highlights der Stadt. Es bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die Umgebung und wird auch heute noch für kulturelle Veranstaltungen und Konzerte genutzt.

Side ist bekannt für seine wunderschönen Sandstrände, die sich kilometerweit entlang der Küste erstrecken. Die beliebtesten Strände sind der Oststrand und der Weststrand.

Alanya

Alanya ist die Touristenhochburg schlechthin. Hier wird man eher auf Deutsch als auf Türkisch angesprochen. Ein Besuch der Burg auf dem Berg lohnt sich trotzdem.

Burg von Alanya (Alanya Kalesi): Jahrhundert thront auf einem steilen Hügel über der Stadt und bietet einen spektakulären Blick auf das Mittelmeer und die umliegende Landschaft. Die gut erhaltenen Mauern, Türme und Zisternen, die einst die Stadt vor Eindringlingen schützten, können besichtigt werden.

Nur eine Autostunde östlich von Alanya zeigt sich die Küste wieder weit weniger touristisch und ursprünglicher.

Zentralanatolien

Kappadokien – Eine surreale Landschaft

Jeder kennt sie, diese wunderschönen Vanlife Bilder mit einer Unzahl von Heißluftballons am Himmel. Und was kann man sagen? Dieser Ort ist wirklich so schön und magisch, wie die Bilder vermitteln.

Das Zentrum von diesem touristischen Ort ist Göreme. In seiner Umgebung gibt es viele verschiedene Täler, auch Valleys genannt, die alle ihr eigenes Flair haben. Das Love Valley, mit seinen spitz empor ragenden durch Erosion geformten Felsen, ist besonders bekannt. Die berühmten Feenkamine und bizarren Felsformationen, welche eine unwirkliche Atmosphäre schaffen, erinnern an eine andere Welt. Kappadokien hat jedoch mehr zu bieten als malerische Landschaften. Unter der Erdoberfläche verbergen sich antike Höhlenstädte und -kirchen, die einst von Christen genutzt wurden. Diese faszinierende Unterwelt kann heute von Reisenden erkundet werden. Ballonfahrten sind hier auch sehr beliebt, um die Schönheit der Landschaft von oben zu sehen und den Sonnenaufgang über den interessanten Felsformationen zu bewundern.

Im Winter kann es hier sehr kalt und schneereich werden, so haben wir es bei unserem ersten Besuch im Januar erlebt. Wir sind dann schnell an die Schwarzmeerküste weitergefahren, nachdem die Wettervorhersage für die nächsten Tage Temperaturen von bis zu minus 16 Grad Celsius angekündigt hatte!

Bei unserem zweiten Besuch in Kappadokien Ende Februar hatten wir Glück mit dem Wetter. An nur einem Morgen konnten wir aufsteigende Heißluftballons sehen, an den anderen Tagen war es zu windig. Die ideale Zeit für einen Besuch sind der Herbst und das Frühjahr. Auch im Dezember kann man Glück haben. Es ist ratsam, die Wettervorhersage im Auge zu behalten und bei Bedarf die Reiseroute spontan anzupassen.

Heissluftballons über dem Love Valley in Kappadokien

Unterirdische Städte in der Umgebung von Kappadokien

Kappadokien ist berühmt für seine unterirdischen Städte, die von den Menschen in der Vergangenheit als Schutz vor Eindringlingen und Feinden genutzt wurden. Man vermutet das diese Städte den ersten Christenals Zuflucht dienten. Eine der bekanntesten unterirdischen Städte ist Derinkuyu, die bis zu acht Stockwerke tief reicht und zahlreiche Tunnel, Räume und Geheimgänge enthält und erst 1936 zufällig entdeckt wurde. Neben Derinkuyu werden in Kappadokien bis zu 50 unterirdische Städte vermutet, wovon erst 36 entdeckt wurden!

Südostanatolien

Mardin

Falls du etwas mehr Zeit hast oder auf dem Weg in Richtung Naher Osten oder Iran ist, solltest du unbedingt einen Stopp in der Stadt Mardin einplanen, die sich majestätisch auf einem Hügel im Südosten der Türkei erhebt. Mardin vereint Geschichte, Kultur und Architektur auf einzigartige Weise und präsentiert sich als lebendiges Mosaik aus verschiedenen Einflüssen. Die Altstadt ist berühmt für ihre engen Gassen, die von kunstvollen Steinhäusern gesäumt werden, die ein beeindruckendes Beispiel für die traditionelle Bauweise in dieser Region darstellen. Von einem Aussichtspunkt aus enthüllt sich eine beeindruckende Silhouette der Stadt mit Minaretten und Kirchtürmen, die Seite an Seite existieren und die religiöse Vielfalt Mardins widerspiegeln. In Mardin treffen christliche, muslimische und jüdische Gemeinschaften aufeinander und schaffen eine einzigartige kulturelle Atmosphäre. Du kannst auf einem Spaziergang durch die Märkte und Basare der Stadt in die reiche Handelsgeschichte eintauchen. Währenddessen hast du in einem der vielen köstlichen Restaurants die Möglichkeit, die kulinarische Vielfalt der lokalen Küche zu genießen.

Camping Tipp: Mardin Karavanpark (auch auf Instagram zu finden). Es handelt sich eher um einen Parkplatz, aber es gibt Duschen, eine Waschmaschine und Wasser. Die Gastgeber sind unglaublich nett und gastfreundlich. Unser Sohn traf sich immer zum Chai Trinken und Fladenbrot essen mit den Betriebern. Die Lage am Fuße der Altstadt ist ideal für Erkundungen.

 

Mardin Karavanpark

Fazit

Die Türkei ist für uns eines der absoluten Highlights unserer Reise und einfach super mit dem Wohnmobil und als Familie zu bereisen. Ein Land, dessen Menschen einem schnell ans Herz wachsen und das wir nur weiterempfehlen können.

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